Ab 12 Jahren Köpping begrüßt Entscheidung zu Kinder-Impfungen

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) begrüßt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission für die Impfung gegen das Coronavirus von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren. Das gebe allen mehr Sicherheit.

Eine junge Frau impft eine junge Patientin.
Die Ständige Impfkommission hat eine Empfehlung für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ausgesprochen. Bildrechte: dpa

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich nun für eine Covid-19-Impfung für alle Jugendlichen in Deutschland aus. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu Corona-Impfungen für Kinder ab 12 Jahren begrüßt. "Diese Empfehlungen geben den Eltern, Kindern und Jugendlichen, aber auch den Ärztinnen und Ärzten mehr Sicherheit. Uns ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen ein Impf-Angebot zu machen", sagte Köpping am Montag in Dresden.


Dies sei in den Impfzentren, aber auch bei den niedergelassenen Haus- und Kinderärzten möglich: "Eine ärztliche Aufklärung ist sichergestellt. Ich hoffe, dass möglichst viele Familien die Impfangebote - wie unsere Familien-Impftage in den Impfzentren - annehmen."

Vergleich: Sachsen bei Impfungen für Kinder im Mittelfeld

Eine Frau steht vor dem Hinweisbanner für ein Impfzentrum
Im Bundesweiten Vergleich liegt Sachsen bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren im Mittelfeld. Bildrechte: imago images/Future Image

In Sachsen sind 11,5 Prozent der Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus der Impfstatistik des Robert-Koch-Instituts hervor (Stand 15.08.21). Damit liegt Sachsen im Ländervergleich im Mittelfeld. Die höchste Impfquote hat Baden-Württemberg mit 18,6 Prozent, die niedrigste Sachsen-Anhalt mit 9,4 Prozent.

Höheres Risiko für Kinder und Jugendliche im Herbst

Wie die Stiko am Montag mitteilte, seien die Experten auf Grundlage neuer Daten zu dem Schluss gekommen, "dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand die Vorteile der Impfung das Risiko von sehr seltenen Nebenwirkungen überwiegen". Mathematische Modellierungen hätten ergeben, dass für Kinder und Jugendliche angesichts der inzwischen dominierenden Delta-Variante bei einer möglichen vierten Infektionswelle im Herbst ein "deutlich höheres Risiko" für eine Erkrankung bestehe.

Neue Daten bringen Erkenntnisse

Feierabend-Impfen im Imfzentrum in Weimar mit Johnson&Johnson
Neue Daten aus den USA haben Erkenntnisse gebracht. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Mittlerweile können der Stiko zufolge mögliche Risiken der Impfung in der Altersgruppe zuverlässiger beurteilt werden. Dabei hätten Daten zu den nahezu zehn Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen im amerikanischen Impfprogramm geholfen. Die bisherige Zurückhaltung hatte Stiko-Chef Thomas Mertens zuletzt mit unzureichenden Daten zur Sicherheit der Impfung bei Heranwachsenden begründet. Im Fokus standen vor allem mögliche Folgen von Herzmuskelentzündungen bei Geimpften jüngeren Alters. Am Montag sprach die Stiko von meist unkomplizierten Verläufen.

Die Stiko war in den vergangenen Wochen wiederholt von verschiedenen Politikern aufgefordert worden, ihre vorsichtige Haltung zum Impfen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren zu überdenken. Stiko-Chef Mertens hatte daraufhin betont, das Gremium wolle sich von der Politik nicht unter Druck setzen lassen.

Quelle: MDR/kepo/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 16. August 2021 | 12:00 Uhr

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