Dienstag Corona-Ticker Sachsen: Tourismusverband begrüßt Wegfall von Hotspot-Regel

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Stühle stehen am frühen Morgen auf Tischen eines gastronomischen Betriebs.
Geschlossen ab 1.500er-Inzidenz - das ist jetzt nicht mehr so. Mit der Abschaffung der Hotspot-Regelung kommt Sachsens Landesregierung der Tourismusbranche entgegen. Bildrechte: dpa

Überblick: Die wichtigsten Meldungen am 25.01.

21:58 Uhr | Tickerende

Sachsen hebt die Hotspot-Regelung auf und bringt neue finanzielle Hilfen für Selbstständige auf den Weg. Bautzens Vize-Landrat Witschas muss sich wegen seiner Aussage zur Impfpflicht erklären, mehr Ausbildungsverträge im Handwerk und der Start einer Studie zu einem neuen Omikron-Impfstoff - das waren einige der heutigen Themen zur aktuellen Corona-Lage im Freistaat. Mit diesem Überblick beenden wir für heute unseren Ticker. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Morgen früh sind wir wieder für Sie da.

20:50 Uhr | Dynamo-Geschäftsführer Wehlend kritisiert geringe Zuschauer-Quote

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden muss den geplanten Saisonetat von 32 Millionen Euro deutlich senken. Aufgrund der verminderten Ticketeinnahmen kann der Verein nun nur noch mit 25 Millionen Euro rechnen. Das erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer, Jürgen Wehlend, am Dienstag. Von den politischen Entscheidungsträgern forderte der 56-Jährige daher mehr Mut und eine einheitliche Linie.

Dass, was wir aus der sächsischen Staatskanzlei hören, stimmt uns tief traurig. Wir werden deshalb aber auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass mehr machbar ist, wenn man in Möglichkeiten denkt.

Jürgen Wehlend Dynamo-Geschäftsführer

20:29 Uhr | Landestourismusverband begrüßt Änderungen der Corona-Notverordnung

Der Landestourismusverband (LTV) Sachsen begrüßt die geplante Aussetzung der sogenannten Hotspot-Regelung. Das sei ein positives Signal für das Hotel- und Gastronomiegewerbe, sagte LTV-Präsident Jörg Markert. Auch für Reisebüros sowie der Messe und Kongressbranche gebe es mit der geplanten neuen Corona-Verordnung nun wieder mehr Planungssicherheit.

Die 2G-Regel ist nach Ansicht des Verbandes ein Schritt in die richtige Richtung, aber:

Jörg Markert
Neben der Änderungen der Corona-Notzverordnung begrüßt Jörg Markert die angeküdigte Überbrückungshilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige "Sachsen Plus". Bildrechte: dpa

Hierbei hätte geholfen, dass in Sachsen zusätzlich Übernachtungen für Geschäftsreisende, wie bereits in anderen Bundesländern mit der 3G-Regel möglich, sind. Wir bitten die Staatsregierung und den Sächsischen Landtag diese Möglichkeit im Rahmen ihrer Beratungen zur neuen Corona-Notfallverordnung nochmals zu prüfen.

Jörg Markert Präsident Landestourismusverband Sachsen

Was ist die Hotspot-Regelung? Überschreitet die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer Kreisfreien Stadt den Schwellenwert von 1.500 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, müssen gastronomische Betriebe ab dem nächsten Tag schließen. Wenn der Schwellenwert von einer Inzidenz von 1.500 an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird, tritt das Verbot am nächsten Tag außer Kraft.

20:13 Uhr | Kekulé sieht keinen Grund für Corona-Kursänderung

Der Virologe Kekulé unterstützt die Vereinbarung der Bund-Länder-Konferenz, an den Corona-Maßnahmen festzuhalten. Kekulé sagte MDR AKTUELL, es gebe keine harten Daten, die eine Kursänderung begründen würden. Es habe auch keine richtig klare Stellungnahme des Corona-Rates dazu gegeben. In dieser Patt-Situation finde er es richtig, dass die Politik so weitermache wie bisher.

