Corona-Statistik Dresden mit höchster Inzidenz - zwei Landkreise verschärfen Regeln

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Sachsen zum ersten Mal seit mehr als einer Woche wieder unter dem Wert von 40. Gleichzeitig werden mehr Menschen mit Corona-Erkrankung auf Intensivstationen behandelt als am Vortag. In drei Landkreisen gelten seit heute schärfere Corona-Regeln, zwei weitere Kreise müssen sich am Donnerstag darauf einstellen.

Eine Mitarbeiterin im Friseurstudio macht bei Friseurmeister Holger Knievel einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus.
Für zwei weitere Landkreise gelten ab Donnerstag verschärfte Corona-Regeln. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen geht im Vergleich zu den vergangenen Tagen leicht zurück. Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut einen sachsenweiten Wert von 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Damit sinkt die Inzidenz zum ersten Mal seit vergangener Woche unter die 40er-Grenze. Insgesamt wurden seit Dienstag 402 neue Corona-Infektionen bestätigt (Stand 15.09.2021, 03:16 Uhr).

Höchste Infektionsrate in Dresden

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern ist die Neuinfektionsrate im Freistaat gering: Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 77. Innerhalb Sachsens ist der Inzidenzwert in Dresden (54) und im Erzgebirgskreis (50) am höchsten, obwohl die Werte im Vergleich zum Vortag leicht gesunken sind. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Görlitz und im Landkreis Leipzig mit jeweils 18.

Schärfere Vorschriften im Vogtland und der Sächsischen Schweiz

Zwei weitere Landkreise in Sachsen müssen ihre Corona-Regeln weiter verschärfen. Laut Robert-Koch-Institut lag die Inzidenz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und im Vogtlandkreis am Dienstag den fünften Tag in Folge über 35. Das bedeutet, dass ab Donnerstag in vielen Bereichen die 3G-Regel in Kraft tritt. Wer nicht geimpft oder genesen ist muss im Restaurant oder beim Frisör einen negativen Corona-Test vorzeigen. Unterhalb der 35er-Marke liegen im Freistaat derzeit nur noch die Landkreise Görlitz, Bautzen, Leipzig und Nordsachsen. Auch in der Sächsischen Schweiz ist der Wert wieder unter den Grenzwert gefallen. Die Verschärfungen treten aber dennoch in Kraft.

Andere Landkreise haben bereits verschärft

In mehreren Landkreisen in Sachsen werden bereits ab Mittwoch die Corona-Regeln wieder verschärft. Das betrifft Meißen, das Erzgebirge und Mittelsachsen. Die Zahl der Neuinfektionen lag dort seit mehreren Tagen über der 35er-Inzidenz-Marke.

39 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation

Die Inzidenz der Neuinfektionen war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit 93 Covid-Patienten auf der sogenannten Normalstation behandelt. 39 weitere Patienten liegen mit einer Corona-Infektion auf Intensivstationen (Stand 14.9.2021, 12 Uhr). Laut DIVI-Intensivregister sind 17 Menschen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen. (Stand: 15.09.2021, 06:19)

Vorwarn- und Überlastungsstufe Laut aktueller Corona-Schutzverordnung werden die Corona-Regeln in Sachsen in zwei Schritten verschärft. Zusätzlich zu den Inzidenzwerten gilt die Belegung von Krankenhausbetten als Maßstab. Die sogenannte Vorwarnstufe ist erreicht, wenn 650 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Die Überlastungsstufe greift, sobald mindestens 1.300 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel: Wenn eine der beiden Stufen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten die entsprechenden Regelungen gemäß Corona-Schutzverordnung am übernächsten Tag in Kraft.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 15. September 2021 | 19:00 Uhr

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