Corona-Pandemie "Lieber Spritze statt Sarg" – warum Ungeimpfte sich nun doch impfen lassen

Immer härtere Corona-Regeln, bessere Aufklärungsarbeit oder Verantwortungsgefühl für die Familie – lange ungeimpfte Menschen aus Mitteldeutschland erzählen, warum sie sich nun doch gegen das Coronavirus impfen lassen.

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Geimpft oder Ungeimpft – viele Menschen wollten mit MDR SACHSEN-ANHALT nur anonym über das Thema sprechen. Bildrechte: MDR/Max Schörm

Lotta bekommt von Ewa Jankowsky vom mobilen Team des Impfzentrums, ihre erste Corona-Schutzimpfung. 56 min
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Nachdem Bund und Länder sich auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt haben, gilt jetzt auch in Sachsen-Anhalt 2G. Wie gut funktioniert das? Außerdem sprechen wir über die drohende Schließung der Kinderklinik Gardelegen.

MDR SACHSEN-ANHALT Fr 03.12.2021 12:52Uhr 55:50 min

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Karsten – 41 Jahre alt, Staßfurt, Frührentner

"Ich war skeptisch wegen meiner Vorerkrankung – aber lieber Spritze statt Sarg! Ich bin Asthmatiker, herzkrank und Penicillin-Allergiker. Aber ich habe im Fernsehen einen Bericht über ein Klinikum gesehen, in dem krasse Bilder gezeigt wurden von Menschen mit einem schweren Verlauf. Ich will nicht dort liegen und vor mich hin vegetieren.

Deshalb habe ich jetzt zwei Impftermine. Was gar nicht so einfach war, die zu bekommen. Dazu bin ich jetzt bei einem Internisten, bei meiner Hausärztin habe ich über zwei Monate auf einen Termin gewartet und immer noch nichts von ihr gehört."

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"Ich war skeptisch wegen meiner Vorerkrankung – aber lieber Spritze statt Sarg!" Bildrechte: MDR/Max Schörm

Christiane* – 35 Jahre alt, Magdeburg, Friseurin

"Ich wollte mich lange nicht impfen lassen, weil ich dem Impfstoff skeptisch gegenüber stehe – vor allem, weil das alles so schnell ging. Ich bin keine Impfgegnerin, habe alle sonstigen Impfungen, aber davor, was nach der Impfung kommen kann, habe ich einfach große Angst.

Für mich ist das besonders schwer, weil ich unter Angststörungen und Panikattacken leide. Aber ich habe mich diese Woche nun doch zum ersten Mal impfen lassen. Nicht, weil ich keine Angst mehr hatte, ich habe schon bei der Anmeldung zur Impfung nur geweint. Sondern vielmehr, weil mir die Ausgrenzung in der Familie unfassbar wehgetan hat.

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"Ich finde es nicht in Ordnung, wie manche Geimpfte mit Ungeimpften umgehen." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Ich durfte nicht mit meiner Familie auf den Weihnachtsmarkt gehen, weil dort die 2G-Regel gilt. Ich hätte wahrscheinlich bei unserem traditionellen Weihnachtsessen im Restaurant nicht dabei sein können. Ich wäre von meiner Familie zwangsläufig abgenabelt gewesen. Um das zu verhindern, habe ich mich impfen lassen.

Ich muss aber sagen, dass ich es einfach nicht in Ordnung finde, wie manche Geimpfte mit Ungeimpften umgehen. Ich bin keine Querdenkerin. Mir ist bewusst, dass das Risiko, schwer zu erkranken, ohne Impfung höher ist. Aber ich hatte einfach Angst. Und ich weiß, dass viele Menschen mit psychischen Problemen gerade sehr unter dieser entstehenden Zwei-Klassen-Gesellschaft leiden."

