Abellio Zugausfälle und Verspätungen zwischen Halle und Kassel

Weil die Deutsche Bahn Schienen sperrt, fallen seit vergangener Woche zahlreiche Züge des Betreibers Abellio in Sachsen-Anhalt aus. Personalprobleme verschärfen die Situation. Ab Mittwoch ist nun die Strecke zwischen Halle und Kassel betroffen. Der Zugverkehr zwischen Halberstadt und Aschersleben rollt seit Dienstag wieder.

Regionalbahn von Abellio
Auf der Bahnstrecke zwischen Halberstadt und Aschersleben rollen seit Dienstag wieder Züge. Anderswo gibt es dagegen Sperrungen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Erneut ist eine Bahnstrecke des Betreibers Abellio wegen Überprüfungen der Betonschwellen durch die Deutsche Bahn kurzfristig gesperrt worden. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das ab Mittwoch Auswirkungen auf die Strecke zwischen Halle und Kassel. Bei Riestedt ist demnach ein Gleis in Richtung Sangerhausen gesperrt. Der Verkehr wird eingleisig an der Baustelle vorbeigeführt.

Hinzu komme, dass entlang der Bahnstrecke zwischen Halle und Kassel mehrere für den Zugverkehr wichtige Stellen durch die DB Netz AG zeitweise nicht besetzt seien, heißt es von Abellio. Mit Verspätungen und Zugausfällen ist bis Sonntag (07. August) zu rechnen.

Diese Züge sind betroffen Betroffen ist der RE 8, der RE 10 zwischen Erfurt und Magdeburg und auch die S7 zwischen Halle und Eisleben.

Die Bahnstrecke zwischen Aschersleben und Halberstadt ist dagegen seit Dienstag wieder frei. Ein Abellio-Sprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Austausch instabiler Betonschwellen sei auf diesem Abschnitt abgeschlossen. Der Zugverkehr zwischen Aschersleben und Halberstadt sei deshalb wieder aufgenommen worden.

Mehrere Strecken seit vergangener Woche gesperrt

Seit Anfang der vergangenen Woche sind mehrere Strecken im Harz und im Salzlandkreis gesperrt. Der Netzbetreiber DB Netz hatte insgesamt sechs Abschnitte gesperrt, dazu zählen unter anderem der Abschnitt Staßfurt – Güsten der Zugverbindung zwischen Magdeburg und Erfurt. Ebenfalls gesperrt ist die Strecke zwischen Köthen und Bernburg sowie zwischen Könnern und Bernburg.

Die Deutsche Bahn hatte kurzfristig damit begonnen, zahlreiche Betonschwellen auszutauschen. Diese könnten laut Bahn ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Grund für die Zugausfälle Die Deutsche Bahn führt nach eigenen Angaben aktuell ein umfangreiches Inspektions- und Austauschprogramm bei Betonschwellen durch.

Die Arbeiten würden vorsorglich erfolgen, da im Zusammenhang mit dem Unfall bei Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten auch Schwellen eines bestimmten Bautyps von den ermittelnden Behörden geprüft würden. Die Untersuchungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, doch man untersuche vorsorglich baugleiche Schwellen im Netz.

Rund 200.000 Schwellen sollen deutschlandweit überprüft werden. Sollte es Auffälligkeiten geben, würden die Schwellen ausgetauscht. Bis die Schwellen erneuert sind, fahren die Züge mit geringerer Geschwindigkeit. Laut Bahn können in Einzelfällen Streckenabschnitte auch gesperrt werden.

Reisende müssen während dieser Zeit – da, wo es angeboten werden kann – auf Busse umsteigen. Diese in ausreichender Zahl zu organisieren, ist laut Abellio allerdings schwierig, auch wegen Personalmangels. Das Ende der Einschränkungen erwartet Abellio für Mitte August.

Wie kompliziert die Organisation von Schienenersatzverkehr ist, hat MDR-Reporter Kevin Poweska am Bahnhof in Aschersleben vom Abellio-Pressesprecher erfahren – zu sehen in diesem Beitrag von MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE:

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MDR (Cornelia Winkler, Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. August 2022 | 06:00 Uhr

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