Sonderschau zum Domweihe-Jubiläum Merseburger Domschatz kehrt aus Dresden zurück

Stücke des Merseburger Domschatzes sind Teil der kurfürstlichen Sammlung in Dresden. Für eine Sonderschau zum tausendjährigen Domweihe-Jubiläum kehren sie nun für einige Monate nach Merseburg zurück. Ab Freitag werden sie in Dresden für ihre Reise verpackt.

Ausstellungsplakat zum Domjubiläum Merseburger: Geweiht für die Ewigkeit
Das Plakat zur Ausstellung des Merseburger Domschatzes zeigt eine Mitra. Bildrechte: Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz

Der Merseburger Domschatz gehört zu den bedeutendsten Schätzen Mitteldeutschlands. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts befindet sich ein Großteil der Schätze in der kurfürstlichen Sammlung in Dresden. Für das tausendjährige Jubiläum der Domweihe kehren nun ausgewählte Stücke aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nach Merseburg zurück. Seit Freitag werden die Schätze in Dresden in Kisten gepackt. Am kommenden Freitag, 7. Mai, sollen die Schätze dann in Merseburg ausgepackt werden.

Anlässlich des tausendjährigen Domweihe-Jubiläums ist in Merseburg eine Sonderschau geplant. Diese kann jedoch wegen der Corona-Pandemie vorerst nicht wie geplant am 9. Mai eröffnet werden. Die Domstifter holen die historischen Kostbarkeiten trotzdem nach Merseburg, in der Hoffnung, dass die Eröffnung bald möglich ist. Die Schätze sollen bis zum 31. Oktober 2021 in Merseburg gezeigt werden.

Herzstücke der Ausstellung: prachtvolle Mitras

Zu den Stücken, die in der Schau gezeigt werden, zählen die prachtvolle Mitra, also die Kopfbedeckung des Bischofs Friedrich II. von Hoym, die aufwändig mit den Schutz-Patronen des Doms bestickt ist. Auch die Prachtmitra von Kardinal Albrecht von Brandenburg und der Dolch des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden sollen demnächst in Merseburg zu sehen sein.

Erste Teile des Schatzes erhielt der Merseburger Dom bereits im Jahr 968 zur ersten Gründung des Bistums. Zum Merseburger Domschatz gehören wertvolle Reliquien und Stücke aus Gold und Silber. Einige Stücke aus Edelmetall sind allerdings im 16. Jahrhundert eingeschmolzen worden, um den Schmalkaldischen Krieg (1546/47) zu finanzieren. Durch die Reformation sind zudem Teile des Schatzes von Merseburg an andere Orte verstreut worden.

MDR/Maria Hendrischke

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 30. April 2021 | 19:00 Uhr

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