Sinkende Besucherzahlen Bislang rund 50.000 Besucher bei Himmelsscheiben-Schau in Halle

Großer Andrang im Herbst, nun immer weniger Besucher aufgrund der Corona-Entwicklung: Das Landesmuseum zieht eine Zwischenbilanz der Himmelsscheiben-Schau in Halle. Die Ausstellung läuft noch bis 9. Januar 2022.

Über dem Eingang des Landesmuseums für Vorgeschichte weist ein großes Banner auf eine Ausstellung zur Himmelsscheibe von Nebra hin.
Nicht zu übersehen: der Banner zur Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Rund 50.000 Menschen haben die Himmelsscheiben-Schau in Halle seit Anfang Juni besucht. "Im Herbst kamen noch deutlich mehr Menschen", sagte der Sprecher des Landesmuseums und stellvertretender Landesarchäologe, Alfred Reichenberger, im Rahmen der Zwischenbilanz. "Die Besucherzahlen sind seit etwa 14 Tagen gesunken, seit die neuen Maßnahmen bekannt wurden und die Infektionszahlen deutlich steigen."

Schätzungsweise werden bis zum Ende voraussichtlich etwa 55.000 Menschen die Himmelsscheiben-Ausstellung gesehen haben. Die Landesausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte" läuft noch bis zum 9. Januar 2022.

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Warum manche Besucher staunen

Höhepunkte sind neben der Himmelsscheibe die zahlreichen Goldobjekte. In der Jubiläumsschau steht die Scheibe mit Goldauflagen in einer blauen Vitrine. In weiteren Vitrinen sind wichtigste Funde der europäischen Bronzezeit zu sehen, wie das "Cape von Mold" aus Wales (Großbritannien), der Goldhut von Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) und die Goldschiffchen von Nors (Dänemark).

Insgesamt können Besucherinnen und Besucher auf 900 Quadratmetern rund 400 Objekte anschauen. "Viele Besucher sind auch erstaunt, dass die Wissenschaftler aus scheinbar unscheinbaren Sachen noch heute konkrete Rückschlüsse auf die Vorgänge vor tausenden von Jahren ziehen können", sagte Reichenberger.

Beispielsweise lassen die Spuren auf der Oberfläche von Mahlsteinen aus einem Doppelgrab bei Mammendorf in der Börde Rückschlüsse auf die damalige Mahl-Technik zu.

Ebenso sind die Gäste verwundert, dass der Fürstenmord von Helmsdorf nach 3.846 Jahren noch präzise rekonstruiert werden konnte. Die Knochen des Fürsten sind die einzigen Überreste eines Menschen aus dem direkten Umfeld der Himmelsscheibe.

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Himmelsscheibe von Nebra reist bald nach London

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Ausstellungseröffnung in London vom 17. Februar bis 17. Juli 2022 im Britischen Museum nicht gefährdet", sagte Reichenberger. Unter dem Motto "The world of Stonehenge" steht nach Angaben des Londoner Museums das unruhige und hochgradig vernetzte Zeitalter von Stonehenge im Mittelpunkt der Schau.

In dem Zusammenhang wird auch die über 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra zu sehen sein.

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dpa, MDR (Daniel George)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Dezember 2021 | 08:00 Uhr

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