Kekulé geht davon aus, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in zwei bis drei Wochen überschritten sein wird. Deutschland habe noch zu Delta-Zeiten einen ganz guten Kurs gesetzt. Das habe zwar für Delta nicht mehr viel geholfen, man sei aber deshalb jetzt für Omikron gewappnet.

20:02 Uhr | IHK Chemnitz begrüßt "Sachsen Plus"

Die Industrie- und Handelskammer Chemnitz begrüßt den heute vom Kabinett angekündigten Landeszuschuss "Sachsen Plus". Die Corona-Einschränkungen im Freistaat seien besonders gravierend, sagte der Chemnitzer IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich. Insofern sei man froh, dass die Forderung nach Unterstützung sächsischer Unternehmen, die derzeit noch wenig Hilfen erhalten, nun endlich umgesetzt wird.

Sachsen Plus soll unter der Pandemie leidenden Kleinst-Unternehmern, Selbstständigen und Freiberuflern helfen. Vorgesehen ist, dass bei Umsatzeinbrüchen von mehr als 70 Prozent die Überbrückungshilfe drei Monate lang auf 1.500 Euro aufgestockt wird.

19:46 Uhr | Herzentzündung als seltene Nebenwirkung der Corona-Impfung

Karditis, also eine Entzündung des Herzens, ist eine der häufig diskutierten unerwünschten Nebenwirkungen, die nach einer Covid-19-Schutzimpfung in sehr seltenen Fälle auftreten kann. Zwei neue Studien aus den USA und aus Hong Kong zeigen, dass sie vor allem bei jungen männlichen Personen nach der zweiten Impfdosis auftritt, selten ist und in keinem der untersuchten Fälle tödlich war.

19:28 Uhr | Long-Covid – die lange Suche nach Hilfe

Bis zu 800.000 Deutsche, so eine Studie, haben auch Monate nach Corona immer noch Beschwerden. Auch Fred Fleischer aus Niesky in Sachsen glaubt, Long-Covid zu haben und sucht seit langem nach der richtigen Therapie.

19:02 Uhr | Heftige Debatte nach Rede von Vize-Landrat aus Bautzen

Kein Betretungs- und Berufsverbot für ungeimpfte Pflegekräfte, das hatte der Vizechef des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, am Montag angekündigt. Die Landesregierung und andere Politiker kritisieren die Aussage scharf. Der Landkreis habe das Bundesgesetz umzusetzen.

18:49 Uhr | Weiterer Corona-Fall bei Leipziger Eishockeyteam

Die Leipziger Icefighters haben ihr Spiel in der Eishockey-Oberliga Nord bei den Hannover Indians kurzfristig abgesagt. Wie der Leipziger Club mitteilte, gibt es einen weiteren Corona-Fall. Daher findet das für heute Abend geplante Spiel nicht statt. Man hoffe, bis zum Wochenende Entwarnung geben zu können. Bis dahin würden alle Teammitglieder weiter regelmäßig getestet. Wann das Spiel nachgeholt wird, stehe noch nicht fest.

Auch die Teams von Crimmitschau und Weißwasser mussten ihre Spiele absagen.

18:30 Uhr | Impfpflicht: Verbände warnen vor Zusammenbruch der Pflege

Pflegeverbände haben im Hinblick auf die geplante Einführung der Impfpflicht für Mitarbeiter von Kliniken, Altenheimen oder Arztpraxen Mitte März vor einem Zusammenbruch der pflegerischen Versorgung gewarnt.

Wenn nach dem Einsetzen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Pflegekräfte mit Betretungsverboten belegt werden, droht die pflegerische Versorgung in besonders stark von der Pandemie betroffenen Bundesländern zusammenzubrechen.

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste und der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe

Die Bundesländer müssten "nun schnell konkrete Maßnahmen ergreifen, um die pflegerische Versorgung über den 15. März 2022 hinaus zu sichern," teilten die Verbände mit.

18:16 Uhr | Labormediziner fordert PCR-Pooltests und Labor-Antigentests

Laut dem Präsidenten der Gesellschaft für klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, Renz, ist eine Beschränkung der PCR-Tests auf ausgewählte Kreise unumgänglich. In der Omikron-Welle würden die Laborkapazitäten voraussichtlich endgültig erschöpft werden. Renz forderte einen Kraftakt, um Alternativen wie Pooltests zeitnah zu ermöglichen.

