Winterquartier Görlitzer Storch Bert landet nach fast 7.000 Flugkilometern im Sudan

Störche, Mauersegler und Schwalben haben auf den ersten Blick nicht viel gemein, außer das sie alle Vögel sind. Doch die kalten, deutschen Wintermonate verbringen alle von ihnen gerne warm. Deshalb fliegen diese sogenannten Langstreckenzieher jedes Jahr mehrere Tausend Kilometer, um in Afrika südlich der Sahara zu überwintern. So auch die Störche "Bert" und "Hans", die in diesem Jahr im Tierpark Görlitz-Zgorzelec zur Welt gekommen sind.

Storch Bert und Hans Winterquartier
Um zu überprüfen, ob es die beiden Störche lebend in ihr Winterquartier schaffen, sind sie vor ihrerer Auswilderung mit einem GPS-Sender auf dem Rücken ausgestattet worden. Bildrechte: zoo-goerlitz.de

Der vom Tierpark Görlitz-Zgorzelec ausgewilderte Storch namens Bert hat sein 6.940 Kilometer entferntes Winterquartier im Sudan erreicht. Wie der Tierpark mitteilte, ist das Tier dafür über die Ukraine , am Schwarzen Meer entlang, über Istanbul, Syrien, den Libanon, Israel und Ägypten geflogen. Ob es auch Berts Artgenosse Hans bis zu seinem Winterquartier geschafft hat, bleibe jedoch ein Geheimnis. Denn dessen GPS-Sender, mit dem beide Tiere ausgestattet waren, schickte zum letzten Mal einen Standort aus Polen. Später wurde das Gerät mit abgeschnittenen Bändern gefunden. Es sei deshalb davon auszugehen, dass Menschen eingegriffen haben, so der Tierpark.

Kontrolle der Auswilderung

Laut Tierpark erblickten Bert und Hans dieses Jahr das Licht der Welt. Sobald sie bereit waren ausgewildert zu werden, seien sie mit einem GPS-Sender ausgerüstet worden. Diese tragen die Störche wie einen kleinen Rucksack. Mit Hilfe eines Mini-Solarmoduls wird der Sender mit Strom versorgt und eine SIM-Karte im Gerät ermöglicht die Übertragung der Aufenthaltsorte mittels Koordinaten. So soll nach Angaben des Tierparks der Erfolg der Auswilderung und der Reise in ihr Winterquartier kontrolliert werden.

Reise endet oft tödlich

Nach Angaben von Viktoria Michel, Artenschutzbeauftragte des Tierparks, erreicht ein Großteil der Störche ihr Winterquartier nicht lebend. Auf ihrer Reise lauerten viele Gefahren wie große Wüstengebiete, Stromleitungen, giftige Düngemittel und die Jagd durch Menschen und Beutegreifer.

Wir freuen uns, dass "Bert" die beschwerliche Reise bisher so erfolgreich gemeistert hat und hoffen, dass auch die anderen zehn Störche, die 2021 vom Tierpark Görlitz ausgewildert wurden, ihr Winterquartier erreichen konnten.

Viktoria Michel Artenschutzbeauftragte des Tierparks Görlitz-Zgorzelec

Quelle: MDR(kh)/dpa

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