Größte Gefahr durch Wildvögel Landkreis Harz warnt Tierhalter vor Geflügelpest

Der Landkreis Harz mahnt Besitzer von Geflügel, sich an Schutzmaßnahmen vor der Vogelgrippe zu halten. Grund ist ein bereits entdeckter Fall von Geflügelpest im Landkreis Wittenberg. Das Veterinäramt hofft, dass es dadurch nicht zu Zuständen wie in Schleswig-Holstein kommt, wo Hunderte Nutztiere gekeult werden mussten.

Freilandgänse stehen auf einer Wiese.
Bei einem Fall von Geflügelpest muss unter Umständen der gesamte Tierbestand gekeult werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Der Landkreis Harz warnt Geflügelbesitzer vor der Geflügelpest. Schon seit Oktober breite sich das Virus in Deutschland aus, sagt das Veterinäramt vom Landkreis Harz. Im Landkreis Wittenberg wurde bereits bei einer Wildgans das Virus nachgewiesen.

Im Zeitraum vom 1. Oktober bis 11. November seien deutschlandweit in fünf Nutzgeflügelbeständen Ausbrüche verzeichnet worden. Besonders betroffen ist bisher vor allem Schleswig-Holstein.

Geflügelpest unter Artgenossen hoch ansteckend

Damit sich Sachsen-Anhalt zu keinem Hotspot entwickelt, mahnt das Veterinäramt im Harz alle Geflügelbesitzer, die geltenden Sicherheitsmaßnahmen auch wirklich umzusetzen: "Die Krankheit ist hoch ansteckend. Deshalb ist es wichtig, alle Geflügelbestände, auch kleine Haltungen, vor einer Infektion zu schützen. Zur Einhaltung der Grundregeln der Biosicherheit sind alle Geflügelhalter gesetzlich verpflichtet", sagt Amtstierarzt Rainer Miethig.

Schützen Sie Ihr Geflügel vor Kontakt mit Wildvögeln. Die größte Gefahr geht von einem direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Wildvögeln aus.

Rainer Miethig, Amtstierarzt

Aus diesem Grund weist das Veterinäramt auf Folgendes hin: "Wer Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel halten will, hat dies dem Veterinäramt anzuzeigen."

Tote Wildvögel nicht berühren

Experten vermuten, dass es Wildvögel-Züge sind, die das Virus verbreiten. Das Virus, das die Geflügelpest (auch "Vogelgrippe" genannt) auslöst, könne sich auch in der kalten Jahreszeit weiter ausbreiten. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) schätzt das Risiko eines erneuten Auftretens von HPAIV H5 in Europa und Deutschland im Laufe der Herbstmonate als hoch ein.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Es wird trotzdem empfohlen, tot aufgefundene Wildvögel nicht zu berühren. Wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, sollte das Veterinäramt informiert werden.

MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 17. November 2021 | 18:00 Uhr

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