Lea Neudek – 24 Jahre alt, Hohenwarsleben, Hebamme

"Ich war lange nicht zu einhundert Prozent überzeugt von der Impfung. Gerade bezüglich möglicher Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hatte ich Bedenken. Außerdem hatte ich einfach kein gutes Gefühl, weil das aus meiner Sicht alles so schnell ging mit dem Impfstoff. Und ich hatte auch nicht den ganz großen Druck, weil ich mit meinem zehn Monate alten Sohn in Elternzeit war und dadurch sowieso kaum Kontakte hatte.

Aber in letzter Zeit habe ich mich viel belesen und unter anderem gelesen, dass ja schon länger an mRNA-Impfstoffen geforscht wurde. Und ich habe ein wirklich sehr informatives Video des Robert Koch-Instituts gesehen, in dem es darum ging, dass eine Unfruchtbarkeit durch die Impfung zu 99 Prozent ausgeschlossen werden kann. Das hat mir die Angst genommen.

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"Ich finde, wir sollten alle wieder mehr zusammenstehen in der Pandemie." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Meine Mutter hat mir auch ins Gewissen geredet und gefragt: "Was wird denn aus dem Kleinen, wenn du schwer an Corona erkrankst?" Da hat sie Recht. Und natürlich will ich auch meine Familie schützen. Deshalb habe ich mich impfen lassen und diese Woche auch schon meine zweite Impfung bekommen.

Ich finde, wir sollten alle wieder mehr zusammenstehen in der Pandemie. Das ist verloren gegangen. Es gibt nur noch die eine oder andere Seite. Das sollte sich wieder ändern."

Petra* – 30 Jahre alt, Magdeburg, Polizistin

"Sport ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens – ich brauche ihn, um abzuschalten, als Ausgleich, aber auch, um fit zu sein für meinen Beruf als Polizistin. Jetzt kann ich aber gar nicht mehr ins Fitness-Studio, wenn ich nicht geimpft bin. Deshalb habe ich mich impfen lassen. Auch, weil ich glaube, dass die Impfpflicht sowieso früher oder später kommen wird.

Bis Oktober hatte ich nach einer Infektion sowieso noch Genesenen-Status. Mich hat die Erkrankung nicht schwer getroffen, es war wie eine Erkältung mit Husten und Schnupfen. Seitdem habe ich die Entscheidung, ob ich mich impfen lasse oder nicht, immer vor mir hergeschoben. Mittlerweile denke ich aber, es ist doch besser, auch für die Allgemeinheit.

Wenn ich so sehe, was in den Krankenhäusern abgeht, dann ist das erschreckend. Und es betrifft ja nicht nur Covid-Patienten, sondern auch andere kranke Menschen, für die auf den Intensivstationen vielleicht kein Platz mehr ist."

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"Wenn ich so sehe, was in den Krankenhäusern abgeht, dann ist das erschreckend." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Anke* – keine Angaben

"Ich habe mich impfen lassen, weil ich mich nicht vom gesellschaftlichen Leben ausschließen lassen wollte und beugte mich somit dem Druck der Politik.

Mit Freiwilligkeit hat das längst nichts mehr zu tun. Und wenn ich lese, dass weitere Sanktionen folgen sollen, die bis aufs Existenzminimum greifen, frage ich mich, was unsere Verfassung eigentlich noch wert ist. Nämlich nix.

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"Mit Freiwilligkeit hat das längst nichts mehr zu tun." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Dann sehe ich sehr viele ältere Menschen, die ihre Maske nur halbherzig oder gar nicht tragen. Wofür machen wir dann den ganzen Scheiß mit! Ich habe die Nase gestrichen voll von dem Corona-Kram."

Zainullah Alizada – 23 Jahre alt, Oschersleben, Kinderpfleger

"Am Anfang wurde in meinem Freundeskreis viel darüber gesprochen, dass die Impfung ja keine große Wirkung hat, dass alles viel zu schnell ging. Ich habe mich da ehrlich gesagt erstmal nicht mit beschäftigt. Im Sommer war Corona sowieso kaum präsent. Man hat einfach gehofft, dass sich genug Leute haben impfen lassen, um die Pandemie zu überstehen.

