Lieferengpässe Medikamenten-Knappheit in Sachsen-Anhalt – Bremst Corona die Globalisierung aus?

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Als die erste Corona-Welle nach Deutschland schwappte, fiel plötzlich auf, dass es in der Bundesrepublik keinen einzigen Hersteller für Schutzmasken gab. So also griffen die Deutschen selbst zu Stoff und Faden, um Masken in Heimarbeit zu fertigen. Versorgungsmängel zeigten sich aber auch bei Medikamenten und hier wird die Angelegenheit schwieriger, denn eine Kopfschmerztablette lässt sich nicht so einfach in der heimischen Küche herstellen. Die Globalisierung schafft also neue Abhängigkeiten. Und Wege hinaus haben ihren Preis.

Tabletten in einer Verpackung
Durch Corona mangelt es auch an Pharma-Produkten. Bildrechte: imago images/Fahroni

Sucht man nach einem akustischen Eindruck für die globalen Warenströme, dann reicht es, ein paar Minuten an der Autobahn 2 bei Magdeburg zu verbringen. Sofern der Verkehr flüssig rollt, belegen die LKW zwei der drei Fahrbahnspuren. Von Sand über Holz, Kraftstoffe, Dünger bis hin zu lebenden Tieren, Gefahrgut oder Nahrungsmittel wird hier alles transportiert, was sich auf einen LKW laden lässt. Auch so manche Palette mit Arzneimitteln von Salutas Pharma dürfte dabei sein.

Das Werk vor den Toren Magdeburgs liegt nicht zufällig direkt an der Autobahn, denn hier werden pro Jahr rund neun Milliarden Tabletten produziert, und zwar für einen Weltmarkt, so Betriebsrat Sebastian Gerth, "von Aserbaidschan bis Zypern", wie er feststellt. Dazu sind am Standort immerhin 1.300 Menschen beschäftigt.

Geschäftsführung hält sich bedeckt

Salutas ist inzwischen eine Tochtergesellschaft der Hexal AG und zählt damit zum Weltkonzern Novartis. Betriebsrat Sebastian Gerth und der Chef des Betriebsrats, Thomas Rettig, erleben die Auswirkungen eines globalisierten Pharmamarktes seit Jahren. Thomas Rettig: "Früher hieß es, Deutschland sei die Apotheke der Welt. Das ist vorbei und wir müssen uns im globalen Markt ganz anders aufstellen. Da konkurrieren wir natürlich mit Herstellern aus China oder Indien. Doch bei uns arbeitet niemand für einen Mindestlohn."

Tatsächlich zahlt Salutas Tariflohn, so dass Produktionsarbeiter hier mehr als 3.500 Euro verdienen, allerdings im Drei-Schicht-System. Dennoch kosten Präparate von Salutas weniger im Vergleich zu anderen Produkten des Novartis-Konzerns, denn Salutas stellt Generika her, also Medikamente, deren Patentschutz erloschen ist. Da die Forschungsskosten entfallen, können sie billiger hergestellt werden. Und hier wirkt nun der internationale Wettbewerb, denn jeder, der es schafft, die Arzneimittelzulassung zu bekommen, kann die Tabletten produzieren, ob in Magdeburg, in Mumbai oder in Manchester.

Arzneimittelzulassung aus Kostengründen ausgelagert

Zwei Männer im Porträt
Sebastian Gerth und Thomas Rettig (rechts) blicken gespannt richtung Slowenien und Indien. Bildrechte: MDR/Uli Wittstock

Dafür waren bei Salutas am Standort Magdeburg 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, um diese Zulassungsunterlagen zu erstellen. Doch inzwischen wurde diese Tätigkeit ausgelagert, was Betriebsratschef Rettig noch immer für eine falsche Entscheidung hält: "Fatal daran ist, dass der Konzern mitteilte, die Leute hätten einen Superjob gemacht. Aber man habe entschieden, aus Kostengründen das Ganze nach Indien oder Slowenien zu geben. Da ist es natürlich ein Schlag für die Leute hier, die sich jeden Tag einbringen und ihr Bestes geben."

