Corona-Pandemie Doppelt so viele Schulkinder in Quarantäne wie vor einer Woche

Vor zweieinhalb Wochen hat die Schule in Sachsen-Anhalt wieder begonnen. Aktuell sind mehr als 1.000 Schulkinder in Quarantäne. Das sind doppelt so viele wie noch vor einer Woche. 260 Schulkinder sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert, vor einer Woche waren es 104.

Schüler und Lehrer während des Präsenzunterrichts an einer Schule
Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt sind aktuell in Quarantäne. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das neue Schuljahr in Sachsen-Anhalt ist etwa zweieinhalb Wochen alt. Die Bilanz zu Corona-Infektionen nach dieser Zeit: Zum Stichtag am vergangenen Donnerstag befanden sich landesweit 1.035 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. 260 seien aktuell mit dem Coronavirus infiziert, wie das Bildungsministerium am Montag in Magdeburg mitteilte.

Bezogen auf die Anzahl aller Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt seien damit lediglich 0,57 Prozent der gemeldeten Schülerinnen und Schüler im Land in Quarantäne. 0,14 Prozent der gesamten Schülerschaft seien Corona-positiv gewesen. Zudem seien vier Lehrkräfte infiziert gewesen (0,03 Prozent aller Lehrkräfte) und zwölf in Quarantäne (0,09 Prozent). Die Fälle verteilen sich den Angaben zufolge auf vier Prozent von insgesamt 656 Schulen.

Verdopplung innerhalb einer Woche

In der Vorwoche waren 468 Schulkinder in Quarantäne und 104 infiziert. Innerhalb einer Woche verdoppelten sich die Zahlen also. An den Schulen gilt eine Corona-Testpflicht. In den ersten beiden vollen Schulwochen nach den Sommerferien mussten die Schülerinnen und Schüler sich jeweils drei Mal pro Woche selbst testen. Seit Beginn dieser Woche sind zwei Tests pro Woche vorgeschrieben.

Wie viele Schülerinnen und Schüler sich dem Testen verweigern, wird laut Ministerium nicht erfasst. "Nach bisherigen Rückmeldungen handelt es sich um Einzelfälle", sagte eine Sprecherin. "Die Schule ist gehalten, der Testpflicht- und damit Schulverweigerung in erster Linie mit pädagogischen und erzieherischen Mitteln vermittelnd zu begegnen." Im Vordergrund stehe der Kontakt zu den Schulkindern und deren Erziehungsberechtigten.

Sachsen-Anhalt

Eine Grafik mit "Coronavirus in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Entwicklungen, Hintergründe, Ansprechpartner".
Bildrechte: MDR/imago images/Hollandse Hoogte

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Trümper ruft zum Impfen auf

Sachsen-Anhalt zählt im Deutschlandvergleich weiter zu den Bundesländern mit dem geringsten nachgewiesenen Infektionsgeschehen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden am Montag 24 Neuinfektionen gemeldet, die 7-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 36,4. Bundesweit lag der Wert bei 71,0. Unterdessen sind 62,6 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt einmal gegen Corona geimpft, 59,9 Prozent haben bereits die Zweitimpfung erhalten und damit den vollständigen Impfschutz.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) rief am Montag dazu auf, die Impfquote auf mindestens 80 Prozent zu steigern. "Die Wirtschaft und Kultur, der Sport- und Bildungsbereich dürfen nicht wieder in einen Lockdown gehen, wie wir ihn schon zweimal erleben mussten. Das steht die Gesellschaft nicht durch", mahnte Trümper. In den kommenden Wochen entscheide sich, ob es einen weiteren Corona-Winter gebe oder nicht.

MDR/Fabienne von der Eltz, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 20. September 2021 | 19:00 Uhr

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