Aber wenn man das jetzt alles so sieht, macht man sich schon Gedanken. Deshalb will ich mich jetzt impfen lassen. Aber mein Hausarzt macht aktuell nur noch Booster-Impfungen, deshalb bin ich weiter auf der Suche nach einem Arzt, der mich impft und hoffe, bald fündig zu werden."

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"Im Sommer war Corona sowieso kaum präsent." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Pauline Kalder – 24 Jahre alt, Ballenstedt, Erzieherin in Ausbildung

"Ich war nie ein Gegner der Impfung, aber ich hatte Angst. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem langsam die Familienplanung ansteht. Deshalb hatte ich Bedenken, was eine mögliche Unfruchtbarkeit nach der Impfung angeht. Da hat man ja allerhand gehört.

Aber die aktuelle Lage bereitet mir große Sorgen. Ich will meine Familie schützen, da gibt es auch einige, die zur Risikogruppe gehören. Und ich habe mich belesen und vertraue den Wissenschaftlern und Ärzten jetzt einfach.

Außerdem habe ich auch in meinem Beruf eine gewisse Verantwortung den Kindern gegenüber. Das hat bei der Entscheidung, mich impfen zu lassen, auch eine Rolle gespielt."

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"Ich will meine Familie schützen." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Ramona Zander – 35 Jahre alt, Neuermark-Lübars, Buchhalterin

"Als es mit den Impfungen los ging, galt ich noch als genesen. Meine Corona-Erkrankung Ende Dezember 2020 war nicht schlimm. Im Sommer haben wir gesagt, wir lassen uns erstmal nicht impfen, weil wir drei Kinder haben und mit ihnen sowieso immer zum Test mussten, zum Beispiel, um in den Urlaub zu fahren. Dann haben mein Mann und ich uns eben mit testen lassen.

Im August wollten wir uns dann eigentlich mit Blick auf den Herbst impfen lassen. Aber dann kam die Debatte auf, ob es weniger Rechte für Ungeimpfte geben sollte. Das fand ich nicht okay. Das finde ich immer noch ethisch nicht vertretbar und unfair, dass diese Menschen ausgegrenzt werden. Deshalb habe ich die Impfung erstmal nicht gemacht.

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"Das finde ich ethisch nicht vertretbar, dass diese Menschen ausgegrenzt werden." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Vor zwei Wochen wurden zwei meiner drei Töchter und dann auch mein Mann positiv getestet. Alle ohne Symptome. Jetzt habe ich mich impfen lassen, weil ich sonst die Einzige im Haushalt gewesen wäre, die nicht geimpft oder genesen ist. Allerdings nicht aus Überzeugung, sondern aufgrund des gesellschaftlichen Drucks."

Torsten* – 29 Jahre alt, Leipzig, Fachinformatiker für Systemintegration

"Warum ich mich jetzt doch impfen lassen will? Es ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstanden. Die Lohnfortzahlung bei Quarantäne fällt für Ungeimpfte weg. Der Lockdown für Ungeimpfte wird kommen und der Ungeimpfte ist gefühlt an allem Schuld.

Ja, ich nehme die Impfung, damit ich Weihnachten zu meinen Großeltern und perspektivisch auswandern kann. Auch, wenn die Zahlenwerte der Impfstoffe meiner Meinung nach schlecht sind (relative sowie absolute Risikoreduktion), keine sterile Immunität eintritt und den Geimpften versprochen wurde, dass sie ihr altes Leben zurückbekommen, was ja offensichtlich gelogen war."

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"Es ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstanden." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Manuela* – keine Angaben

"Ich hatte Angst vor den Nebenwirkungen, aber da in der Familie ein Geimpfter an Corona gestorben ist, möchte ich als Alleinerziehende mit COPD und Asthma nicht schuld sein, jemanden anzustecken beziehungsweise angesteckt zu werden mit Symptomen, die mich vielleicht ins Krankenhaus befördern.

