Feiern trotz Corona Oberlausitzer Weihnachtsmärkte setzen auf "Verweilbereiche" und Abstand

In diesem Jahr sollen die Weihnachtsmärkte in der Oberlausitz nicht ausfallen, darin sind sich die Kommunen einig. Bisher ist nur der Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt abgesagt worden. Alle anderen größeren Märkte sollen trotz steigender Corona-Infektionszahlen stattfinden.

In Görlitz und Bautzen gibt es die beiden größten und bekanntesten Weihnachtsmärkte in der Oberlausitz: Den Schlesischen Christkindelmarkt und den Wenzelsmarkt. Bisher gehen beide Stadtverwaltungen davon aus, dass sie stattfinden können. In Bautzen sieht das Konzept aktuell vor, dass auf der Reichenstraße, die Hauptmarkt und Kornmarkt verbindet, eine Flaniermeile eingerichtet werden soll. Dort wird es keine Gastronomie geben.

Wer etwas essen und trinken möchte, muss sich stattdessen in sogenannte "Verweilbereiche" begeben. Die Besucherinnen und Besucher finden sie auf dem Haupt- und dem Kornmarkt. Die Hütten werden deshalb anders angeordnet als in den Vorjahren. Ansonsten wird der Wenzelsmarkt laut Stadtverwaltung momentan ohne große Einschränkungen geplant.

Christkindelmarkt: Mehr Abstand und mehr Eislauffläche

Schlesischer Christkindelmarkt in Görlitz
So dicht werden die Stände auf dem Christkindelmarkt in Görlitz in diesem Jahr wohl nicht stehen. Bildrechte: Nikolai Schmidt

Auch in Görlitz wird es anders als normalerweise aussehen. Hier sollen die Planungen umgesetzt werden, die eigentlich schon für das vergangene Jahr vorgesehen waren: Stände, Bühne, Eisstockbahn, Tiergehege und Bastelwagen sollen mit größeren Abständen aufgestellt werden. Außerdem soll die Eislaufbahn erweitert werden, so dass man auf einer insgesamt 400 Quadratmeter großen Fläche Schlittschuhlaufen kann. Auch die Eislaufzeit wird verlängert.

Kleinere Märkte mit unterschiedlichen Konzepten

Bei den anderen Märkten, die meist nur an einem Wochenende stattfinden, wird es in diesem Jahr ebenfalls coronabedingte Änderungen geben. Das Kamenzer Advents-Spectaculum zum Beispiel soll nur im Freien gefeiert werden, das Malzhaus deshalb geschlossen bleiben. In Hoyerswerda gibt es verschiedene Varianten, mit denen die Stadtverwaltung plant. Wenn möglich, soll der Teschenmarkt wie gewohnt stattfinden. Man denkt aber auch daran, die Marktdauer auszuweiten, um Stoßzeiten zu vermeiden. Eine andere Option ist ein Weihnachtsmarkt an mehreren Standorten.

Bei Vorwarnstufe gilt 3-G-Regel

Sollten die Corona-Infektionszahlen weiter so stark steigen und Sachsen die Vorwarnstufe erreichen, wird es aber Einschränkungen geben. Wo sich auf den Weihnachtsmärkten mehr als 1.000 Menschen ballen, also in den Verweilbereichen, gilt dann die 3-G-Regel und Maskenpflicht. Wie dies praktisch umgesetzt werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Weihnachtsmärkte in der Oberlausitz (Auswahl)

  • Pulsnitz | Pfefferkuchenmarkt | Fällt aus
  • Bautzen | Wenzelsmarkt | 26. November bis 22. Dezember
  • Görlitz | Schlesischer Christkindelmarkt | 3. bis 19. Dezember
  • Weißwasser | Weihnachtsmarkt auf dem TELUX-Gelände | 2. bis 5. Dezember
  • Zittau | Weihnachtsmarkt | 4. bis 12. Dezember
  • Kamenz | Advents-Spectaculum | 11. bis 12. Dezember
  • Hoyerswerda | Teschenmarkt | 10. bis 12. Dezember

Stand: 31.Oktober 2021

Quelle: MDR/mk/vis

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Bautzen | 27. Oktober 2021 | 14:30 Uhr

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