Corona-Zahlen Wocheninzidenz in Sachsen seit fünf Tagen über 100

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Mittwoch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 116,5 auf 100.000 Einwohner. Sie ist im Vergleich zum Vortag (113,7) angestiegen. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz über dem Bundesdurchschnitt von 80,4.

Eine Mitarbeiterin des Landkreises Harz untersucht im Testzentrum in der Anne-Frank Grundschule in Halberstadt einen Corona Schnelltest.
In Sachsen wurden binnen 24 Stunden 1.272 neue Corona-Infektionen festgestellt. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Mittwoch bei 116,5 und ist damit im Vergleich zum Vortag (113,7) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 80,4. Nur Bayern (128,6) und Thüringen (163,5) haben eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Sieben Menschen mit Covid-19 gestorben

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 1.272 neue Corona-Infektionen festgestellt. Sieben Menschen mit Covid-19 sind gestorben. Im Erzgebirgskreis ist die Infektionsrate mit 172,6 weiter am höchsten, gefolgt von Mittelsachsen mit 165,2. Bei einem Wert von mehr als einhundert liegen außerdem die Wocheninzidenzen in den Landkreisen Zwickau (160,2), Bautzen (130,2), Leipzig (123,1), Görlitz (118,1) und Meißen (120,6). In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 74,3, in Dresden 135,2 und in Chemnitz 87,2.

280 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 280 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 20.10.2021, 12:00 Uhr). 118 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 47 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 16.10.2021, 09:15 Uhr).

Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung" beträgt 2,44. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Mit der neuen Schutzverordnung ab dem 21. Oktober gilt die Vorwarnstufe bereits sobald die Hospitalisierungsrate oder die Bettenbelegung (auf Normalstation oder Intensiv) erreicht ist.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg. Ein Überblick über die Regelungen in Sachsen finden Sie hier.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 20. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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