Corona-Lage | 27. November 2021 Zwei Landkreise mit Corona-Inzidenz über 1.000

Seit Freitag haben zwei Landkreise in Sachsen-Anhalt einen Inzidenzwert von 1.000 überschritten. Die Politik reagiert mit strengeren Corona-Regeln und erweiterten Impfangeboten. Auch die Bundeswehr kommt zum Einsatz.

Hinter mehreren Feldern ist die Silhoutte der Stadt Halberstadt zu sehen.
Ab Samstag gilt im ganzen Landkreis Harz 2G+ in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Mit Harz und Mansfeld-Südharz weisen seit Freitag gleich zwei Landkreise in Sachsen-Anhalt eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 1.000 auf. Für den Landkreis Harz meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonnabend eine Inzidenz von 1.118,6 für den Landkreis Mansfeld-Südharz 1.067,4. Der Burgenlandkreis lag mit 982 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weiter nur knapp unter der 1.000er-Grenze.

Landkreis Harz: 2G+ ab Sonnabend

Das Landratsamt in Halberstadt zog am Freitag Konsequenzen aus dem rasanten Infektionsgeschehen: Ab Sonnabend gilt im ganzen Landkreis Harz 2G+ für weite Bereiche des öffentlichen Lebens. Das heißt, dass zu vielen Innenbereichen nur noch diejenigen Zutritt haben, die geimpft oder genesen sind und zudem einen negativen Corona-Test vorweisen können. Dies gilt unter anderem für Gaststätten, Clubs, Bars, Kinos, Theater und zahlreiche weitere Freizeiteinrichtungen. Auch auf Sportplätzen gilt für Zuschauer die 2G+, für die Sportler weiterhin die 2G-Regel.

Magdeburg weitet Impfangebot aus

Unterdessen kündigte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) an, die Stadt werde ab dem 6. Dezember bis zum 19. Dezember 50.000 zusätzliche Corona-Impfungen anbieten. Diese sollen ergänzend zu den ohnehin angebotenen Impfungen in Arztpraxen und bei Impfteams erfolgen. Im Zwei-Schicht-System sollen in der Sporthalle in Sudenburg und im Allee-Center die Impfungen nach einer Anmeldung im Internet erfolgen. Die Stadt reagiere damit auf die stark gestiegene Nachfrage nach den sogenannten Booster-Impfungen, aber auch auf das gesteigerte Interesse von bislang Ungeimpften.

Landesweit steigende Inzidenzwerte

In ganz Sachsen-Anhalt stiegen am Sonnabend die Corona-Sieben-Tage-Inzidenzen. Am Sonnabend erreichte der Wert 716,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Daten des RKI hervorgeht. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 468. Innerhalb eines Tages kamen 3.017 neue Covid-19-Fälle hinzu.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt lagen nach Daten des Divi-Registers vom Sonnabend 131 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung; 74 Patientinnen und Patienten mussten demnach beatmet werden. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Die Hospitalisierungsrate liegt in Sachsen-Anhalt am Sonnabend laut RKI bei 12,52. Der Wert gibt an, wie viele Menschen mit Covid-19 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in eine Klinik eingewiesen wurden.

Bundeswehr unterstützt Gesundheitsämter

Wegen der zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen rechnet die Bundeswehr mit weiteren Amtshilfeanträgen aus Sachsen-Anhalt. Im Zuge dieser Amtshilfe werden die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt aktuell von 55 Soldaten der Bundeswehr unterstützt. Die Frauen und Männer sind im Landkreis Börde, im Saalekreis, im Salzlandkreis, im Landkreis Wittenberg und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Einsatz, wie das Landeskommando Sachsen-Anhalt mitteilte. Die Soldaten helfen beispielsweise bei der Kontaktnachverfolgung oder unterstützen Impfkampagnen.

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MDR (Christian Franke, Fabian Frenzel)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 27. November 2021 | 15:00 Uhr

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