18:03 Uhr | Impfappell bei Online-Bürgersprechstunde

Frauenärztin Cornelia Hösemann hat in der Online-Sprechstunde "Reden über jetzt" an die Menschen appelliert, sich impfen zu lassen. Besonders für Menschen mit Kinderwunsch und Schwangere sei die Impfung ganz besonders wichtig, da eine Infektion hier noch gefährlicher sei. Außerdem müsse das Stillen für eine Impfung nicht ausgesetzt werden, da der Impfstoff nicht in die Muttermilch übertragen würde. Einer Impfpflicht für alle steht sie dennoch kritisch gegenüber.

Eigentlich sollte es keine Impfpflicht geben müssen. Es sollte der Wunsch jedes Menschen sein, sich selbst und andere zu schützen.

Cornelia Hösemann Ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

17:28 Uhr | Keine Lockerungen für überregionale Großveranstaltungen

Bund und Länder setzen bei überregionalen Großveranstaltungen auf eine Fortführung der bestehenden Corona-Maßnahmen. Das ist das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz am vergangenen Montag. Damit bleiben die Zuschauer-Regelungen im Profisport in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorerst unverändert.

16:48 Uhr | Köpping und Experten beantworten Bürgerfragen live

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping und andere Expertinnen und Experten stellen sich erneut den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Pandemie. Die sogenannte Online-Sprechstunde "Reden über jetzt" wird nach Angaben der Ministerin ab 17 Uhr auf dem Facebook-Kanal des sächsischen Sozialministeriums und des Freistaates Sachsen übertragen. Bürgerinnen und Bürger können mittels Kommentarfunktion während der Übertragung ihre ganz persönlichen Fragen zur Corona- Schutzimpfung stellen.

Cornelia Hösemann
Zum Auftakt der Reihe wird Cornelia Hösemann zu Gast sein, die im Landkreis Leipzig eine Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe führt und außerdem Mitglied der Sächsischen Impfkommission ist. Bildrechte: Fotohaus Borschel Leipzig/Cornelia Hösemann

16:33 Uhr | Bilanz: 53.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Regeln

Knapp 53.000 Menschen haben sich nach Angaben der Polizei am Montagabend in Sachsen an Protesten gegen Corona-Maßnahmen beteiligt. Das sind in etwa 1,3 Prozent der sächsischen Bevölkerung. Zudem habe es rund 1.460 Gegendemonstranten gegeben, teile das Innenministerium mit. Der Polizei wurden insgesamt 196 Versammlungen beziehungsweise Ansammlungen mit Bezug zu Corona bekannt, darunter 176 von Leugnern der Pandemie oder Kritikern der Schutzmaßnahmen. Nur 44 dieser Versammlungen seien angezeigt worden. Es seien 16 Verstöße gegen die sächsische Corona-Notfallverordnung und 66 gegen das Versammlungsgesetz zur Anzeige gebracht worden, hieß es.

Bildergalerie Tausende Menschen in Sachsen bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

Auch an diesem Montag haben Tausende Menschen in Sachsen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Vielerorts stand die Impfpflicht für Pflegekräfte und medizinisches Personal im Mittelpunkt der Kritik.

