Wohnungsmarkt Mieten in Chemnitz weiter besonders preiswert

In den vergangenen Jahren sind die Mieten in Deutschland fast flächendeckend gestiegen. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Während es beispielsweise in München verhältnismäßig teuer ist, gibt es in Chemnitz nach wie vor preiswerte Wohnungen - vor allem im 50-Quadratmeter-Segment.

Blick über die Stadt Chemnitz bei Nacht.
Anders als in anderen Regionen in Deutschland gibt es in Chemnitz noch günstige Wohnungen. Bildrechte: Pressestelle der Stadt Chemnitz / Stadt Chemnitz / Foto: Dirk Hanus

Chemnitz zählt weiter bundesweit zu den Städten mit den günstigsten Mieten. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Erhebung des Online-Portals Immowelt. Demnach muss ein Ein-Personen-Haushalt in Chemnitz 13 Prozent seines Gehalts für die Kaltmiete opfern. Günstiger ist nur noch Salzgitter mit 11 Prozent.

13 Prozent des Einkommens für Miete in Chemnitz

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Singles in München, wo im Schnitt 42 Prozent des Gehalts für die Miete draufgehen. Verglichen wurde das Verhältnis der durchschnittlichen Kaltmiete einer 50-Quadratmeter großen Wohnung zum durchschnittlichen Nettoeinkommen. Insgesamt 80 Großstädte im gesamten Bundesgebiet wurden dazu analysiert. Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern waren auf immowelt.de inserierte Angebote.

Überhang an 50 Quadratmeter-Wohnungen in Chemnitz

In Chemnitz hängt der günstige Preis auch mit einem Überangebot an 50 Quadratmeter-Wohnungen zusammen. Bereits 2019 teilte die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, dass Wohnungen mit 50 Quadratmetern gar nicht mehr geplant würden, weil der Überhang zu groß sei. Gefragt seien eher größere und individuell geschnittene Wohnungen, hieß es.

Durchschnittsmiete in Sachsen bei 5,36 Euro

Nach der Anfang Mai vorgestellten Jahresstatistik des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist der Anstieg der Wohnkosten in Sachsen im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie und schon absehbarer Erhöhung der Energiekosten überschaubar geblieben. Die Nettokaltmiete bei Mitgliedsunternehmen des Verbands sei 2021 im Schnitt um neun Cent höher gewesen als im Jahr zuvor und damit auf 5,36 Euro pro Quadratmeter moderat gestiegen.

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MDR (sth)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 18. August 2022 | 16:30 Uhr

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