Klimastreik in Stendal Fridays for Future: Klage gegen Umweltaktivistin abgewiesen

Nach einer Aktion von Fridays for Future bleibt die Stadt Stendal auf den Reinigungskosten von knapp 9.000 Euro sitzen. Aktivisten hatten den Marktplatz im März 2021 mit Sprühkreide beschmiert. Das Gericht urteilte zugunsten der angeklagten Studentin.

Menschen stehen auf einem Marktplatz in Stendal. Der Platz ist mit Kreidemalerei ausgefüllt.
Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Nach einem Beschluss des Landgerichts Stendal müssen Aktivisten von Fridays for Future nicht für die Reinigung des Stendaler Marktplatzes aufkommen. Die Stadt Stendal wollte von der Anmelderin einer Demonstration etwa 8.800 Euro haben.

Die beklagte 25-jährige Stendaler Studentin zeigte sich erleichtert über das Gerichtsurteil. "Ich habe mit dem Urteil gerechnet, ich habe das ganze Handeln der Stadt nicht nachvollziehen können", sagte sie MDR SACHSEN-ANHALT. Die Frau hatte im vergangenen März eine Versammlung für Umwelt- und Klimaschutz auf dem Marktplatz angemeldet. Es war dort Sprühkreide verwendet worden, die später nur schwer zu entfernen war. Die Stadt beauftragte eine Spezialfirma und wollte die Kosten der Studentin in Rechnung stellen.

Stendal bleibt auf Reinigungskosten von rund 9.000 Euro sitzen

Richterin Annette Surburg-Kaiser hatte schon in der Hauptverhandlung im Februar geäußert, dass die Stadt ein "Beweisproblem" habe. Die Studentin hatte ausgesagt, dass sie selbst gar keine Farbe aufgetragen habe. Außerdem sei es möglich, dass einzelne Demo-Teilnehmer eigene Farbe mitgebracht hätten. Jetzt bleibt die Stadt Stendal auf den Kosten sitzen.

Die Studentin kündigte bereits eine weitere Veranstaltung an. Mit Farbe werde diesmal aber nicht hantiert.

MDR (Bernd-Volker Brahms, Anne Gehn-Zeller)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | | 17. März 2022 | 15:30 Uhr

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