Explosionen und Verletzte Feuer zerstört 12 Wohnwagen auf Campingplatz an Koberbachtalsperre

Für Dauercamper an der Koberbachtalsperre endete der Sonntag mit Schrecken. Ein Feuer brach aus, das gleich mehrere Wohnwagenparadiese dem Erdboden gleichmachte und Explosionen auslöste. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Feuerwehrangaben als schwierig.

An der Koberbachtalsperre sind mehrere Wohnwagen und Vorzelte abgebrannt.
An der Koberbachtalsperre sind mehrere Wohnwagen und Vorzelte abgebrannt. Bei den Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt. Bildrechte: Niko Mutschmann

Auf einem Campingplatz an der Koberbachtalsperre in Langenhessen bei Werdau im Landkreis Zwickau sind am späten Sonntagnachmittag mehrere Wohnwagen in Flammen aufgegangen. Das bestätigte die Polizei MDR SACHSEN. Propangasflaschen lösten dabei mehrere Explosionen aus.

Drei Feuerwehrleute verletzt

Demnach griff das Feuer durch starken Wind und die geringen Abstände zwischen den Wagen von anfänglich zwei betroffenen Wohnwagen auf andere Unterkünfte der Dauercamper über. Während des Brandes explodierten mehrere Propangasflaschen in den Wohnwagen.

Am Ende waren insgesamt zwölf Wohnwagen, Boote und Bootsanhänger zerstört. Der gesamte Campingplatz wurde evakuiert. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Etwa 100 Rettungskräfte waren Im Einsatz. Drei Feuerwehrmänner wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 500.000 Euro.

Ein halb verbrannter Wohnwagen, dahinter Reste einer abgebrannten Hütte.
Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte nicht verhindert werden, dass zwölf Wohnwagen, Boote und Bootsanhänger zerstört wurden. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr

Für die Feuerwehren aus Langenbernsdorf und Umgebung, die nur Minuten nach der Alarmierung am Campingplatz eingetroffen waren, gestaltete sich der Einsatz schwierig, sagt Silvere Opitz, der den Feuerwehreinsatz leitete. "Die Wohnmobile werden alle mit Gas beheizt und betrieben und deshalb waren in jedem Campingmobil mindestens ein oder zwei Gasflaschen. Fünf davon sind detoniert, der Rest hat abgeblasen." Die Feuerwehr habe insgesamt 14 Gasflaschen geborgen. "Die Explosion von Gasflaschen ist für Einsatzkräfte immer gefährlich. Man kann nie wissen, wo so etwas hinfliegt." Deshalb wurde zuerst aus größerer Entfernung gelöscht. "Wir haben uns erst nach und nach herangetastet."

Die Wohnmobile werden alle mit Gas beheizt und betrieben und deshalb waren in jedem Campingmobil mindestens ein oder zwei Gasflaschen. Fünf davon sind detoniert, der Rest hat abgeblasen.

Silvere Opitz Einsatzleiter der Feuerwehr Langenbernsdorf/OT Niederalbertsdorf

An einem See stehen verkohlte Reste von Zelten und Wohnwagen.
Im Schutt auf dem Campingplatz an der Koberbachtalsperre suchen Ermittler derzeit nach der Brandursache. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Polizei geht von langwierigen Ermittlungen aus

Kriminaltechniker der Polizei untersuchen seit Montag vor Ort, was den Brand ausgelöst hat. Karolin Hemp von der Polizeidirektion Zwickau geht davon aus, dass die Ermittlungen zur Brandursache langwierig verlaufen. "Wir haben in diesem Fall viele explodierte Propangasflaschen. Sie wurden von der Feuerwehr gesichert und müssen alle untersucht werden." Auch die einzelnen abgebrannten Wohnmobile sollen detailliert nach möglichen Brandherden untersucht werden.

Bereits 2017 hatte eine Windhose schwere Zerstörungen auf dem Zeltplatz an der Koberbachtalsperre ausgelöst. Umstürzende Bäume hatten damals viele Wohnwagen teilweise oder ganz zerstört. Trotz des immensen Schadens wurde niemand verletzt.

Ein Mann läuft über abgebrannte Stellplätze Dauercampern.
An der Koberbachtalsperre sind am Sonntag mehrere Wohnwagen in Flammen aufgegangen. Der Sachschaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt. Bildrechte: Niko Mutschmann

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Meldung der Polizei hieß es, insgesamt 15 Wohnwagen, Boote und Bootsanhänger seien durch das Feuer zerstört werden. Montagnachmittag korrigierte die Polizei die Zahl auf zwölf.

MDR (ma/tfr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR um 2 | 04. Juli 2022 | 14:00 Uhr

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