Corona-Pandemie Erzgebirgskreis: Corona-Hotspot-Regelung in Kraft getreten

Ausschnitt einer Sachsenkarte
Die Wocheninzidenz im Erzgebirgskreis liegt über 1.000. Deshalb treten hier gemäß der aktuellen sächsischen Corona-Notfallverordnung schärfere Regeln für ungeimpfte Menschen in Kraft. Bildrechte: MDR Sachsen

In Sachsen gilt seit dem 22. November eine Corona-Notfallverordnung. Diese sieht gesonderte Regelungen für Landkreise und Kreisfreie Städte vor, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1.000 überschritten haben.

Hotspot-Regeln: Ausgangssperre mit Ausnahmen

Für den Erzgebirgskreis gilt daher die sogenannte Hotspot-Regelung. Für die Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Das Verlassen der Unterkunft ist dann nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Die Ausgangssperre gilt nicht für geimpfte und genesene Personen. Die Regelung tritt außer Kraft, wenn die Inzidenz drei Tage in Folge den Wert von 1.000 unterschreitet.

Ausnahmefälle zum Verlassen der Wohnung:

  • Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • die Ausübung beruflicher, hochschulischer oder schulischer Tätigkeiten und kommunalpolitischer Funktionen
  • die Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs, einschließlich Post- und Versandhandel
  • Fahrten von Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum jeweiligen Stützpunkt oder Einsatzort
  • der Besuch von Ehe- und Lebenspartnern sowie von Partnern in Lebensgemeinschaften, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • die Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen
  • der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsberufe, soweit dies medizinisch erforderlich ist oder im Rahmen einer erforderlichen seelsorgerischen Betreuung
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis
  • Versorgung von Tieren
  • die Jagd zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest

Informationspflicht bei positivem Corona-Test

Mit der neuen Regelung müssen außerdem Corona-positiv getestete Personen ihre Familien und Kontaktpersonen über ihr Testergebnis selbst informieren. Die wiederum sind verpflichtet, sich ebenfalls eigenständig in Quarantäne zu begeben und sie sollten einen PCR-Test machen.

Quelle: MDR/kp/dst

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 22. November 2021 | 19:00 Uhr

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