Gefahr durch herunterfallende Äste Nationalpark Harz warnt vor Waldbesuchen bei Sturm

Wer in den nächsten Tagen im Harz in den Wald geht, begibt sich in große Gefahr, warnt Nationalpark-Sprecher Friedhart Knolle. Grund sind angekündigte Sturmböen, die vereinzelt schon am Dienstag auftreten können.

Der erste Sommersturm des Jahres tobt derzeit auf dem Brocken.
In den Harz-Wäldern rund um den Brocken werden ab Dienstag Sturmböen erwartet (Archivbild). Bildrechte: dpa

Waldbesuche im Harz können in den kommenden Tagen lebensgefährlich sein. Darauf verweist der Nationalpark Harz mit Blick auf angekündigte Sturmböen. Wie Nationalpark-Sprecher Friedhart Knolle erklärt, besteht durch das stürmische Wetter im Wald eine akute Gefahr für Leib und Leben, weil Äste herunterfallen oder sogar Bäume entwurzelt werden können.

Während des Sturmes und auch in den ersten Tagen danach sollte auf Waldbesuche unbedingt verzichtet werden.

Friedhart Knolle, Sprecher Nationalpark Harz

Bereits im Laufe des Dienstags sei in exponierten Lagen des Harzes mit stürmischen Böen oder Sturmböen zu rechnen. Am Mittwoch sind nach Angaben Knolles auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen bis orkanartige Böen wahrscheinlich, in der Nacht zum Donnerstag soll der Wind weiter zunehmen.

Erster Herbststurm trifft auf geschädigte Herbstwälder

Ein Waldstück mit abgestorbenen Fichten an den Hängen des Brockens.
Der Harzwald befindet sich in schlechtem Zustand – bei Sturm können Wanderungen lebensgefährlich werden. Bildrechte: dpa

Auch die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor dem Betreten ihrer Wälder im Harz: "Der erste Herbststurm trifft auf stark aufgelichtete und von Borkenkäferschäden ausgedünnte Waldbestände", erläutert Christian Schulz. Der Betriebsdezernent des Forstamtes Clausthal rechnet mit abnehmender Standfestigkeit freistehender Einzelbäume, die nicht mehr in einem geschlossenen Waldbestand stünden. "Vielerorts stehen die nach Insektenbefall abgestorbenen Bäume entlang der Wald- und Wanderwege. Sie können bei Wind in sich zusammenbrechen und Menschen gefährden."

MDR/Elisa Sowieja-Stoffregen, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. Oktober 2021 | 15:00 Uhr

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