"Wirtschaft trifft Schule" Wirtschaftsminister Schulze steht Schülern in Halle Rede und Antwort

"Wirtschaft trifft Schule" hieß es am Donnerstag im Elisabeth-Gymnasium in Halle. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Klassen durften bei der Veranstaltung Wirtschaftsminister Sven Schulze mit Fragen löchern. Dieser sprach über seine Ziele und Wünsche, aber auch darüber, woran es dem Land noch mangelt.

Sechs Menschen sitzen mit Mund-Nasen-Schutz auf einer Bühne nebeneinander. Vor der Bühne sitzt Publikum.
Zwei Stunden stand Minister Sven Schulze den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort. Bildrechte: MDR/Anne Sailer

Beim ersten Wirtschaftskunde-Forum "Wirtschaft trifft Schule" am Donnerstag hat sich Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) den Fragen von Schülerinnen und Schülern des Elisabeth-Gymnasiums in Halle gestellt. Die Zehnt- bis Zwölftklässler hatten sich ausführlich auf seinen Besuch vorbereitet.

Zwei Stunden sprach Minister Schulze über seine politische Zeit in Brüssel, über das europäische Schienen und Fernverkehrsnetz, in dem – dank seiner Initiative – die Stadt Halle als einer der wichtigsten ICE-Knotenpunkte Deutschlands verzeichnet ist und der Tourismus vor der Corona-Pandemie geradezu boomte.

Gesprochen wurde aber auch darüber, wo es in Sachsen-Anhalt noch mangelt. Schulze sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Ich finde es richtig, kritisch zu fragen. Wir wollen ja junge Leute in den Schulen nicht zu Ja-Sagern erzielen, sondern die sollen Dinge kritisch hinterfragen. Und wir Politiker sind dafür da, das denn auch entsprechend zu beantworten."

Eine Gruppe Menschen stehen vor dem Eingang des Elisabeth-Gymnasiums in Halle.
Schulleiter Michael Mingenbach (v.l.), Minister Sven Schulze und Wirtschaftslehrer Alexander Vogt (r.) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wirtschaftskunde-Forums. Bildrechte: MDR/Anne Sailer

Minister Schulze: Land braucht konkrete Ziele für Wirtschaftswachstum

Für Sachsen-Anhalt wünscht er sich mehr Optimismus, eine Stärkung der ländlichen Regionen, dass Start-ups mehr gefördert und konkrete Ziele für ein Wirtschaftswachstum formuliert werden. Daraus, dass Sachsen-Anhalt immer noch unter einer zu starken Abwanderung leidet, machte Schulze keinen Hehl.

Aktuell bewegt den Minister aber besonders die Energiekrise. Wirtschaft, so Schulze, könne sich nur weiterentwickeln, wenn Unternehmen ihre Produkte auch verkaufen könnten. Bei den gestiegenen Energiekosten sehe es derzeit nicht gut aus.

Schüler beeindruckt über Engagement

Schüler Lars saß zusammen mit dem Minister auf dem Podium und zeigte sich nach Diskussion und Fragerunde positiv überrascht. "Ich habe auf jeden Fall mitgenommen, dass er sich für Sachsen-Anhalt stark einsetzt", so der Schüler. "Wir haben ja auch viel über das Thema Nachhaltigkeit und Förderung von Start-ups gesprochen. Da gibt es wohl Fördermaßnahmen."

Lars gab an, auch nach der Schule in Halle bleiben zu wollen. Auch wenn die Veranstaltung seiner Meinung nach offenließ, wie die internationale Gewinnung von Fachkräften in Zukunft funktionieren soll und das, obwohl gleichzeitig schon heute ein großer Mangel an Fachkräften herrsche. Lars betonte zudem, er habe sich über Sven Schulzes Schlusswort gefreut, bei dem er die jungen Leute aufforderte, im Land zu bleiben. Denn sie seien die Zukunft und könnten diese dann auch selbst gestalten.

MDR (Anne Sailer, Cornelia Winkler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. Februar 2022 | 08:30 Uhr

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