Jetzt blickt man bei Salutas gespannt darauf, wie es den Mitarbeitern in Indien oder Slowenien gelingt, sich auf die Arbeitsweise deutscher Aufsichtsbehörden einzustellen, zumal die Anträge in deutscher Sprache eingereicht werden müssen. Ein Übersetzungsprogramm dürfte da wohl den Anforderungen nicht genügen. Allerdings ist Salutas sicherlich kein Globalisierungsopfer, sondern exportiert weltweit – auch in Länder, aus denen Deutschland selbst Tabletten bezieht. Die Container begegnen sich dann auf irgendeinem Frachtterminal oder auf der Autobahn.

Was auf den ersten Blick merkwürdig erscheint, bekommt auf den zweiten Blick jedoch einen Sinn, so Betriebsrat Sebastian Gerth: "Es gibt hier zum Beispiel Tabletten, die kommen aus der Türkei zu uns. Wir liefern aber auch Tabletten in die Türkei. Also da gibt’s einen weltweiten Austausch, der auch etwas mit Technologie zu tun hat. Wir können hier komplizierte Präparate herstellen, was anderswo eben nicht so einfach ist."

Rabattsysteme sollen Krankenkassen entlasten

Doch die Aufholjagd hat längst begonnen. Wenn es um große Ausschreibungen geht, zum Beispiel von Krankenkassen, dann sitzen inzwischen viele Anbieter am Tisch, sowohl aus Europa als auch aus Asien. Sachsen-Anhalts AOK zum Beispiel vertritt die Interessen von rund 800.000 Versicherten. Und wenn also Mittel gegen Husten oder Schnupfen für die AOK-Versicherten herausgehandelt werden sollen, dann geht es dabei natürlich um Mengenrabatte.

Man kennt das ja aus vielen Supermärkten: Kaufe drei, zahle zwei. Rabattsysteme seien ein wichtiger Teil der medizinischen Vorsorge, sagt AOK-Pressesprecherin Anna-Kristina Mahler: "Mit den Rabattsystemen schaffen wir nicht nur Versorgungssicherheit, sondern sie haben auch für die Versicherten eine große Bedeutung. Da wir große Mengen abnehmen, können wir Preisvorteile erzielen, die den Versicherten zu Gute kommen."

Eine Frau der AOK im Interview, darunter der Text: "Rabattverträge ermöglichen Preisvorteile für den Versicherten." 1 min
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Medikamente werden bei Herstellern oft in großen Mengen bestellt. Daraus ergeben sich Rabatte für die Käufer, zum Beispiel Krankenkassen. Die Sprecherin der AOK Sachsen-Anhalt erklärt, welche Vorteile das hat.

MDR SACHSEN-ANHALT Mo 29.11.2021 13:39Uhr 00:27 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-interview-krankenkasse-rabatte-nutzen-versicherte-100.html

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Kritik an Rabattsystemen

Vom Büro der AOK-Pressesprecherin bis zum Büro des Betriebsrats von Hexal sind es keine zehn Kilometer und dort sitzt Betriebsratschef Rettig und reagiert sichtlich erbost auf die Rabattsysteme in Deutschland: "Diese Mentalität 'Geiz ist geil', hat auch bei den Krankenkassen um sich gegriffen. Aber dann muss man sich natürlich nicht über Engpässe wundern. Wenn ich Mercedes fahren, aber nicht Mercedes bezahlen möchte, naja dann reichts halt nicht. Wir brauchen uns nicht wundern, dass Tabletten fehlen, weil Firmen hier in Deutschland ganz einfach auch schauen, dass sie rentabel arbeiten."

Und so kommt es, dass viele der wichtigen Grundstoffe weltweit nur noch von wenigen Anbietern in Indien oder China hergestellt werden. Wenn es dann Lieferprobleme gibt, kommt die Produktion ins Stocken, so wie vor drei Jahren, als ein Hurrikan in den USA eine Anlage der BASF für mehrere Monate lahmlegte. Der Preisdruck führe zu einer immer stärkeren Abhängigkeit von wenigen Anbietern der wichtigen Grundstoffe, so der Vorwurf der deutschen Pharmaindustrie.

Wer hat Schuld an Lieferenpässen?

