Substanzen auf Briefpapier Gefängnisse bekommen Detektoren gegen neue Drogen

Sachsen-Anhalt will stärker gegen neuartige psychoaktive Substanzen (NPS) vorgehen, die in Gefängnisse eingeschmuggelt werden. Dazu soll ein spezieller Detektor angeschafft werden. Die NPS werden illegal auf Briefe geträufelt, getrocknet und an die Gefangenen geschickt. Bisher sind sie schwer nachweisbar.

Eine Pipette und ein milchiges Fläschchen.
Die neuartigen psychogenen Substanzen werden oft auf Briefe geträufelt (Symbolbild). Bildrechte: Pixaby

In Sachsen-Anhalts Gefängnissen soll in Zukunft eine neue Technik gegen Drogen zum Einsatz kommen. Dazu will das Land spezielle Detektoren kaufen. Laut Justizministerium sind in den Gefängnissen gerade zunehmend neuartige psychoaktive Substanzen (NPS) in Umlauf. Diese würden zum Beispiel auf Briefe geträufelt und so an die Insassen geschmuggelt. Die Bild-Zeitung hatte im November berichtet, wie Kinder-Zeichnungen zum Drogenschmuggel verwendet wurden. Die Häftlinge konsumierten die Drogen dann, indem sie die Papierfetzen rauchten oder in Getränken auflösten und tränken.

Mit herkömmlichen Methoden sind die neuartigen Drogen schwer nachweisbar. Spürhunde erkennen die Drogen laut Ministerium bislang noch nicht. Das Ministerium will die Kontrollen nun verschärfen. Der neue Spezialdetektor soll innerhalb kürzester Zeit erkennen können, ob Papier mit NPS oder anderen verbotenen Substanzen versetzt ist. Der tragbare Detektor soll den Informationen zu Folge in allen Gefängnissen eingesetzt werden.

Neue psychoaktive Substanzen lebensgefährlich

Die NPS gelten als gefährlich. Die Zusammensetzung ist laut Ministerium häufig nicht genau bekannt. Es drohten schwere gesundheitliche Schäden und sogar Lebensgefahr. Kreislaufversagen, Ohnmacht und Wahnvorstellungen seien möglich.

MDR (Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Dezember 2022 | 10:00 Uhr

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