Übung mit Suchhunden Polizei vergisst Sprengstoff in Messe Chemnitz

Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht bei einem Einsatz.
Bildrechte: IMAGO

In der Chemnitzer Messe ist bei Umbauarbeiten Sprengstoff gefunden worden. Das teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Donnerstag mit. Ein Angestellter entdeckte einen Gegenstand in der Größe von zwei Zigarettenpackungen und erkannte ihn als potenziellen Explosivstoff. Der Mann nahm Verbindung zur Polizei auf. Die sicherte den Block und übergab ihn an die zuständigen Spezialisten des Landeskriminalamtes.

Hinters Regal gefallen

Das Landeskriminalamt konnte über die Beschriftung den Explosivstoff den eigenen Übungsbeständen zuordnen. Dabei wurde festgestellt, dass der Block vergangenes Jahr bei einer Schulung der Sprengstoffsuchhunde der sächsischen Polizei in der Chemnitzer Messe verwendet worden war. Wahrscheinlich sei er durch die Suche der Hunde hinter ein Regal gefallen. Obwohl die präparierten Verstecke für die Übung fotografiert wurden, fiel der Verlust des Blockes beim Einsammeln nicht auf.

Interne Aufarbeitung im Landeskriminalamt

Bei dem Sprengstoff handelte sich den Angaben zufolge um PETN. Das ist laut Landeskriminalamt ein handhabungssicherer Explosivstoff, welcher nur über spezielle Sprengkapseln gezündet werden kann. Eine Gefährdung habe zu keiner Zeit bestanden. Der Sachverhalt werde nun intern aufgearbeitet und soll Konsequenzen für die Durchführung der Übungen mit Polizeidiensthunden haben.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 18. November 2021 | 15:30 Uhr

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