Corona-Regeln Absage des Weihnachtsmarktes: Stadt Halle sucht nach Alternativen

Der Weihnachtsmarkt der Stadt Halle war in diesem Jahr der wohl kürzeste der Geschichte. Mit Inkrafttreten der 3G-Regel wurde der Markt nach nur einem Tag abgesagt. Nun wollen Stadt und Händler bis zum Wochenende eine Alternative anbieten.

Leuchtende Buden und glänzende Lichter auf dem Weihnachtsmarkt in Halle an der Saale
Bildrechte: Thomas Ziegler/Stadt Halle

Einen Tag nach Eröffnung hat die Stadt Halle den Weihnachtsmarkt wieder abgesagt. Händler berichteten MDR SACHSEN-ANHALT, sie seien aufgefordert worden, am Mittwoch nicht zu öffnen. Am Vormittag bestätigte die Stadt das Aus des bisherigen Weihnachtsmarkts offiziell. Zuerst hatte die Mitteldeutsche Zeitung darüber berichtet und sich ebenfalls auf Händler-Angaben berufen.

Laut Stadt ist die neue Corona-Landesverordnung, die seit Mitternacht gilt, Grund für den Stopp. Diese sieht vor, dass Weihnachtsmärkte nur unter 3G-Bedingungen stattfinden dürfen, ansonsten drohen Bußgelder. Da der Hallesche Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf mehreren Flächen verteilt stattfindet, sind Kontrollen aber schwierig. Der Weihnachtsmarkt-Teil auf dem Hallmarkt ist von der Absage nicht betroffen. Er ist eingezäunt und findet unter 2G-Regeln statt.

Nachdem das Land Sachsen-Anhalt am späten Dienstagnachmittag seine 15. Eindämmungsverordnung bekanntgegeben hat, die bereits seit heute Nacht in Kraft ist, muss die Stadt Halle (Saale) den Weihnachtsmarkt schließen. Über Nacht ist die neuerliche Verschärfung für unser dezentrales Konzept weder organisatorisch umsetzbar noch finanzierbar.

Egbert Geier, Bürgermeister

Stadt verhandelt Neustart mit Händlern – und sucht neues Konzept

Stadtsprecher Drago Bock sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass ein privater Anbieter Interesse bekundet habe, auf der West- und Ostseite des Marktes einen alternativen Weihnachtsmarkt anzubieten. Spätestens bis zum Wochenende wolle man den Menschen in Halle wieder etwas anbieten können. Um die Einhaltung der 3G-Regel zu gewährleisten, wäre der Weihnachtsmarkt dann umzäunt. Zuvor sei bereits für den ursprünglichen Weihnachtsmarkt das Hygienekonzept der Stadt zwei Mal den geltenden rechtlichen Regelungen angepasst worden, hieß es.

Magdeburger Weihnachtsmarkt macht weiter

Für den Magdeburger Weihnachtsmarkt wurde angekündigt, ab Mittwoch direkt in den 2G-Modus zu wechseln. An den ersten beiden Tagen galt keine Zutrittsregelung. Da auf ein Einzäunen verzichtet wird, werden in der Landeshauptstadt an den Ständen Bändchen verteilt, wenn Besucher ihren Impf- oder Genesungs-Nachweis vorzeigen. Nur mit diesen Bändchen kann dann eingekauft oder ein Fahrschein für Karussells erworben werden, so erklärt es der Betreiber. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind von der Regelung ausgenommen.

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MDR (André Plaul, Fabian Brenner, Lucas Riemer)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 24. November 2021 | 16:30 Uhr

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