Geldregen Sachsen bewilligt Millionen für vier Orte in der Oberlausitz

Kleine kommunale Büros haben es schwerer, sich durch den Antragsdschungel für Fördergelder zu arbeiten, als personell großzügig ausgestattete Verwaltungen. Im Oberland haben sich jetzt vier Orte zusammengetan. Mit Erfolg.

Stapel Geld
Vier Orte im Oberland bekommen einen warmen Fördergeldregen. Bildrechte: Colourbox

Die Kommunen Wilthen, Sohland, Neukirch und Schirgiswalde-Kirschau in der Oberlausitz sind vom Freistaat ins Städtebauförderprogramm aufgenommen worden. Sie können bis 2025 gut 4,4 Millionen Euro an Fördergeldern abrufen. "Die Summe ist gewaltig und wird uns im Oberland weiter voranbringen", freut sich Wilthens Bürgermeister Michael Herfort (CDU). Seine Kommune hatte federführend die Gelder beantragt.

Trauerhalle in Wilthen wird saniert

Mit der Unterstützung wollen die Kommunen die soziale Infrastruktur sowie Angebote für Gesundheit, Sport und Kultur verbessern. Auch soll die lokale Wirtschaft gestärkt werden. In Wilthen soll als erstes die Trauerhalle modernisiert werden, wie der Bürgermeister ankündigt. Es handle sich um ein überschaubares Budget von 150.000 bis 200.000 Euro, das hier in die Hand genommen wird.

Die Kommune sei für ihre Menschen von der Wiege bis zur Bahre zuständig. Meist konzentriere man sich auf die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. "Das Thema Verabschiedung ist ein bisschen vernachlässigt worden", sagt Herfort. So stamme die Grundsubstanz der sanierungsbedürftigen Trauerhalle noch aus den 1960er-Jahren. Mit den Bauarbeiten will die Stadt im nächsten Jahr beginnen.

Geld für Kitas, Schulen, Feuerwehr und Freizeitgestaltung

Wilthen möchte unter anderem eine Kita sanieren, den Brandschutz im Haus "Bergland" ertüchtigen, das Heimatmuseum sowie Sportflächen und Stadtbad modernisieren. Sohland hat die Sanierung der Freibäder Taubenheim und Wehrsdorf sowie seines Sportlerheims und Rathauses auf dem Schirm. Auch sollen Freiflächen an Schule, Kita und dem Aussichtsturm Kälberstein verschönert werden.

Neukirch benötigt die Fördermittel für die Rathaus-, Kita- und Schulsanierung. Des Weiteren braucht die Feuerwehr eine neue Fahrzeughalle. Schirgiswalde-Kirschau will eine Grundschule modernisieren, öffentliche Parkplätze bauen, die Körse-Halle und die Turnhalle in Crostau sanieren.

Weitere Fördermittel in Aussicht

Von 2026 bis 2030 stehe ein weiterer Förderrahmen in Höhe von zehn Millionen Euro zur Verfügung, sagt Herfort. Beim bekannten Fördersatz von zwei Dritteln ergäbe das nochmal gut 6,7 Millionen Euro für Wilthen, Sohland, Neukirch und Schirgiswalde-Kirschau, wie er durchrechnet. Die Städtebauförderung soll Städten und Gemeinden im Freistaat gleichwertige Lebensverhältnisse sichern, heißt es aus der Landesregierung.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 15. Oktober 2021 | 13:30 Uhr

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