Jobs gefährdet Streit um Finanzierung von Schulsozialarbeit: Bildungsausschuss hofft auf weiteres Geld

In Sachsen-Anhalt ist ein Streit um die Finanzierung der Sozialarbeit an Schulen neu aufgeflammt. Das Bildungsministerium will die Kommunen finanziell in die Pflicht nehmen. Die haben aber möglicherweise gar kein Geld dafür. Kritik an den Plänen kommt von der SPD und den Linken.

Lehrer Joschka Dusil und eine Schülerin
Sozialarbeiter und -arbeiterinnen unterstützen Schüler und Schülerinnen in vielen Bereichen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Finanzierung von Schulsozialarbeiter-Stellen in Sachsen-Anhalt ist weiter unsicher. Nach dem Willen des Bildungsministeriums sollen ab diesem Jahr auch die Kommunen 20 Prozent des Geldes bereitstellen. 60 Prozent kommen von der Europäischen Union und 20 Prozent vom Land. Bislang hatte die EU 80 Prozent gezahlt und das Land den Rest. Wenn nun die Kommunen mit ins Boot geholt werden, sind nach deren Angaben wegen knapper Kassen langfristig Dutzende der insgesamt 380 Stellen gefährdet.

Der Bildungsausschuss des Landtages will den Finanzausschuss nun um zusätzliche Mittel bitten. Das beschloss der Bildungsausschuss am Donnerstag.

Kritik von SPD und Linken

Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Katja Pähle, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, sie halte es für keine kluge Idee, die Finanzierung zu 20 Prozent den Kommunen zu übertragen. Man bekomme Rückmeldungen, dass diese das Geld nicht aufbringen könnten. Die Kommunen finanzieren bereits eigene Schulsozialarbeiter.

Der bildungspolitische Sprecher der Linken, Thomas Lippmann, kritisierte, dass die Debatten sehr spät geführt würden. Es gebe sehr viel Unklarheit und die sei auch nach der Sitzung des Bildungsausschusses nicht wirklich gewichen.

Lippmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, auf den Tischen stapelten sich die Schreiben, die zeigten, wie wichtig die Schulsozialarbeit sei. Erst recht, wenn einerseits die Lehrkräfte wegbrechen und die Probleme der Kinder und Jugendlichen auf der anderen Seite nicht kleiner würden.

Probleme auch bei den Lehrern und Lehrerinnen

Ende März war bekannt geworden, dass das Land Sachsen-Anhalt viele offene Lehrerstellen nicht besetzt bekommt. Es fehlen schlicht die Bewerbungen auf die Stellen.

MDR (Stephan Schulz, Fabian Frenzel)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 31. März 2022 | 19:00 Uhr

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