Eine Frau im Porträt
AOK-Pressesprecherin Mahler sieht Produktionsprobleme als Grund für Lieferengpässe. Bildrechte: MDR/Uli Wittstock

Sachsen-Anhalts AOK-Sprecherin Anna-Kristina Mahler kennt diese Debatte. Aus Sicht der Kassen sei dies jedoch ein vorgeschobenes Argument. Denn Lieferengpässe hätten nichts mit dem Rabattsystem der Krankenkassen zu tun: "Das ist ein Märchen, das die Pharma-Verbände gerne mal erzählen. Aber es ist nicht so. Die Lieferengpässe haben andere Ursachen, zum Beispiel Produktionsprobleme vor Ort, durch intransparente Lieferketten oder weil die Wirkstoffe nicht ausreichend vorhanden sind."

Zudem verweist die Pressesprecherin auf eine bundesweite Analyse der AOK. Danach ist der Einfluss der deutschen Rabattverträge auf die unternehmerischen Entscheidungen der Pharmahersteller gering. Folgt man der Auflistung, dann hatte Deutschland im Jahr 2019 gerade mal vier Prozent Anteil am globalen patentfreien Markt. Davon würden sich profitorientierte Konzerne wohl kaum beeinflussen lassen.

Eine Frau der AOK im Interview, darunter der Text: "Rabattverträge sorgen nicht für Lieferengpässe." 1 min
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Exportierte Ungleichheit?

Hexal-Betriebsrat Sebastian Gerth hat Pharmazie studiert und für ihn geht es vor allem um Chancengleichheit im weltweiten Wettbewerb. Und das hat auch etwas mit seiner ostdeutschen Biographie zu tun: "Ich komme aus Leipzig. Also ich kenne noch die geschlossene Schaumdecke auf der Weißen Elster. Heute kann man in Leipzig wunderbar auf der Elster paddeln. Aber wir kennen auch Bilder aus Indien, wo es heute eine derartige Umweltverschmutzung im Umfeld großer chemischer Komplexe gibt. Es ist auch ethisch schwierig, hier die Preise zu drücken, auf Kosten der Gesundheit von Menschen in anderen Teilen der Welt." Das ist eine Debatte, die ja auch in anderen Branchen geführt wird, in der Ernährungsindustrie ebenso wie in Elektronikbranche oder im Bereich der Batterieproduktion.

#MDRklärt Wirtschaft: Es mangelt in Mitteldeutschland an ...

Es mangelt an ...
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Es mangelt an ...
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… Holz, durch ... … den Bauboom in Corona-Zeiten. Dadurch steigt die Nachfrage im In- und Ausland. Viele große Sägewerke exportieren derzeit massiv. Hauptabnehmer sind China und die USA. Dort wird mehr gezahlt als in Deutschland - sogar für minderwertiges Fichtenholz, heißt es auf tagesschau.de. Der Markt macht den Preis. Bis vor kurzem hat ein Festmeter Fichte etwa 30 Euro gekostet. Jetzt sind es fast 90 Euro.
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… Stahl, Aluminium, Kupfer, Kunststoff, wegen … … der Corona-Pandemie. Rohstofflieferant*innen haben die Produktionen nach unten anpassen müssen. Nun ist die weltweite Nachfrage unerwartet schnell angesprungen. Die Rohstoffe können nicht schnell genug produziert und geliefert werden, heißt es beim Deutscher Industrie- und Handelskammertag. Weitere Gründe sind fehlende Frachtkapazitäten, Handelskonflikte, und die Suez-Kanal-Blockade.
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… Mikro-Chips, aufgrund … … der Corona-Pandemie. Hier ist die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik stark gestiegen. Die Hersteller*innen haben daher viele Computerchips aufgekauft. Auch ein Handelskonflikt zwischen den USA und China, wo die meisten Chips produziert werden, hat viele Firmen veranlasst, Mikrochips auf Vorrat zu kaufen. Das hat den Markt durcheinandergebracht, heißt es auf mdr.de.
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… Fahrrädern, weil … … Menschen wegen der Ansteckungsgefahr mehr mit dem Rad fahren, statt mit dem öffentlichen Nahverkehr. Das Rad bietet die Möglichkeit, Sport zu treiben. So investieren mehr Menschen in E-Bikes. Auch hier kommen wegen der hohen Nachfrage Hersteller*innen mit der Produktion nicht hinterher. Das gilt auch für Ersatzteile, wenn es um Fahrradinspektionen geht.
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Ein weiterer Grund für den Rohstoffmangel: Grundbaustein für die globale Wirtschaft sind See-Container. Die sind derzeit Mangelware. Normalerweise kostet ein See-Container pro Tag rund 1.600 Dollar, zur Zeit liegen die Preise bei etwa 10.000 Dollar. Da überlegt sich so mancher Hersteller in Fernost, ob er die Ware lieber noch ein paar Tage lagern lässt, bis die Fracht günstiger wird. Dann staut sich eine Menge auf, heißt es auf mdr.de.
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… LKW-Fahrern, durch … … unattraktive Arbeitsverhältnisse und lange Fahrzeiten. Viele Rastplätze verlangen Parkplatzgebühren, für Dusche und Toilette fallen ebenfalls Kosten an. Mit 20 Euro pro Übernachtung muss der Trucker rechnen. Auch wollen weniger Menschen den Beruf Kraftfahr*in ausüben: Laut Bundesamt für Güterverkehr (BAG) fehlen je nach Schätzung 60.000 bis 80.000 Fahrer*innen. 30.000 scheiden jedes Jahr aus, nur 17.000 rücken nach.
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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE am 15. Oktober 2021 | 19:00 Uhr
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Grundstoffe aus der Kohleregion?

