Mahnwachen und Spenden Ukraine-Krieg: Friedensdemos und Gedenken in Sachsen-Anhalt

In Halle hat es am Donnerstagabend eine Friedensdemo gegeben. Für Freitag und das Wochenende sind weitere Kundgebungen, Friedensgebete sowie Mahnwachen angekündigt. Die Kirchen rufen zu Spenden für die Menschen in der Ukraine auf.

Versammlung auf dem Marktplatz in Halle mit Panorama der Kirchtürme
In Halle haben Menschen für Frieden in der Ukraine demonstriert. Bildrechte: MDR/Karoline Makosch

In Halle haben am Donnerstagabend nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen friedlich auf dem Marktplatz gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. In Anhalt und Wittenberg soll es am Freitagabend mehrere Friedensgebete und Mahnwachen geben.

An der Dessauer Friedensglocke sollen Freitagabend Kerzen und Lichter als Zeichen der Hoffnung angezündet werden. Laut evangelischer Landeskirche Anhalt sollen sie zugleich ein Appell an die Regierung Russlands sein, die Angriffe auf die Ukraine einzustellen. Viele Kirchen in der Region öffnen für Gebete und Gespräche, darunter St. Jakob in Köthen am Freitag und am Sonntag jeweils 19 Uhr. Am Freitag, jeweils 17 Uhr laden die Kirchen in Ragösen, Thießen und Hundeluft zum Friedensgebet.

Mahnung, Musik und Kundgebungen in Magdeburg

Im Magdeburger Dom findet am Freitagabend um 18 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet statt. Der Verein Forum Gestaltung organisiert in Magdeburg am Freitag um 16 Uhr eine musikalische Mahnung. Musikerinnen und Musiker des Ensembles Hanse Pfeyfferey spielen Musik vom Johanniskirchturm in Magdeburg.

Für das Wochenende ruft die Deutsch-Ukrainische Vereinigung Sachsen-Anhalt zu Kundgebungen, jeweils am Samstag und Sonntag um 15 Uhr, unter dem Motto "Stoppt den Krieg – Solidarität mit der Ukraine" auf dem Alten Markt in Magdeburg auf.

Migrantenorganisationen: Sichere Fluchtrouten schaffen

Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) erklärte, viele seiner Mitglieder sorgten sich um die Sicherheit der Menschen in der Ukraine und versuchten mit Angehörigen und Freunden in dem Land in Kontakt zu treten.

Lamsa-Geschäftsführer Mamad Mohamad teilte mit: "Wir können nur hoffen, dass Schlimmeres verhindert werden kann und appellieren an alle politisch Verantwortlichen, alle Schritte zur Deeskalation einzuleiten." Lamsa forderte weiter, dass sichere Fluchtrouten aus der Ukraine geschaffen werden.

Kirchen rufen zu Spenden für die Menschen in der Ukraine auf

Die evangelische Kirche ruft dazu auf, für die Ukraine zu spenden. Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, bittet darum, die Bemühungen der Diakonie Katastrophenhilfe mit Spenden zu unterstützen. "Wir sehen schlimme Bilder von zivilen Opfern, zerstörten Häusern und Menschen auf der Flucht", sagt Oberkirchenrat Christoph Stolte. "Die Diakonie Katastrophenhilfe wird den Menschen in den betroffenen Regionen mit lokalen Partnerorganisationen schnell und mit aller Kraft beistehen. Wir rufen zu Spenden für diese Hilfe auf."

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise

Auch die katholische Kirche in Sachsen-Anhalt bittet um Spenden für die Ukraine. Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige sagt: "Nach der friedlichen Revolution in der DDR waren wir als Ostdeutsche den Menschen im Osten Europas, denen es nicht so gut ging wie uns, besonders verbunden. Umso dringender ist jetzt unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine gefordert, die unter dem Konflikt leiden und deren Leben in Gefahr ist."

Spendenkonto: Bischöfliches Ordinariat Magdeburg
Partnerschaftsaktion Ost – Hilfe für die Ukraine
Bank für Kirche und Caritas
IBAN: DE94472603070020350203
BIC: GENODEM1BKC

Einen Überblick zu weiteren Spendenmöglichkeiten finden Sie hier.

Mehr zum Thema: Ukraine-Krieg

MDR (Grit Lichtblau,Cornelia Müller,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 24. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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