Photovoltaik Solaranlagen in Sachsen-Anhalt immer beliebter

In Sachsen-Anhalt nimmt die Nachfrage nach Solaranlagen spürbar zu. Die Entwicklung wird laut Landesenergieagentur vor allem von den privaten Verbrauchern getrieben. Kunden müssen sich allerdings auf lange Lieferzeiten einstellen.

Montage einer Solaranlage auf einem Hausdach
Photovoltaikanlagen werden derzeit auch in Sachsen-Anhalt vermehrt nachgefragt. Bildrechte: IMAGO / Rolf Poss

Die Nachfrage nach Solaranlagen hat in Sachsen-Anhalt nach Einschätzung der Landesenergieagentur in diesem Jahr zugenommen. "Wir verzeichnen eine deutliche Zunahme von Anfragen zum Thema Photovoltaik – vor allem von privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern. Aber auch Kommunen und die mittelständische Wirtschaft fragen verstärkt nach", teilte eine Sprecherin mit.

Vielfältige Gründe für Anstieg der Nachfragen

Das Interesse sei bedingt durch die steigenden Energiepreise, die Angst vor Versorgungsengpässen infolge des Ukraine-Kriegs, aber auch durch das steigende Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

Die Hersteller kommen mit der Produktion allerdings oft nicht hinterher. Hinzu kommen Lieferverzögerungen für einzelne Bauteile. Auch die Installateure und Handwerksbetriebe seien überdurchschnittlich stark ausgelastet, sagte die Sprecherin. Kunden müssten sich insgesamt auf lange Lieferzeiten einstellen.

Daten zu Solaranlagen in Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2021 lieferten laut Energieagentur auf Basis von Daten aus dem Marktstammdatenregister rund 42.800 Solaranlagen im Land Strom – mit einer Leistung von etwa 3,16 Gigawatt. Im vergangenen Jahr wurden 5.428 Solaranlagen neu in Betrieb genommen. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 705 Anlagen mehr.

Ein weiteres Problem für den Ausbau der Photovoltaikanlagen sei zudem die momentane Preisentwicklung. Durch die Materialverknappung und steigenden Rohstoffpreise sind auch die Preise für Solarmodule gestiegen.

Zahl der Anfragen bei Installateuren steigt

Das große Interesse bestätigen auch die Solar-Installateure im Land. Der Geschäftsführer der Röder Solar GmbH in Halle, Dirk Musold, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe aktuell 30 bis 40 Anfragen am Tag. Sonst seien es fünf bis sechs Anfragen gewesen.

Aluminium aus Russland, Magnesium aus China

Musold zufolge führt unter anderem der Ukraine-Krieg noch einmal zu einer massiven Preissteigerung. Problematisch sei, dass das Aluminium für die Untergestelle der Solaranlagen zu 80 bis 90 Prozent aus Russland komme. China beherrsche den Magnesium-Markt. Die Entwicklung gehe nur in eine Richtung: Es werde teurer, so Musold.

Mehr zum Thema: Photovoltaik und Solarenergie

dpa, MDR (Stefan Bringezu, Mario Köhne, Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. April 2022 | 10:00 Uhr

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