Auf dem Höhepunkt der Lieferkrisen wurde die Forderung laut, in Deutschland eine Produktion bestimmter Güter wieder selbst zu übernehmen. Doch wer sich nun die Mühe macht, die Hersteller von Corona-Tests oder Masken zu prüfen, dürfte kaum auf "made in Germany" stoßen.

Betriebsrat Sebastian Gerth sieht dennoch in der gegenwärtigen Situation eine Chance, gerade für Sachsen-Anhalt: "Überall dort, wo heute noch Braunkohlenindustrie ist, muss ja Neues entstehen. Die chemische Industrie ist schon vor Ort. Man könnte dort also wieder Grundstoffe für die Pharmazie herstellen, um sich von den Lieferketten unabhängig zu machen."  

Wer zahlt für die Versorgungssicherheit?

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Professor Horst Gischer glaubt nicht an Deutschland als Produktionsstandort für chemische Grundstoffe. Bildrechte: MDR/Uli Wittstock

Ein Idee, die auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, aber letztendlich wohl eine Idee bleiben wird. Das ist zumindest die Ansicht von Professor Horst Gischer. Er lehrt an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität Volkswirtschaft und forscht vor allem auf dem Gebiet der Globalisierung.

Dass nun aber Deutschland wieder zu einem Produktionsstandort für bestimmte chemische Grundstoffe werden könnte, hält er für unwahrscheinlich: "Unterm Strich lohnt sich die ganze Geschichte einfach nicht. Sie müssen die Produktionsanlagen wiederaufbauen. Die Produktion von Arzneimitteln ist eine vergleichsweise aufwendige Geschichte, nicht zuletzt wegen der Sterilität und der Sicherheitsbedingungen, die erfüllt sein müssen. Selbst wenn sie zehn, 20 oder 30 Cent mehr für eine Packung dieses Wirkstoffes in der Apotheke verlangen dürften, es ist lohnt sich schlicht und ergreifend nicht."

Politische Brisanz

Hinzu kommt, dass die Krankenkassenbeiträge politisch mindestens ebenso heikel sind wie das Thema Rente. Wer auf seine monatlichen Abgaben blickt, ist selten froh. Bei Debatten über mögliche Beitragserhöhungen haben außerdem die Arbeitgeber eine wichtige Stimme, da sie ja die Hälfte des Kassengrundbetrages übernehmen müssen.

Unter dem Stichwort Versorgungssicherheit einfach mal die Kassenbeiträge zu erhöhen, dürfte sich als politischer Rohrkrepierer erweisen. Und so hilft wohl nur das, was auch schon bei der Toilettenpapierkrise zur Anwendung kam, nämlich das Hamstern. Offiziell lautet die Forderung vornehmer: Ausbau der Lagerhaltung. Das zumindest ist die Idee der Berliner Ampelkoalition zur Vermeidung von Lieferengpässen.

Mehr zum Thema Mangelwirtschaft und Lieferengpässe

MDR (Uli Wittstock, Max Schörm)

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