Überprüfung wird Pflicht Afrikanische Schweinepest: Landkreis Stendal weitet Untersuchungen aus

Jäger im Landkreis Stendal müssen ab sofort jedes tote Wildschwein auf die Afrikanische Schweinepest untersuchen lassen. So soll die Ausbreitung der Seuche eingedämmt werden, hat die Kreisverwaltung verfügt. Außerdem ruft Landrat Puhlmann die Jäger dazu auf, so viel Schwarzwild wie möglich zu erlegen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest müssen alle Jäger im Landkreis Stendal ab sofort jedes tote Wildschwein untersuchen lassen. Das hat die Kreisverwaltung verfügt. Außerdem ruft Landrat Patrick Puhlmann (SPD) die Jäger dazu auf, so viel Schwarzwild wie möglich zu erlegen.

Jedes Wildschwein muss untersucht werden

Puhlmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, je weniger Wildschweine es gebe, desto geringer sei das Risiko, dass die Afrikanische Schweinepest ASP sich ausbreiten könne. Er wolle vor allem so genannte Gesellschaftsjagden fördern, bei denen binnen kurzer Zeit viel Wild erlegt werde. Jedes Wildschwein – egal ob tot aufgefunden oder eigenhändig erschossen – muss den Angaben nach zudem ab jetzt befundet, also vom Veterinäramt auf ASP-Erreger untersucht werden.

Meldepflicht im Altmarkkreis Salzwedel

Im benachbarten Altmarkkreis Salzwedel müssen Jäger bislang tot aufgefundene Wildschweine lediglich melden. Kreissprecherin Birgit Eurich kündigte im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT allerdings an, dass im Laufe der Woche eine Allgemeinverfügung erlassen werde, die ebenfalls vorsehe, jedes tote Tier untersuchen zu lassen.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Wildschweine tödlich und für Hausschweine hoch ansteckend. Die Schweinehalter in der Altmark sind in Alarmbereitschaft. In der vergangenen Woche war ein infizierter Frischling in Mecklenburg-Vorpommern gefunden worden; die Schutz-Pufferzone reicht bis an die Altmark heran. Menschen sind durch die Krankheit nicht gefährdet.

MDR (Katharina Häckl, Oliver Leiste)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 29. November 2021 | 13:00 Uhr

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