Schulen Kultusminister Piwarz will Maskenpflicht im Unterricht abschaffen

Die Maskenpflicht in Schulen sorgt immer wieder für Diskussionen und polarisiert. Laut Kultusministerium sind Schulen allerdings keine Pandemietreiber. Allerdings steigen die Fallzahlen in Sachsen gerade stark an - und auch Schulen sind nicht selten davon betroffen. Nun meldet sich Kultusminister Piwarz mit einem Vorschlag zu Wort.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat vorgeschlagen, die Maskenpflicht im Schulunterricht nach den Herbstferien im Freistaat abzuschaffen. Das bestätigte das Kultusministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN. Bislang mussten die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 5 bei einer 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner von über 35 auch an ihren Plätzen im Klassenraum eine Maske tragen.

Ab dem 1. November soll die Maskenpflicht nach dem Vorschlag des Kultusministers nur noch im Schulgebäude gelten, aber nicht mehr am Platz. Man dürfe von Kindern und Jugendlichen nicht mehr abverlangen als von Erwachsenen, erklärte Piwarz. Keine andere Bevölkerungsgruppe müsse so lange am Tag Masken tragen. Zugleich betonte er, dass an der Testpflicht in den Schulen festgehalten werde. Sie gewährleiste einen guten Überblick über das Infektionsgeschehen.

Deutscher Lehrerverband skeptisch

Auch in anderen Bundesländern wird die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht diskutiert. In Bayern soll sie ab nächster Woche wegfallen, im Saarland muss bereits ab Freitag keine Maske mehr an Schulen getragen werden. Der Deutsche Lehrerverband zeigte sich skeptisch. Präsident Heinz-Peter Meidinger nannte den Schritt zu früh. Der Verzicht auf Masken, Tests und die zu starke Reduzierung von Quarantänemaßnahmen erhöhe die Gefahr, dass die Schule zur Black Box werde, was eine Kontrolle von Infektionen nicht mehr zulasse, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Quelle: MDR/al/stt/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 01. Oktober 2021 | 14:00 Uhr

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