Tierseuche Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die Afrikanische Schweinepest vor

Sachsen-Anhalt wappnet sich gegen die Afrikanische Schweinepest – dazu gehört ein Zehn-Punkte-Plan. Die wichtigsten Punkte dabei sind kreisübergreifende Übungen, Kadaver-Suchhunde, Zäune und die Fortsetzung der Schwarzwildprämie.

Teilnehmer einer Großübung simulieren die Bergung eines Tierkadavers.
Aus einer Tierseuchenübung wie dieser im Harz könnte sehr bald Ernst werden. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die näher rückende Afrikanische Schweinepest (ASP) vor. Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) hat das Thema zur "Chefsache" erklärt und einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Dieser sieht unter anderem vor, dass Zäune angeschafft und Suchhunde ausgebildet werden. Bei kreisübergreifenden Tierseuchenübungen auf Landes- und Landkreisebene solle im kommenden Jahr der Ernstfall geprobt werden.

Es ist nicht die Frage, ob wir irgendwann betroffen sind, sondern die Frage, wann wir betroffen sind.

Sven Schulze, Landwirtschaftsminister

Keine Übertragung auf Menschen

Bei ASP handelt sich um eine schwere Virusinfektion bei Haus- und Wildschweinen, die immer tödlich verläuft. Es drohen erhebliche wirtschaftliche Schäden, wenn Schlachthöfe wegen der Seuche schließen müssten. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar.

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung! Schweinepest". 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Transporter aus Mecklenburg-Vorpommern gestoppt

In Sachsen-Anhalt ist die Afrikanische Schweinepest noch nicht aufgetreten. Im Nachbar-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern müssen jetzt nach einem Ausbruch in einem Mastbetrieb über 4.000 Schweine getötet und entsorgt werden. Landwirtschaftsminister Sven Schulze berichtete, dass am Montag ein Transport mit Tieren aus dem Betrieb auf sachsen-anhaltischem Gebiet gestoppt wurde.

Er sei zum Schlachthof nach Weißenfels unterwegs gewesen, aber mit Polizeibegleitung wieder zurückgeschickt worden. Der vorgelegte Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung der ASP sieht vor, dass weiteres notwendiges Equipment angeschafft wird. Dazu gehören entsprechende Zäune und andere Ausrüstungsgegenstände.

Suchhunde sollen ASP aufspüren

Eine zweistellige Zahl von Hunden soll als sogenannte Kadaver-Suchhunde ausgebildet werden und ständig zur Verfügung stehen.

Zudem sollen weiter Prämien für den Abschuss von Wildschweinen gezahlt werden. Das Zehn-Punkte-Programm sieht zudem die Einrichtung von Krisenstäben im Ministerium, im Landesverwaltungsamt und auf Kreisebene vor. Außerdem sollen die Bürger gezielter informiert werden.

MDR,dpa/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 17. November 2021 | 05:00 Uhr

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