"Harzmovienale" Filmfestival in Quedlinburg zeigt auch lokale Filme

Mann mit grauen haaren und roten Fleece-Pullover macht ein Selfie vor einem Fachwerkhaus mit MDR-Logo
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Venedig, Cannes, Berlin – und dazu noch über 150 weitere europäische Städte haben ihr eigenes Filmfestival – seit 2019 auch Quedlinburg. Damals begannen ein paar filmverrückte Quedlinburger ein Kurzfilmfestival für jedermann zu organisieren. An diesem Samstag findet es zum dritten Mal statt.

Weiter weg ist eine Leinwand mit Aufschrift Harzmovienale 2020 zu erkennen, im Vordergrund Köpfe.
Die Harzmovienale fand auch 2020 statt – und 2019. In diesem Jahr rechnen die Organisatoren mit etwa 200 Besucherinnen und Besuchern. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Klavierklänge, zappelnde Bilder, dazu Text: "Was passiert, wenn sich jemand die Angst der Menschen zu Nutze macht? Was passiert, wenn jemand einen Krieg inszeniert?" So beginnt der Kurzfilm "Das rote Auge". Er ist einer von 20 Filmen, die Samstagabend in Quedlinburg gezeigt werden.

Infos zum Festival Das Festival findet am Samstag, den 14. August, um 19 Uhr auf dem Parkplatz der Stadtwerke Quedlinburg in der Rathenaustraße statt.

Die Einsendungen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, freuen sich die Organisatoren vom Kulturverein Reichenstraße, der offiziell "DV Reichenstrasse e.V." heißt, Dachverein Reichenstraße.

Verein zeigt schöne Kurzfilme

Der betreibt ein Kulturzentrum, in dem sich auch das Kino Eisenstein befindet. Das Kino Eisenstein ist ein Begriff in der Region, ein Programmkino, das unter anderem auch Kurzfilme zeigt.

Der Vereinsvorsitzende Stefan Helmholz sagt, sie hätten immer die Filme der anderen Kurzfilmfestivals gezeigt, da sei dann der Gedanke gekommen "das können wir auch." Die Idee sei einfach, schöne Kurzfilme zu zeigen, erklärt er.

Beim ersten Mal wurde noch ein Thema vorgegeben. Damals ging es um den Begriff "Heimat". Inzwischen haben sich die Veranstalter davon verabschiedet, der Vielfalt wegen. Und so kann man zu nahezu jedem Thema etwas sehen – zu Liebe, Konflikten, auch Corona. In einigen der diesjährigen Wettbewerbsbeiträge wurde dieses Thema aufgegriffen.

Eine Frau mit kurzen schwarzen Haaren und Brille, ein Mann mit langen grauen Haaren und Bart und ein Mann mit weißen Haaren sitzen an einer Bierbank.
Cornelia Richter, der Vereinsvorsitzende Stefan Helmholz und Eike Helmholz (von links) organisieren alles. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Kurzfilme auch aus der Stadt Quedlinburg

Und: Auch einige Quedlinburger hätten sich beteiligt, freut sich Mitorganisatorin Cornelia Richter. Sie wird den Abend zusammen mit Eike Helmholz moderieren. Der hat eine sehr unterschiedliche Qualität der eingereichten Filme bemerkt.

Er findet es aber interessant, wenn ein vielleicht handwerklich schlechter Film eine starke inhaltliche Aussage habe oder umgekehrt, wie dann Publikum und Jury reagieren. 

Unterschiedliche Genres – alles ist erlaubt

Bei der "Harzmovienale" geht es um die Chance, sich künstlerisch und medial auszuprobieren. Ob Spiel-, Dokumentar-, Animations- oder Musikfilm, alles ist erlaubt und erwünscht. Wichtig sei, dass viele mitmachen, sagen die Organisatoren, die mit dem Festival eine Plattform für junge Filmschaffende bieten.

Ein Mann und eine Frau stehen auf einem betonierten leeren Platz.
Eike Helmholz (li.) und Cornelia Richter moderieren gemeinsam das Festival. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Sie würden inzwischen gut wahrgenommen werden, sagt Eike Helmholz, auch Profis senden Filme ein. Viele werden am Samstagabend vor Ort sein. Zur Teilnahme am Wettbewerb gehört auch die Bereitschaft, auf der Bühne Rede und Antwort zu stehen. Eike Helmholz: "Das wird auf jeden Fall interessant für die Zuschauer."

Die Preiskategorien Es gibt drei Preise der Jury von je 300 Euro und drei Preise des Publikums von je 100 Euro in folgenden Kategorien zu gewinnen:

1. Kategorie: Professionell
2. Kategorie: Amateur
3. Kategorie: Unter 22.

Eintritt frei

An Bierbänken sitzen auf einem Parkplatz zahlreiche Menschen vor einer kleinen Leinwand neben Essensbuden.
Auch für die Verpflegung ist gesorgt. Im vergangenen Jahr war das Festival gut besucht. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Im vergangenen Jahr kamen knapp 200 Zuschauer. Eine ähnliche Zahl erwarten die Veranstalter auch in diesem Jahr. Vereinsvorsitzender Stefan Helmholz: "Wir sind aber auch auf mehr vorbereitet." 19 Uhr geht's los, in Corona-Zeiten Open-Air.

Preise gibt es übrigens auch – von der Jury und von den Zuschauern, in den Kategorien Profi und Amateur, und ein Nachwuchspreis für unter 22-Jährige wird auch vergeben.

Der Eintritt ist Dank der Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt, der Bürgerstiftung Quedlinburg und der Partnerschaft für Demokratie Quedlinburg frei.

Mann mit grauen haaren und roten Fleece-Pullover macht ein Selfie vor einem Fachwerkhaus mit MDR-Logo
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Über den Autor Carsten Reuß wurde in Aschersleben geboren und ist in einem kleinen Ort in der Nähe, nur wenige Kilometer vom Harzrand entfernt aufgewachsen. Nach seinem abgeschlossenen Werkzeugmaschinenbaustudium entdeckte er die Liebe zum Journalismus. Nach ersten Erfahrungen bei einer Tageszeitung und einem Abstecher in ein Maschinenbauunternehmen arbeitet Carsten Reuß seit 1993 für den MDR. Seitdem berichtet er regelmäßig aus dem Harz. Den erkundet er außer zu Fuß auch gern auf dem Motorrad, mit dem Fahrrad oder auf Skiern.

MDR/Julia Heundorf

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https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-nachrichten-aktuell-neunter-august-100.html

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