Pandemie Sachsen-Anhalt bleibt bei aktuellen Regeln trotz steigender Corona-Zahlen

Die Corona-Verordnung des Landes wird kaum geändert, sagte Ministerpräsident Haseloff nach der Kabinettssitzung in Magdeburg: In der Gastronomie gilt die 2G-Regel, Maskenpflicht in der Schule, tägliche Tests nach den Winterferien. Große Probleme bereitet die Impfpflicht für Pflegeberufe. Da seien klare bundeseinheitliche Regeln nötig, sagt Gesundheitsministerin Grimm Benne.

Die Corona-Eindämmungsverordnung wird bis zum 23. Februar verlängert, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. In der Gastronomie gilt damit weiterhin die 2G-Regelung: Genesene und Geimpfte müssen danach keinen zusätzlichen Test vorweisen.

Gastwirte könnten jedoch freiwillig auf ein 2G+-Optionsmodell setzen, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Verlängerung der Verordnung will das Kabinett in den nächsten Tagen noch formal beschließen. Geprüft wird aktuell, ob Regelungen zur Notbetreuung eingefügt werden, die für den Fall vorsorgen, dass aufgrund von hohen Infektionszahlen viele Erzieher und Lehrkräfte ausfallen. Bestimmte Berufsgruppen sollen einen Anspruch auf Notbetreuung haben.

Maskenpflicht an Schulen bleibt auch nach den Winterferien

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm Benne (SPD)
Sozialministerin Grimm-Benne (SPD) kündigt mehr Tests an Schulen nach den Winterferien an. (Archivbild) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Außerdem bleibt die Maskenpflicht an den Schulen bestehen, auch in Grundschulen, wie die Gesundheitsministerin sagte. Bis in die Woche nach den Winterferien, die vom 14. bis zum 18. Februar dauern, sollen die Schülerinnen und Schüler täglich getestet werden. Für Studenten wird das Wintersemester 2021/22 nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet.

Angesichts der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen forderte Grimm-Benne klare bundeseinheitliche Regeln. "Ich denke, Ende nächster Woche werden wir genauer wissen, auf welcher Grundlage die Gesundheitsämter ihre Entscheidungen fällen sollen", sagte die Gesundheitsministerin.

Mittelstandsvereinigung lobt neue Landesregeln

Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der Unionsparteien, Detlef Gürth, begrüßt die aktuellen Regelungen zur Corona-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Die jetzige Landesregelung sei ein an die Gesamtlage angepasster Kompromiss, der zu begrüßen sei.

Gleichzeitig kritisiert Gürth eine unberechenbare, chaotische Corona-Politik der Bundesregierung. Niemand könne mehr planen. Das belaste Arbeitnehmer und Unternehmen erheblich, so Gürth.

MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 25. Januar 2022 | 15:00 Uhr

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