Trümper blickt zurück auf Magdeburg 2021 "Es gibt ganz viele positive Effekte"

Pandemie, Impfen, Corona-Maßnahmen und trotzdem eine positive Stadtentwicklung vorantreiben: 2021 stellte auch Magdeburg vor große Herausforderungen. Die Stadt hat in der Krise oft gut reagiert, findet Lutz Trümper. Sie hatte ein funktionierendes Impfzentrum und eine Strategie zum Schutz der Alten- und Pflegeheime. Neben der Pandemie-Bekämpfung waren mal wieder die Baustellen Thema in der Stadt.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) spricht während des Richtfests auf der Baustelle der Hyparschale im Stadtpark Rotehorn.
Wirtschaftlich sei es für Magdeburg 2021 gut gelaufen, sagt Lutz Trümper. Bildrechte: dpa

Immerhin hat der Weihnachtsmarkt vor dem Fenster des Dienstzimmers im Rathaus für etwas Feststimmung gesorgt. Die stellte sich mit Blick auf die Ereignisse des Jahres bei Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sonst noch nicht ein. Bei seinem Rückblick schaut er zuerst einmal auf die Stadtentwicklung.

Trümper: "Magdeburg hat sich 2021 gut entwickelt"

"Es gibt ganz viele positive Effekte", ist sich Tümper sicher. Die Neueröffnung der Gruson-Gewächshäuser, die Freigabe der Straßenbahnstrecke in Buckau nach Westerhüsen und der Neubau von vier Schulen sind nur ein paar Beispiele dafür. Und die Baufortschritte sind sogar sichtbar: beim Brückenneubau über die Alte Elbe und bei der Sanierung der Hyparschale und der Stadthalle. Das sind alles wichtige Investitionen in die Zukunft der Stadt, ist Lutz Trümper überzeugt.

Im Stadtteil Rothensee und im Industriehafen haben sich neue Unternehmen angesiedelt. Hier steht hauptsächlich die Logistikbranche im Mittelpunkt. "Das Gelände ist komplett vermarket. Wir haben da keine freien Flächen mehr. Am Autobahndrehkreuz A2/A14 und mit der Elbe und Mittelland-Kanal sind die Bedingungen für Logistikunternehmen hier sehr gut."

Magdeburg hofft nun, auch einen großen internationalen Investor in die Landeshauptstadt holen zu können. Der Stadtrat hat trotz vieler Bedenken wegen einer erneuten Versiegelung von landwirtschaftlich genutztem Bördeboden am Ende den Weg für ein großes Industriegebiet im Südwesten der Stadt freigemacht. "Wenn es hier eine große Industrieansiedlung geben könnte, würde das die Stadt komplett verändern", glaubt Trümper.

Pandemiebekämpfung bleibt auch 2022 das beherrschende Thema

Corona hat aber auch 2021 alle Bereiche des Stadtlebens beeinflusst. Zu Beginn des Jahres wurde ein gut funktionierendes Impfzentrum in der Messehalle aufgebaut. Dieses war bis zum September arbeitsfähig. Im Dezember startete Magdeburg dann nochmal eine eigene Impfkampagne, bei der es rund 50.000 Termine und sogar den nötigen Impfstoff gab. "Zehntausend Termine sind davon leider nicht genutzt worden. Das hat mich ein Stück weit enttäuscht". Trotzdem macht die Stadt weiter: Am 3. Januar öffnet erneut der Impfpunkt im Allee-Center für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen. Ab der zweiten Januarwoche beginnt auch wieder der Impfbetrieb in der Sporthalle Sudenburg.

Die Stadt hatte von Beginn der Pandemie an den Schutz der älteren und damit mehr gefährdeten Personengruppen in den Mittelpunkt gestellt. Das galt für die ersten Impftermine, aber auch für den Schutz der Alten- und Pflegeheime. Hier gab es ein sehr strenges Testregime. Mit Erfolg: "Wir haben in ganz Mitteldeutschland die geringste Todeszahl auf die Einwohnerzahl bezogen. Das war eine richtige Strategie", meint der Oberbürgermeister. Auch wenn jedes Einzelne der bislang knapp 200 Todesopfer in der Stadt zu bedauern sei. Harte Kritik übt er an den Impfgegnern und fordert mehr Solidarität mit den Pflegekräften: "Wer sich ganz bewusst nicht impft, geht das Risiko ein, dass er erkrankt und dabei auch mit seinem Leben spielt. Leider merken die Leute das erst, wenn es zu spät ist", sagt das Stadtoberhaupt.

2022 bringt Herausforderungen und Baustellen

Natürlich wird in der Stadt auch im neuen Jahr gebaut. Die Großprojekte Eisenbahnunterführung am Hauptbahnhof (die Ende 2022 fertig werden soll) und Brückenbau gehen weiter. Als Ersatz für die Anna-Ebert-Brücke und die Zollbrücke wird hier für 120 Millionen Euro ein neuer Strombrückenzug gebaut. Ab 2023 soll der Verkehr rollen. Und dann wird die zweite Nord–Süd-Verbindung der Straßenbahn weiter vervollständigt. Hier sind dann auch Abschnitte der Stadtautobahn betroffen. Es wird erneut Probleme für den Autoverkehr geben.

Für Magdeburgs Oberbürgermeister beginnt im Januar das letzte halbe Jahr seiner Amtszeit. Im April 2022 wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt. Bis dahin will sich das Stadtoberhaupt aber noch ganz intensiv um die anstehenden Aufgaben kümmern.

MDR (Alisa Sonntag)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 28. Dezember 2021 | 08:30 Uhr

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