Eine Demonstration ist in Bautzen unterwegs. Die vordere Reihe hält ein Transparent mit der Aufschrift "Gesund, getestet, gefeuert"
Rund 2.000 Menschen, darunter viele aus dem Gesundheitswesen, haben am Montagabend in Bautzen demonstriert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Demonstration ist in Bautzen unterwegs. Die vordere Reihe hält ein Transparent mit der Aufschrift "Gesund, getestet, gefeuert"
Rund 2.000 Menschen, darunter viele aus dem Gesundheitswesen, haben am Montagabend in Bautzen demonstriert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine große Menschenmenge steht auf einem Platz und hält selbstgebastelte Herzen in die Luft
Weil das mehr sind als derzeit zulässig, wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Die Demonstration machte unter anderem am Landratsamt Station. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann spricht in ein Mikrofon, daneben stehen zwei Frauen
Dort versicherte ihnen Vize-Landrat Udo Witschas, dass der Landkreis die Impfpflicht in der Pflegebranche und im medizinischen Bereich nicht durchsetzen wird. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann spricht in ein Mikrofon, daneben stehen drei Frauen und hören zu
An gleicher Stelle trat auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse auf. Gegen ihn wird nach einer "Querdenken"-Demonstration in Berlin ermittelt. Dafür wurde jüngst seine Immunität aufgehoben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann mit Mütze steht auf einem Platz und hört zu. Um ihn herum stehen viele Menschen
In Bad Schandau stellte sich Bürgermeister Thomas Kunack bei einem Bürgerdialog auf dem Markt den Einwohnern. Rund 700 Menschen fanden sich einem Reporter zufolge ein. Weil sie aufgrund fehlender Lautsprecher nichts hören konnten, wandten sich viele von ihnen ab und liefen teilweise mit Fackeln durch die Stadt. Rund 30 Personen blieben mit dem Bürgermeister im Gespräch, darunter einige Händler. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Demonstranten stehen mit Transparenten an einer Kreuzung, um gegen einen Autokorso von Corona-Demonstranten zu protestieren
Gegenprotest in Dresden: Hunderte Menschen setzten ein Zeichen gegen die Corona-Proteste, da sie teilweise von rechtsradikalen Kräften angeführt werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Die Polizei hat eine Straße abgesperrt, hinter der Sperre laufen Demonstranten
In Chemnitz blieb den rund 3.000 Corona-Demonstranten der Marktplatz verwehrt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine große Gruppe von Demonstranten überquert eine Straße
In Freiberg kamen nach Schätzung eines Reporters rund 1.000 Menschen zusammen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mehrere Frauen stehen an einer Straße und halten ein Schild gegen die Impfpflicht hoch
Seit Wochen schließen sich auch immer mehr Pflegekräfte den Protesten an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die Polizeidirektionen hatten zur Absicherung der Demonstrationen 2.465 Beamte im Einsatz. Die Versammlungen sind nach eigenen Angaben überwiegend störungsfrei geblieben. Ausnahmen habe es unter anderem in Bautzen gegeben, wo nach Angaben der zuständigen Pyrotechnik auf Einsatzfahrzeuge geworfen worden ist. Außerdem ermittelt die Polizei in Coswig in einem Fall von gefährlicher Körperverletzung. Bei dem Protest sollen Journalisten angegriffen worden sein.

16:17 Uhr | Köpping kritisiert Falschinformationen zur Impfung

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat Falschinformationen zum Impfen beklagt und deren Urheber scharf kritisiert. Die öffentliche Kommunikation zu diesem Thema werde immer härter, sagte sie am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.

Da werden Menschen beschimpft, die beim Impfen mithelfen und für das Impfen werben. Außerdem gibt es vermehrt Versuche, Verunsicherung zu stiften und öffentliche Empörung zu schüren. Solche Aktionen dürfen wir gemeinsam nicht hinnehmen.

Petra Köpping (SPD) Sachsens Gesundheitsministerin

Köpping appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, Informationen sorgfältig zu prüfen. Es gebe genügend verlässliche Informationsangebote. Köpping bezog sich auch auf gefälschte Flyer mit dem Logo des Sozialministeriums. Man habe in dieser Angelegenheit Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft gestellt.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, spricht während der Kabinettspressekonferenz in der Sächsischen Staatskanzlei auf dem Podium.
Petra Köpping setzt auf Aufklärung und Argumentation Bildrechte: dpa

16:00 Uhr | Kein Abbau der Schuldenlast im vergangenen Jahr

Sachsen hat im vergangenen Jahr keine Schulden abgebaut. Nach Angaben des Finanzministeriums beträgt die Verschuldung weiterhin 10,8 Milliarden Euro. Zur Finanzierung von Ausgaben in der Pandemie mussten neue Kredite von rund 600 Millionen Euro aufgenommen werden, hieß es weiter. Die Gesamtverschuldung Sachsens habe sich damit auf 13,2 Milliarden Euro erhöht. Davon entfallen insgesamt 2,4 Milliarden Euro auf die seit Pandemiebeginn in Anspruch genommenen Notlagenkredite.

