Maskenpflicht und Tests Corona-Regeln: Das gilt seit 3. April in Sachsen-Anhalt

Seit dem 3. April gibt es weitere Erleichterungen bei den Corona-Regeln für Sachsen-Anhalt. Die Maskenpflicht beim Einkaufen ist weggefallen. Testungen an Schulen und Kitas bleiben vorerst erhalten.

Eine FFP2-Maske liegt im Unterricht auf einem Tisch
Die Maskenpflicht ist in den meisten Bereichen seit dem 3. April in Sachsen-Anhalt weggefallen. Sie gilt nur noch im ÖPNV und im Gesundheitsbereich. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die meisten Corona-Regeln sind in Sachsen-Anhalt am 3. April weggefallen. Stattdessen gilt nur noch eine Reihe sogenannter Basisschutzmaßnahmen. Das hat die Landesregierung beschlossen.

Zum Basisschutz zählt etwa die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr und in Einrichtungen wie Arztpraxen, Krankenhäusern, Tageskliniken, Pflegeeinrichtungen und Obdachlosenunterkünften. Die Maskenpflicht gilt dort nur in geschlossenen Räumen. Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt für Patienten, Besucher und Fahrgäste. Die neue Corona-Verordnung soll bis zum 30. April gelten.

Einzelhandel: Maskenpflicht fällt weg

In Geschäften wird "empfohlen", weiterhin einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und auf Mindestabstände zu achten. Allerdings muss beim Einkaufen keine Maske mehr getragen werden. Das Land übernimmt damit die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes des Bundes. Inhaber können nun selbst über die Maskenpflicht in ihren Läden entscheiden und diese per Hausrecht von Kunden einfordern.

Die Apotheken in Sachsen-Anhalt bitten ihre Kundinnen und Kunden, weiterhin freiwillig Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Sport und Gastronomie ohne Vorgaben

Beim Sport gibt es keine Vorgaben. Das gilt sowohl für Sport- und Fitnessstudios als auch auf öffentlichen und privaten Sportanlagen. Vor allem bei Kontaktsportarten wird Teilnehmenden empfohlen, sich regelmäßig zu testen. Es gibt aber weder eine Testpflicht, noch eine Maskenpflicht. Das gilt auch für Hotel- und Restaurantbesuche.

Wo eine Testpflicht gilt

Für Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher gilt weiterhin eine Testpflicht in Krankenhäusern, bei ambulanten Pflegediensten, in Gemeinschaftsunterkünften von Asylbewerbern, in Behinderteneinrichtungen und in Gefängnissen.

Auch an Schulen und in Kindertageseinrichtungen muss weiterhin getestet werden. Für Schüler und Schülerinnen sowie Personal an Schulen ist bis zum 10. April an mindestens drei Tagen in der Woche eine Testung vorgeschrieben. In der Zeit vom 19. April 2022 bis zum 24. April 2022 genügen zwei Testungen pro Woche.

Hotspot-Regelung kann von Landkreisen beantragt werden

Schärfere Regeln können durch den Landtag beschlossen werden. Dazu müssten einer oder mehrere Landkreise oder kreisfreien Städte aufgrund einer konkreten Gefahr oder einer dynamisch ausbreitenden Infektionslage ein entsprechendes Ersuchen an die Landesregierung stellen.

Veranstalter und Ladeninhaber dürfen im Rahmen ihres Hausrechts weitere Schutzvorkehrungen wie zum Beispiel Masken- oder Testpflichten treffen.

Aktuelle Zahlen: 7-Tage-Inzidenz bleibt hoch

Trotz der Lockerungen bleiben die Zahlen der Corona-Infizierten in Sachsen-Anhalt hoch. Die 7-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Dienstag, dem 6. April, bei 1.239,0. Den höchsten Wert im Land meldete der Landkreis Harz mit 1.724,4. Auf ihn folgten der Altmarkkreis Salzwedel (1.642,3) und der Landkreis Mansfeld-Südharz (1.560,3). Den geringsten Wert gab das RKI erneut für die Stadt Dessau-Roßlau mit 138,6 an.

Experten gehen jedoch von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern. Oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

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MDR (Luise Kotulla,Hannes Leonard,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. April 2022 | 06:00 Uhr

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