Energiekrise "Frischli"-Molkerei in Weißenfels stellt auf Gas-Alternative um

Die zuletzt deutlich gestiegenen Energiekosten treffen nicht nur Privatleute in Sachsen-Anhalt, sondern auch die Betriebe. In Weißenfels bei "Frischli" möchte man künftig auch auf Alternativen zum Gas setzen. So soll der Betrieb auch in der kommenden Wintersaison gewährleistet sein.

Eine Angestellte bedient an einem Monitor eine Maschine in der Fabrik.
Aufgrund stark gestiegener Energiepreise will die "Frischli"-Molkerei in Weißenfels künftig unabhängiger vom Gas werden. Bildrechte: MDR/Anne Sailer

H-Milch, Sauerrahm und das noch aus DDR-Zeiten beliebte Dessertprodukt "Leckermäulchen": In der "Frischli"-Molkerei in Weißenfels stellen die 145 Beschäftigen an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr verschiedene Milchprodukte her. Zum Werksgelände gehören neben zwei großen Produktionshallen auch eine Schaltzentrale, eine riesige Kühlhalle und einige Lagerräume. "Alles muss hier laufen", erklärt Werksleiter Henner Schumann. Was dabei zwingend erforderlich ist: Strom.

Bislang wird dieser ausschließlich aus Gas produziert. Vor acht Jahren wurde deswegen eine neue Gasanlage installiert. Doch auf Gaslieferungen will man in Weißenfels künftig nicht mehr ausschließlich setzen. Ab Oktober soll ein so genannter "Zweistoffbrenner" die Energie liefern. Dieser kann wahlweise mit Heizöl oder Gas betrieben werden.

Verbraucher müssen sich auf steigende Kosten einstellen

Die neue Anlage kostet einen sechsstelligen Betrag. Diese Kosten landen werden früher oder später auch bei den Verbrauchern aufkommen, die sich weiter auf steigende Kosten einstellen müssen, so Werksleiter Schumann. Wann das allerdings ist, kann er noch nicht sagen, denn mit den Landwirten, von denen Frischli die Milch geliefert bekommt, gibt es unterschiedliche Verträge. Die Produktion sei deshalb nicht gefährdet.

Ein Mann mit weißer Arbeitskleidung und Schutzhaube steht vor einem Hochregallager.
Werksleiter Henner Schumann sieht mit Blick auf den kommenden Winter keinen Grund für sogenannte Hamsterkäufe. Bildrechte: MDR/Anne Sailer

Henner Schumann warnt indes vorm Horten von Lebensmitteln, wie beispielsweise H-Milch. Das führe nämlich nur dazu, dass Händler größere Mengen ordern und Lieferketten durcheinandergeraten. Am Ende wären dann nicht nur die Milchregale leer.

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MDR (Anne Sailer, Manuel Mohr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 23. Juli 2022 | 17:00 Uhr

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