15:44 Uhr | Biontech und Pfizer starten klinische Studie mit Omikron-Impfstoff

BioNTech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs gestartet. Wie beide Unternehmen mitteilten, sollen so die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden. An der Studie werden bis zu 1.400 gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 Jahren teilnehmen.

Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines Omikron-Impfstoffs begonnen haben. Bis zum zweiten Quartal könnte man ihn ausliefern, wenn die behördlichen Genehmigungen vorlägen.

15:28 Uhr | Zahl der Erwerbstätigen stabil

Die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Nach Angaben des Statistischen Landesamts waren im Jahr 2021 im Freistaat 2,1 Millionen Menschen durchschnittlich erwerbstätig. Das sind rund 1.100 Männer und Frauen weniger als im Jahr 2020, was einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. So verzeichnete zum Beispiel der Dienstleistungsbereich einen Zuwachs von rund 2.300 Jobs. Demgegenüber stand ein Rückgang von mehr als 3.300 Jobs in der Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei.

Die Zahl der Erwerbstätigen, die der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder nach Berechnungen ermittelt, umfasst Arbeitnehmer, Selbstständige, mithelfende Familienmitglieder und die marginal Beschäftigten.

14:55 Uhr | Grund für milderen Omikron-Verlauf gefunden

Obwohl Omikron der Immunität von Geimpften und Genesenen ausweichen kann, verursacht die Variante den bisherigen Erkenntnissen zufolge mildere Krankheitsverläufe als vorherige Virusversionen. Eine der möglichen Ursachen laut eines deutsch-britischen Forscherteams: Omikron kann das zelleigene Alarmsystem Interferon offenbar schlechter unterdrücken.

14:33 Uhr | Neue Finanzhilfen für Freiberufler und kleine Unternehmen

Die Landesregierung hat heute weitere Wirtschaftshilfen mit dem Namen "Corona-Zuschuss Sachsen Plus" beschlossen. Wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mitteilte, richtet sich das Hilfsprogramm an Kleinstunternehmer, Selbstständige und Freiberufler. Es werde aus Landesmitteln finanziert, die für das im Frühjahr 2021 gestartete Härtefallprogramm bislang nicht abgerufen wurden. Aktuell stünden dafür rund 4,3 Millionen Euro zur Verfügung. Das neue Programm soll laut Dulig eine Lücke schließen, die bislang von Bundesmitteln nicht abgedeckt sei.

Der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landestages muss die Verwendung der freien Mittel aus dem Härtefallprogramm noch genehmigen. Die Beantragung des Corona-Zuschusses bei der Sächsischen Aufbaubank soll im März starten.

14:14 Uhr | Corona-Notfallverordnung soll unverändert bleiben

Sachsen will seine Corona-Notfallverordnung im Wesentlichen unverändert bis Anfang März gelten lassen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) heute an. Kleinere Anpassung seien bei der sogenannten Hotspot-Regelung geplant, die zunächst ausgesetzt werden soll. Abhängig von der tatsächlichen Bettenbelegung in Kliniken könne diese aber auch jederzeit wieder einführt werden, so Köpping. Hochzeiten sind unter 3G-Regeln ab sofort mit 20 Personen möglich. Die neue Verordnung wird voraussichtlich vom 6. Februar bis 6. März gelten und muss noch vom Kabinett abgesegnet werden.

13:14 Uhr | Trotz Corona mehr Ausbildungsverträge im Handwerk

Sachsens Handwerk steht bei jungen Leuten nach wie vor hoch im Kurs. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen bei der Nachwuchswerbung wurden bis Ende Dezember mehr Ausbildungen besiegelt als ein Jahr zuvor, wie der Sächsische Handwerkstag heute in Dresden mitteilte. Demnach wurden bei den Kammern 5.444 Lehrverträge geschlossen - 41 (= 0,8 Prozent) mehr als zum Vorjahreszeitraum.

