Fördermittel Sachsen unterstützt Schwebebahn am Fichtelberg mit 200.000 Euro

Die Corona-Pandemie bescherte auch der Schwebebahn am Fichtelberg eine schwere Zeit. Damit der Start in die neue Saison dennoch gelingt, greift Sachsen der Betreibergesellschaft jetzt finanziell unter die Arme.

Zwei Kabinen der Fichtelberg-Schwebebahn.
Trotz Corona-Maßnahmen halten die Besucherinnen und Besucher der Fichtelberg-Schwebebahn die Treue. Bildrechte: Promovie

Die Fichtelberg-Schwebebahn erhält eine Finanzspritze für den Start in die neue Saison. Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) übergab am Mittwoch einen Förderbescheid über 200.000 Euro. Damit sollen die Vorbereitungen für die diesjährige Skisaison unterstützt werden.

Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch.
Bildrechte: Staatsministerium/Christian Hüller

Normalerweise werden die erforderlichen Mittel in der Vorsaison erwirtschaftet, was im vergangenen Winter aufgrund der coronabedingten Schließungen der Seilbahnen und Skilifte jedoch nicht möglich war. Hier setzt unser Förderprogramm Neustart Tourismus an, damit unter anderem der Wintertourismus in Sachsen wieder durchstarten kann.

Kein Ausgleich für Corona-Verluste

Was konkret im Skigebiet zu tun ist, berichtete der Geschäftsführer der Fichtelberg-Schwebebahn, René Lötzsch: "Wir müssen unter anderem die Pisten beschneien und eine Grundpräparation hineinbringen. Dafür sind die Fördermittel gedacht." Auf Nachfrage stellte Lötzsch klar, dass mit dem Geld keine Verluste aus der vergangenen Saison ersetzt werden dürfen, sondern die Mittel ausschließlich für die neue Saison gedacht seien.

Der Chef der Fichtelberg Schwebebahn, René Lötzsch, steht am Skihang in Oberwiesenthal.
René Lötzsch, Geschäftsführer der Fichtelberg-Schwebebahn Bildrechte: dpa

Das städtische Unternehmen hatte nach eigenen Angaben durch die coronabedingten Schließungen 600.000 Euro eingebüßt. Hinzu kamen 620.000 Euro, die für eine Revision der technischen Anlagen fällig wurden. Gleichzeitig fiel die Betreibergesellschaft der Fichtelberg-Schwebebahn als städtisches Unternehmen aus allen Corona-Fördertöpfen raus.

Besucherzahlen im grünen Bereich

Hoffnungsvoll stimmten den Geschäftsführer die Besucherzahlen der vergangenen Wochen. "Seit der Öffnung der Schwebebahn im August sind wir mit den Zahlen zufrieden. Die Gästezahlen zeigen, dass wirklich viele Menschen nach Oberwiesenthal kommen."

Zunächst habe er die Befürchtung gehabt, dass sich das Interesse aufgrund von Corona-Vorschriften wie der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) verringere. "Aber ich muss sagen, es gibt keine Veränderung. Die Leute kommen nach wie vor und sind ordnungsgemäß vorbereitet. Sie zeigen ihre Tests und geben ihre Daten für die Kontaktnachverfolgung an", sagte René Lötzsch.

Tourismusministerin Klepsch wünschte dem Betreiber eine erfolgreiche Saison. Sie bekräftigte ihre Erwartung, dass kein erneuter Lockdown verhängt wird. "Die kommende Saison sollte bei hoffentlich reichlich Schnee wieder einen erfolgreichen Skibetrieb ermöglichen", so die Ministerin abschließend.

Quelle: MDR/sth/cg/rk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 22. September 2021 | 19:00 Uhr

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