Streik in der Mittagspause Protest im öffentlichen Dienst

Am Dienstag haben in Halle Angestellte des öffentlichen Dienstes – unter anderem an der Universitätsklinik – für mehr Lohn demonstriert. Sie forderten 300 Euro mehr im Monat. Die Tarifkommission der Länder lehnt das ab. Die nächste und entscheidende dritte Verhandlungsrunde soll es Ende November geben.

Beschäftigte im Gesundheitswesen nehmen an einem Warnstreik teil und halten dabei ein Plakat mit der Aufschrift Erst Klatschen am Balkon - dann Klatsche ins Gesicht hoch
In Halle waren Angestellte im öffentlichen Dienst am Dienstag zum Protest in der Mittagspause aufgerufen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Halle haben Angestellte im öffentlichen Dienst am Dienstag für mehr Geld demonstriert. Die Gewerkschaft Verdi hatte unter anderem an der Universitätsklinik zu einem Protest in der Mittagspause aufgerufen. Die Beschäftigten fordern ein Lohnplus von 300 Euro. Die Tarifkommission der Länder lehnt die Forderung ab.

"Last der Pandemie geschultert"

Der Verdi-Gewerkschafter Sander Fuchs sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Rande der Demonstration am Dienstag, gerade die Krankenhausbeschäftigten seien diejenigen, die die Last der Pandemie für alle geschultert hätten, und das weit über ihre Belastungsgrenze hinaus.

Fuchs wies die Aussage der Arbeitgeberseite zurück, die zusätzlichen Belastungen seien im Wesentlichen vorbei. "Unser Gegenüber sind die Bundesländer. Es stellt sich die Frage: Sind sie bereit, den Worten Taten folgen zu lassen oder belassen sie es beim Klatschen und finanziell kommt nichts rum? Das führt dann aber dazu, dass sich die Pflegekrise weiter verschärfen wird", so Fuchs.

Die nächste und entscheidende dritte Verhandlungsrunde soll es am 27. und 28. November geben. Verhandelt wird für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte, davon 940.000 Vollzeitstellen und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen).

Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 880.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie 175.000 Beamtinnen und Beamte sowie 120.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Kommunen übertragen werden.

MDR/Theo M. Lies, Matthias Lindner

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 16. November 2021 | 19:00 Uhr

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