Besonders gefragt sind Kfz-Mechatroniker, Elektroniker sowie Mechaniker für Sanitär-Heizung-Klima. Eine größere Nachfrage gegenüber dem Vorjahr gab es in den Berufen Fleischer, Konditor, Gebäudereiniger sowie Maler/Lackierer.

Ein vietnamesischer Bäcker holt in einer Backstube Brötchen aus dem Ofen, eine Vietnamesin mit Korb steht dahinter.
Deutlich weniger Vertragsabschlüsse als 2020 gab es zum Beispiel bei Bäckern, Metallbauern und Friseuren. Bildrechte: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

12:54 Uhr | Winterurlaub mit 2G-plus

Im Hotel Lugsteinhof in Zinnwald sind nach der Corona-Lockerung 80 von 100 Zimmern belegt. Die strenge 2G-plus-Regel halte Urlauber nicht ab, gibt Hotelmanager Andreas Sämann einen Einblick in den Betrieb. Man habe ein hauseigenes Testzentrum, das zwei Mitarbeiter den ganzen Tag offen halten.

"Die Stimmung unter den Gästen ist gut, ich würde sogar sagen, sehr gut", sagt Sämann MDR SACHSEN. Eine Hälfte der Gäste seien Wintersportler, die andere Großeltern, die mit ihren Enkeln hier die gemeinsame Zeit verbringen.

12:30 Uhr | Landkreis Meißen will Impfpflicht umsetzen

Der Landkreis Meißen will die Impfpflicht in Pflegeberufen ab Mitte März umsetzen. Allerdings warte man auf eine Handlungsempfehlung von Bund oder Land zur konkreten Umsetzung, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes MDR SACHSEN. Diese sei dringend notwendig, um für alle Beteiligten Klarheit und Sicherheit zu schaffen.

Der Vize-Landrat von Bautzen, Udo Witschas (CDU), hatte gestern Abend erklärt, der Landkreis Bautzen werde die Impflicht in Pflegeeinrichtungen nicht durchsetzen. Ohne das ungeimpfte Personal sei die Betreuung der Pflegebedürftigen nicht gewährleistet.

11:59 Uhr | Corona-Test auf dem Mikrochip

PCR-Tests erkennen Covid-19 zwar zuverlässig und genau, sind in Deutschland aber knapp und teuer. Dresdner Forscher entwickeln derzeit eine günstigere, schnellere Alternative auf Basis spezieller Chips.

11:08 Uhr | Impfservice für Menschen mit Behinderung

Im Vogtland wird die Impfhotline für Menschen mit Behinderung gut angenommen. Das Angebot sei durchweg positiv bewertet worden, hieß es aus dem Landratsamt. In der ersten Woche seit Freischaltung am 17. Januar habe es insgesamt 56 Anmeldungen gegeben.

Bei den Anruferinnen und Anrufern handelt es sich meist um Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, selbst zu den Impfstellen zu kommen. Über die Hotline können Termine für zu Hause ausgemacht werden. Die Nummer ist auf der Seite des Vogtlandkreises abrufbar.

10:22 Uhr | Das kostet die Behandlung von Corona-Patienten

Zum Höhepunkt der vierten Welle im Dezember lagen über 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was kostet die Behandlung? Wir haben einen Kostencheck gemacht.

08:43 Uhr | Kretschmer kritisiert verkürzten Genesenenstatus

Die Regierungschefs der Länder kritisieren die Verkürzung des Corona-Genesenenstatus. Die Bürgerinnen und Bürger hätten "holterdipolter" erfahren, dass ihr Genesenenstatus nicht mehr gelte, sagte etwa Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach den gemeinsamen Beratungen in Berlin. "Das geht so nicht, wir brauchen hier eine andere Form von Verlässlichkeit."

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte den Genesenenstatus nach einer Corona-Infektion in der vergangenen Woche kurzfristig von einem halben Jahr auf drei Monate verkürzt. Später stellte es klar, dass diese Frist nur für Ungeimpfte gilt.

07:58 Uhr | Lernen daheim am Bildschirm

Selbstdisziplin ist die Kernkompetenz am heimischen Bildschirm. Derzeit gibt es viele Programme, die Lehrinhalte digital vermitteln. Ist das der Schlüssel für Bildung für alle?

