Energiewende Jedes dritte Windrad im Land könnte schon bald stillstehen

Ein Drittel aller Windräder in Sachsen-Anhalt sind veraltet und könnten daher bald stillstehen. Zwar haben sie Bestandsschutz, modernisiert werden dürfen sie an ihren Standorten jedoch häufig nicht. Wie die Landesregierung Abhilfe schaffen will.

Windräder im Unstrut-Hainich-Kreis
Jedes dritte Windrad in Sachsen-Anhalt könnte bald still stehen. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

In Sachsen-Anhalt könnte schon bald jedes dritte Windrad stillstehen. Hintergrund sind fehlende Genehmigungen, da viele Anlagen jahrzehntealt sind und in Gebieten stehen, für die nach heutigen Regeln keine Erlaubnis mehr erteilt würde.

Zwar gilt für alte Windkraftanlagen Bestandsschutz. Die veralteten Anlagen dort dürfen aber nicht modernisiert oder leistungsfähiger gemacht werden.

Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) sucht nach eigener Aussage eine Lösung für dieses Problem. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Frage sei, warum bewährte Standorte aufgegeben werden sollten, um an anderer Stelle in mühsamen Verfahren etwas neues zu errichten.

Bestandsschutz für Energiewende mit Windkraft ausweiten

Ziel des Ministers ist es deshalb, den Bestandsschutz so auszuweiten, dass an bestehenden Standorten auch neue Windräder errichtet werden dürfen. Dazu müsse es einen rechtlichen Weg geben, so Willingmann. Neue Flächen für Windkraftanlagen zu finden, würde hingegen viele Jahre dauern.

Willingmann zufolge wäre mit der geänderten Regelung auch das Ziel des Bundes zu erreichen, zwei Prozent der Landesflächen für Windkraftanlagen auszuweisen. Denn zusammen mit den bereits für Windkraft genutzten Flächen halte Sachsen-Anhalt bereits jetzt knapp 1,8 Prozent seiner Fläche für Windkraftanlagen vor.

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MDR (Uli Wittstock, Daniel Salpius)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. Juni 2022 | 10:00 Uhr

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