Impfen in der Straßenbahn Mobiles Impfzentrum rollt durch Chemnitz

Damit die Zahl der Geimpften weiter steigt, macht eine mobile Impfbahn an verschiedenen Haltestellen der Chemnitzer Straßenbahnlinien Halt. In der Bahn kann sich jeder kostenlos gegen eine Coronaerkrankung impfen lassen. Unterdessen geht die bundesweite Debatte um Sanktionen für Impfverweigerer weiter.

Lotta bekommt von Ewa Jankowsky vom mobilen Team des Impfzentrums, ihre erste Corona-Schutzimpfung.
In Chemnitz können sich Impfwillige am Sonnabend ganz bequem in der Straßenbahn impfen lassen. Bildrechte: dpa

Die Impfungen werden gemeinsam mit dem DRK-Mittelsachsen angeboten, teilten die Chemnitzer Verkehsbetriebe CVAG mit. Mit der mobilen Impfbahn wolle man Impfwilligen eine leicht zugängliche, kostenfreie Möglichkeit zur Erst- oder Zweitimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 anbieten. Mitzubringen sind lediglich die Krankenkassenkarte sowie der Impfausweis.

Demnach können auch Genese ihre Erstimpfung in der Bahn erhalten. Hierfür wird ein Nachweisdokument zur überstandenen, mindestens drei Monate zurückliegenden Corona-Infektion benötigt.

Haltestellen der Impfbahn in Chemnitz am 11.09.

  • Endhaltestelle Gablenz 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
  • Haltestelle Annenplatz 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Mögliche Sanktionen für Impfverweigerer

Unterdessen geht die bundesweite Debatte um Sanktionen für Impfverweigerer weiter. Einige Bundesländer erhöhen nun den Druck und werden künftig keine Lohnentschädigung mehr bezahlen, wenn Ungeimpfte in behördlich angeordnete Quarantäne müssen. Ob Sachsen die Lohnfortzahlung im Quarantänefall für Ungeimpfte auch streicht, soll am kommenden Dienstag entschieden werden, heißt es aus dem sächsischen Sozialministerium.

DGB fordert Erhaltung der Lohnfortzahlung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert diese drohende Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern. Auf diese Weise würden Konflikte in die Betriebe hineingetragen, sagte Sachsens DGB-Landeschef Markus Schlimbach MDR SACHSEN: "Es geht ja nur um die Erstattung der Arbeitgeberkosten, die dann gemacht werden kann. Und wenn der Arbeitgeber das einzelnen Arbeitnehmern bezahlt und anderen Arbeitnehmern nicht bezahlt, dann ist ein Konflikt in dem Betrieb."

Markus Schlimbach
Markus Schlimbach Bildrechte: dpa

Das muss politisch gelöst werden und darf nicht in einen betrieblichen Konflikt umgewandelt werden.

Markus Schlimbach DGB Sachsen

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen den Anspruch auf Erstattung des Verdienstausfalls abschaffen oder haben das bereits beschlossen. Das Infektionsschutzgesetz sieht bereits vor, dass eine Entschädigung für Menschen entfällt, bei denen die Quarantäne durch eine Corona-Impfung hätte verhindert werden können.

Quelle: MDR/nk/mur/tt

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 10. September 2021 | 19:00 Uhr

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