Vor Schließung Sachsens Impfzentren rufen zum Endspurt auf

Sachsens Impfzentren machen bis Ende September dicht. Das DRK ermuntert nun noch einmal dazu, das Angebot zu nutzen. Der Freistaat will vermehrt mit der Spritze zu den Menschen kommen, um sie zur Impfung zu bewegen. So soll es auch spezielle Angebote in Schulen auf dem Land geben.

Arzt zieht eine Spritze aus einer Ampulle mit einem Covid 19 Impfstoff für die Impfung in einem Impfzentrum auf, Impfpass des Patienten liegt bereit
Sachsens Impfzentren schließen bis Ende September. Bis zum letzten Tag sind Impfungen möglich. Bildrechte: imago images/Bihlmayerfotografie

Die sächsischen Impfzentren haben vor der Schließung zum Endspurt aufgerufen. Wer sich in den kommenden Tagen für eine Impfung entscheide, könne den vollständigen Impfschutz mit dem Vakzin von Biontech noch im nahe gelegenen Impfzentrum bekommen, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit. Bis Ende September sollen die 13 Impfzentren in Sachsen schließen. Sie waren Mitte Januar in den drei großen Städten und den zehn Landkreisen an den Start gegangen.

Zweitimpftermine, die nach dem Schließtag des Impfzentrums liegen, werden über niedergelassene Ärzte oder bei mobilen Impfaktionen realisiert, so das DRK. Impfungen seien aber prinzipiell bis zum letzten Tag der Öffnung möglich, hieß es.

Impfungen bis zum letzten Öffnungstag möglich

  • Als erstes schließt das Impfzentrum Riesa: Bis zum 12. September sind dort noch Impfungen möglich.
  • Dresden öffnet letztmalig am 24. September seine Tore.
  • Die Impfzentren in Chemnitz, Treuen, Annaberg-Buchholz, Borna, Leipzig, Mittweida und Pirna verabreichen am 30. September die letzten Corona-Schutzimpfungen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann einen Termin per Telefon oder über das Buchungsportal vereinbaren oder auch einfach spontan vorbeikommen.

Seit Wochen versucht Sachsen die Impfquote zu erhöhen, indem mobile Impfteams zu den Menschen kommen - vors Stadion oder in Innenstädte. Zudem sollen Impfangebote an Schulen unterbreitet werden, dazu startet in dieser Woche eine anoyme Abfrage zum Interesse.

Medikamente für Menschen, die nicht geimpft werden können

Das Bundesgesundheits- und das Bundesforschungsministerium fördern unterdessen die Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19. Dafür stehen 150 Millionen Euro für sechs Unternehmen in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Niedersachsen bereit, wie beide Ministerien mitteilten. Es geht demnach um die Erforschung und Entwicklung sogenannter antiviraler Medikamente. Im Fokus stünden aber auch Arzneimittel, die bereits für die Behandlung anderer Erkrankungen wie Krebs zugelassen sind.

Bei ihnen solle erforscht werden, ob sie auch bei einer Covid-19-Erkrankung effektiv sind. Forschungsministerin Anja Karliczek sagte, selbst bei flächendeckender Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen könnten nicht alle Menschen eine Impfung erhalten. Daher würden wirksame Arzneimittel gebraucht, um Erkrankte zu behandeln.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 06. September 2021 | 17:00 Uhr

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