Feuer vermeiden Waldbrandgefahr im Harz steigt: Diese Regeln sollten Nationalpark-Besucher beachten

Die Nationalparkverwaltung hat Spaziergänger im Harz zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Bereits jetzt sei Waldbrandstufe 2 erreicht worden, Tendenz steigend. Waldbesucher sollten daher noch stärker auf richtiges Verhalten achten.

Die aktuelle Hochdruckwetterlage beschert uns Frühlingswetter mit viel Sonne. Doch gerade jetzt ist die Waldbrandgefahr im Harz besonders hoch – auch weil in den kommenden Tagen bis Anfang April nicht mit Niederschlägen zu rechnen ist. Insbesondere die trockene Vegetation des Vorjahres ist im Frühjahr leicht entzündlich.

Seit vergangenen Freitag (18. März), gelte bereits für den Landkreis Harz Waldbrandgefahrenstufe 2, Tendenz rasch steigend. Fakt ist: Waldbrände sind in unseren Mittelgebirgen fast nie auf natürliche Ursachen zurückzuführen.

Die Nationalparkverwaltung bittet deshalb alle Besucherinnen und Besucher unbedingt folgende Regeln zu beachten:

  • Rauchen, Grillen und offenes Feuer sind im Nationalparkgebiet verboten.
  • Müll muss mit nach Hause genommen werden.
  • Das Parken von Autos über trockenem Gras ist zu vermeiden, da von den heißen Katalysatoren Brandgefahr ausgeht.
  • Halten Sie alle Zufahrtswege zu den Wäldern ständig für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge frei.
  • Wenn ein Waldbrand oder unklare Rauchentwicklung entdeckt wird, bitte umgehend die 112 anrufen.  Eine Orientierung dazu können die Notfallrettungspunkte der Forstverwaltungen und GPS-Koordinaten auf dem Handy sein.

Nach Erfahrungen der Nationalparkverwaltung halten sich nicht alle Gäste an diese Regeln. Daher sei es wichtig, dass alle Besucher mithelfen, Fehlverhalten zu beobachten und auch zu korrigieren, heißt es in einer Mitteilung. Mitwanderer, die sich möglicherweise unwissentlich falsch verhalten, sollten gezielt angesprochen werden. Dies könne vielleicht sogar Menschenleben retten.

Aber nicht nur für Menschen sind Walbrände gefährlich. Die Folgen von Waldbränden seien für die Tier- und Pflanzenwelt verheerend: Es würden viele, vor allem kleine Lebewesen wie Insekten getötet, aber auch Nester von Bodenbrütern und Lebensräume langfristig zerstört, teilt die Nationalparkverwaltung mit.

MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10. März 2022 | 19:00 Uhr

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