Illegale Schleusung Mutmaßlicher Schleuser von der A4 weiterhin auf der Flucht

Nach dem Fund eines toten Geflüchteten in einem Transporter nahe der deutsch-polnischen Grenze in Schöpstal arbeiten die Behörden mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls. Nach dem mutmaßlichen Schleuser wird auch in Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden gefahndet.

Mehrere Menschen in dicken Jacken stehen auf einem Feld. Daneben Polizeiautos.
Am Freitag waren 22 Migrantinnen und Migranten von Beamten aufgegriffen worden. In dem dazugehörigen Transporter fand die Polizei einen leblosen Mann. Bildrechte: Telenewsnetwork

Nach dem Fund eines toten Geflüchteten in einem Transporter nahe der A4 bei Görlitz sind die Behörden weiterhin auf der Suche nach dem mutmaßlichen Schleuser. Bei der bisher erfolglosen Suche sind ebenfalls Behörden aus Polen beteiligt, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Pirna am Samstag mitteilte, die den Fall übernommen hat.

Unklar ist weiterhin, wann und unter welchen Umständen der 32-Jährige aus dem Irak starb. "Das Ergebnis der Obduktion liegt noch nicht vor", so die Sprecherin.

Alle Geflüchteten stammen aus dem Irak

Am frühen Freitagmorgen hatten Beamte von Polizei und Bundespolizei nach einem Zeugenhinweis 22 Männer und Frauen aus dem Irak nahe der A4 in der Nähe von Görlitz aufgegriffen. Zunächst war von rund 30 Personen die Rede. Sie waren gerade aus einem Transporter mit polnischen Kennzeichen gestiegen, als die Beamten eintrafen. Darin lag ein lebloser Mann, ein Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun.

Mutmaßlicher Komplize festgenommen

Die Überlebenden sind nach wie vor in Obhut der Behörde. "Die Vernehmungen und Befragungen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft dauern an." Die beiden Fahrzeuge seien beschlagnahmt worden, die Spurensicherung am Fundort abgeschlossen - wie die Suche mit Hubschrauber und Fährtenhund in der Umgebung.

Der mutmaßliche Schleuser konnte vor dem Eintreffen der Polizei entkommen. Bei ihm soll es sich nach ersten Erkenntnissen um einen 42-jährigen Mann türkischer Abstammung handeln. Einen mutmaßlichen Komplizen, ein 48-jähriger Landsmann, der ein Begleitauto gefahren hatte, konnte die Polizei vorläufig festnehmen.

Immer mehr illegal eingereiste Menschen

Seit der belarussische Machthaber Lukaschenko Migranten ungehindert über die EU-Außengrenze reisen lässt, steigt die Zahl der illegalen Grenzübertritte. Über das EU-Mitgliedsland Polen kommen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland und damit auch über die nach Sachsen verlaufende Grenze. Während im August und September insgesamt 750 illegal eingereiste Personen durch die Bundespolizei Pirna registriert worden sind, waren es im Oktober bereits 1.270 Menschen.

Quelle: MDR/dpa/kh

Dieses Thema im Programm: Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 29. Oktober 2021 | 11:30 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/d6d7e3e5-4ff1-4a90-9aa5-cece3ecd1509 was not found on this server.

Mehr aus Görlitz, Weisswasser und Zittau

Mehr aus Sachsen