Energiekrise Strom sparen: Zeitz schaltet jede zweite Laterne ab

In Zeitz im Burgenlandkreis wird es nachts zukünftig dunkler: Um Energie zu sparen, soll die Hälfte der Straßenlaternen ausgeschaltet bleiben. So sollen Mehrkosten angesichts der Energiekrise zumindest etwas abgefedert werden.

Laternen beleuchten in der Dunkelheit eine Straße
Um die gestiegenen Energiekosten etwas auszugleichen, soll jede zweite Laterne in Zeitz ausgeschaltet werden. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / NurPhoto

In Zeitz bleibt zukünftig jede zweite Laterne dunkel. So sollen die gestiegenen Energiekosten zumindest teilweise kompensiert werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die rund 3.500 Leuchten der Stadt und ihren Ortschaften seien "Energiefresser". Die jährlichen Stromkosten für die Laternen betrugen bisher rund 250.000 Euro. In diesem Jahr war allerdings eine planmäßige Neuausschreibung notwendig. Nun muss die Stadt nach eigenen Angaben pro Jahr zirka 750.000 Euro für die nächtliche Beleuchtung der Straßen und Wege einplanen.

Wichtige Kreuzungen bleiben beleuchtet

"Wir achten in sehr hohem Maße darauf, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Deshalb werden zum Beispiel im Bereich von Kreuzungen oder an Orten, die ohnehin nicht stark beleuchtet sind, die Maßnahmen nur in begrenztem Maße umgesetzt", erklärt Christian Gast, der Leiter des Fachbereiches Technisches Zeitz.

Zeitz Stadtzentrum mit Rathaus
Nach Berechnungen der Verwaltung muss die Stadt Zeitz im nächsten Jahr 247 Prozent mehr für Strom und Gas bezahlen. (Archivbild) Bildrechte: imago/Rainer Weisflog

Daneben werden in den Gebäuden der Stadt die Büros nur noch auf 19 Grad Celsius geheizt, Durchlauferhitzer und Boiler wurde außer Betrieb genommen und die Heizung in Fluren oder Gemeinschaftsräumen ist eingestellt worden. Auch die Beleuchtung der öffentlichen Gebäude wird ab 22 Uhr weitgehend abgeschaltet.

Bürgermeisterin bittet um Zusammenhalt

Bürgermeisterin Kathrin Weber bittet die Bürger um Verständnis für die Sparmaßnahmen. "Ohne spürbare, leider auch unbequeme Einschränkungen für jeden von uns wird es nicht gehen. Wir alle – Privathaushalte, Kommunen und Unternehmen – befinden uns in einer Energiekrise, von der wir nicht sagen können, welches Ausmaß sie haben und wie lange sie dauern wird. Daher müssen wir alle an einem Strang ziehen und konsequenterweise auch Abstriche bei Dingen machen, die bisher selbstverständlich waren."

Nach Berechnungen der Stadtverwaltung werden sich die Kosten, die die Stadt für Strom und Gas bezahlen muss, im nächsten Jahr um 247 Prozent auf rund 2,3 Millionen Euro erhöhen.

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MDR (Cornelia Müller, Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. Oktober 2022 | 06:30 Uhr

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