Ich habe mich dann impfen lassen. Unser Leben besteht zur Zeit daraus, Kontakte zu vermeiden, da in der Familie über 70-Jährige sind und ein Krebskranker. Jetzt ist in der Schule die erste, dritte und vierte Klasse dicht, weil die Hälfte jeder Klasse Corona hat und es nicht aufhört. Ich hoffe, der Wahnsinn hat bald ein Ende."

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"Ich hoffe, der Wahnsinn hat bald ein Ende." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Claudia* – 30 Jahre alt, Leipzig, arbeitet in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung

"Ich musste bereits zweimal in Quarantäne, obwohl ich selbst nie Corona gehabt habe. Jetzt gab es ja den Beschluss, dass Arbeitgeber den Lohn nicht fortzahlen müssen, wenn man ungeimpft in Quarantäne muss. Das Risiko ist mir einfach zu groß. Deshalb habe ich mich jetzt impfen lassen.

Auf meiner Arbeit waren mehrere Bewohner mit Corona infiziert, keiner hatte Symptome. Da habe ich mir lange gedacht, dass ich um die Impfung herum komme und auch so ein Glück habe. Ich vertrage die normale Grippeschutzimpfung schon immer nicht und hatte deshalb jetzt auch großen Respekt vor der Corona-Impfung.

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"Der Druck in meinem Umfeld wurde größer." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Ich habe auch beide Male stark reagiert, hatte Fieber, geschwollene Lymphknoten, Schmerzen im Arm. Der Druck in meinem Umfeld wurde aber größer. Und ich streite ja auch gar nicht ab, dass Corona zu schweren Verläufen führen kann. Aber ich hätte lieber noch auf den Totimpfstoff gewartet, der ja doch etwas besser erforscht sein soll."

Ampullen mit Impostoff 7 min
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Susann* – keine Angaben

"Wir waren skeptisch, weil die Entwicklung des Impfstoffes so schnell ging und es keine Langzeitstudien gibt. Mit zwei Kleinkindern unter drei Jahren macht man sich mehr Gedanken.

Ich habe mich 14 Tage vorm ersten Geburtstag des Kleinen impfen lassen, fünf Wochen später gab es die zweite Impfung. Biontech habe ich am meisten vertraut und auch gut vertragen.

Ich persönlich bin für 1G – getestet. Solange das Virus trotz Impfung und Genesung auch ohne Symptome übertragen werden kann, wird es verdammt schwer, es zu stoppen. Wer positiv getestet wird, sollte sofort in Quarantäne gehen."

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"Wir waren skeptisch, weil die Entwicklung des Impfstoffes so schnell ging." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Maria* – 29 Jahre alt, keine weiteren Angaben

"Warum ich mich nun doch bald impfen lasse trotz Bauchschmerzen? Gesellschaftlicher Druck, finanzielle Sorgen bei unbezahlter Quarantäne, Zahlung der täglichen Testung für die Arbeit, Druck vom Arbeitgeber und kein Zugang zur Physiotherapie oder dem Friseur.

Außerdem habe ich Angst, bei anderen Erkrankungen nicht behandelt zu werden. Die Gesellschaft wird dadurch gespalten in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Ich will nicht als Corona-Leugnerin oder Impfgegnerin abgestempelt werden.

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"Ich habe Angst, bei anderen Erkrankungen nicht behandelt zu werden." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Ich bin 29 Jahre alt, bin gesund und habe keine Vorerkrankungen. Bisher hatte ich kein Corona. Ich fahre nicht in den Urlaub. Ich schränke Kontakte ein. Ich gehe nicht auf Großveranstaltungen und ich trage Maske. Das tue ich gern, denn irgendwann soll das alles ein Ende haben.

Auch als ungeimpfte Person leiste ich meinen Beitrag und bin nicht verantwortlich für die Gesamtsituation. Ein Vorwurf, mit dem man aber anscheinend leben muss oder man lässt sich impfen. Ich bin inzwischen einfach für eine Impfpflicht und einen Lockdown, damit wir das Jahr 2022 wieder normal leben können."