07:12 Uhr | Impfpflicht im Gesundheitsbereich in Frage gestellt

Die Umsetzung der Impfpflicht im Gesundheitsbereich droht in einigen Bereichen an Personalmangel und Verwaltungshürden zu scheitern. Regional rechnen Einrichtungen in Mitteldeutschland mit Einschränkungen der Versorgung.

06:42 Uhr | Verlage setzen auf Leipziger Buchmesse

Eine Mehrheit der Aussteller steht trotz aller Planungsunsicherheiten zur Leipziger Buchmesse 2022. Das sei das Ergebnis einer Blitzumfrage, sagte Buchmessedirektor Oliver Zille dem "Börsenblatt online". Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 seien 75 Prozent der Aussteller angemeldet. Zille hofft, dass mit der neuen Corona-Schutzverordnung ab 7. Februar Messen wieder erlaubt werden. Die Buchmesse ist vom 17. bis 20. März geplant.

06:09 Uhr | Wocheninzidenz in Sachsen bei 377

Die Corona-Wocheninzidenz liegt in Sachsen heute bei 377. Sie ist damit im Vergleich zum Vortag gesunken. Gestern betrug der Wert 403,9. In den Krankenhäusern werden um die 560 Covid-Patienten behandelt.

Bundesweit hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen deutlichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Der neue Höchstwert liegt demnach bei 894 gegenüber einem Wert von 840 gestern. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages fast 127.000 Corona-Neuinfektionen. 214 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

05:41 Uhr | Proteste gegen Corona-Maßnahmen

In mehreren sächsischen Städten haben gestern Abend wieder Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei wurden auch Polizisten und Medienvertreter angegriffen, wie Augenzeugen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter berichteten. Demnach wurden in Coswig Pressevertreter mit Glasflaschen beworfen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben einen Tatverdächtigen vorläufig fest. Gegen ihn werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Bei Protesten in Bautzen und Chemnitz sei Pyrotechnik geworfen worden. In einigen Orten gab es auch Gegendemonstrationen, so etwa in Dresden, Radebeul, Leipzig und Zwickau. Umfragen zufolge steht die Mehrheit der Bürger hinter den Corona-Maßnahmen. Laut einer Erhebung für die Deutsche Presse-Agentur fanden 24 Prozent der Befragten, dass sie zu weit gehen.

05:20 Uhr | Regierung stellt heute Eckpunkte neuer Verordnung vor

Die sächsische Regierung will heute Mittag die Eckpunkte der neuen Corona-Notfallverordnung vorstellen. Die aktuelle Verordnung gilt noch bis zum 6. Februar und enthält einige Erleichterungen. Diese sind allerdings an die Auslastung der Krankenhäuser geknüpft und werden bei Erreichen bestimmter Schwellenwerte wieder rückgängig gemacht.

Gestern hatten Minister und Ministerinnen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Sie wollen die bestehenden Corona-Regeln vorerst beibehalten, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Anschluss.

05:08 Uhr | Tourismusbranche will nicht wieder in Lockdown

In Sachsens Tourismusbranche sehen viele mit Sorge auf die aktuellen Inzidenzwerte, die schnell den nächsten Lockdown für die Branche bringen könnten, informiert der Landestourismusverband (LTV). Laut Corona-Notfallverordnung müssen in sogenannten Hotspot-Regionen Museen, Hotels, Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie ab einem Inzidenzwert von 1.500 wieder schließen. Bei dieser Regelung sieht der LTV Handlungsbedarf.

"Aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie wird klar, dass vor allem die Situation in den Krankenhäusern berücksichtigt werden muss", sagte der Präsident Jörg Markert. Priorität sollte seiner Meinung nach die Belegungsstufe der Krankenhausbetten haben. Ein völliges Herunterfahren des Tourismus dürfe es in Sachsen nicht mehr geben, verlangte er. Am 14. Februar startet Sachsen in die Winterferien. Besonders diese Zeit sei für die Tourismuswirtschaft überlebenswichtig.

Eine Hotelangestellte putzt mit Mundschutz Tische, auf denen Plexiglaswände stehen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 25. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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