Lotta bekommt von Ewa Jankowsky vom mobilen Team des Impfzentrums, ihre erste Corona-Schutzimpfung. 56 min
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Nachdem Bund und Länder sich auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt haben, gilt jetzt auch in Sachsen-Anhalt 2G. Wie gut funktioniert das? Außerdem sprechen wir über die drohende Schließung der Kinderklinik Gardelegen.

MDR SACHSEN-ANHALT Fr 03.12.2021 12:52Uhr 55:50 min

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Katrin* – 31 Jahre alt, Salzlandkreis, Hausfrau und Mutter

"Der Impfung stand ich anfangs eher skeptisch gegenüber, weil das aus meiner Sicht zu schnell über das Knie gebrochen wurde. Ich hatte Bedenken, dass eventuell Nebenwirkungen oder spätere Folgen für meine Kinder und mich schädlich sein könnten.

Ich habe als Kind meinen Vater durch einen Herzinfarkt verloren. Er ist vor meinen Augen gestorben und obwohl er schon lange wegen seinem Herz behandelt wurde mit Medikamenten und einem Ballon im Herzen, hat er seinen zweiten Infarkt nicht überlebt. Ich hatte Angst, dass meine Kinder trotz der modernen Medizin durch so etwas auch ohne Mutter sein müssen. Oder, dass ich sie verliere wegen etwas, das noch nicht genügend erforscht ist.

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"Der Schutz meiner Familie, meine Liebe zu ihr ging vor jeder Skepsis." Bildrechte: MDR/Max Schörm

Dann hat mich eine Corona-Infektion aber drei Wochen lang ausgeknockt – mit einer Menge unangenehmer Symptome wie Fieber, Übelkeit und starke Gliederschmerzen. Meine Kinder hat es nur leicht erwischt und auch die Dauer der Symptome war bei ihnen nicht so lang wie bei mir. Mein Mann war dagegen in all der Zeit nie positiv. Dabei hatten wir Angst, dass er sich ansteckt, weil er chronische Bronchitis hat. Er ist nie von meiner Seite gewichen, obwohl ich ihm gesagt habe, dass es gefährlich für ihn ist. Zum Glück ist nichts passiert.

Nach langem Hin und Her habe ich mich impfen lassen. Zum Schutz für meinen Mann und um selber nicht noch einmal oder vielleicht noch schlimmer zu erkranken. Durch die Beobachtungen im vergangenen Jahr war uns klar, dass die Zahlen im Herbst und Winter wohl wieder ansteigen würden. Deshalb ging der Schutz meiner Familie, meine Liebe zu ihr vor jeder Skepsis."

* Name von der Redaktion geändert. Der echte Name ist der Redaktion bekannt. Die Illustrationen entsprechen nicht dem Aussehen der Protagonisten.

Daniel George
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Über Daniel George Daniel George wurde 1992 in Magdeburg geboren. Nach dem Studium Journalistik und Medienmanagement zog es ihn erst nach Dessau und später nach Halle. Dort arbeitete er für die Mitteldeutsche Zeitung.

Vom Internet und den neuen Möglichkeiten darin ist er fasziniert. Deshalb zog es ihn im April 2017 zurück in seine Heimatstadt. Bei MDR SACHSEN-ANHALT arbeitet er seitdem als Sport-, Social-Media- und Politik-Redakteur, immer auf der Suche nach guten Geschichten, immer im Austausch mit unseren Nutzern.

Max Schörm
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Über Max Schörm Hallo! Ich bin Max Schörm und seit März 2017 im Online-Team des MDR SACHSEN-ANHALT. Dort produziere ich Erklärvideos, -grafiken und -texte. Aber ich treibe mich auch als Social-Media-Redakteur in den endlosen Tiefen der Kommentarspalten herum.

Ich bin gebürtiger Heidelberger, in Sandhausen aufgewachsen und habe nach meinem Masterstudium in Hamburg das Redaktionsvolontariat des MDR in Leipzig absolviert. Jetzt lebe ich in Sachsen-Anhalt und bin – ich kann es selbst kaum glauben – Wahl-Magdeburger.

MDR (Daniel George)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 04. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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