Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 06.01.: Wöller für Lockerungen der Versammlungsauflagen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Corona-Demo 20.12.2021 - Polizeiinformation - Ihre Versammlung ist aufgelöst! steht auf einem Display an einem Einsatzwagen.
Bildrechte: Stefan Heine

19:15 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle endet die aktuelle Corona-Berichterstattung für heute. Die Kolleginnen und Kollegen sind morgen früh wieder für Sie da - dann mit allen Neuigkeiten zu den Bund-Länder-Beratungen und möglichen Regel-Änderungen.

Apropos Veränderung: Sollten Sie auch zu denjenigen gehören, für die der Dreikönigstag heute der letzte Tag für die Weihnachtsbeleuchtung und -deko zu Hause ist, dann wünschen wir Ihnen einen besonders gemütlichen Abend. Bevor Sie die Dekokisten wegräumen, empfehlen wir Ihnen die Lektüre zur Tour der Sternsinger in Görlitz, die es nicht so gemütlich hatten. Bleiben Sie gesund!

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17:29 Uhr | Kretschmer will für 2G-Plus werben

Trotz Omikron kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an, weitgehende Öffnungen bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen, aber auch im Skibetrieb zu planen - zumindest für Geimpfte und Genesene. Beim Bund-Ländertreffen morgen wolle Sachsen zudem für eine 2G-Plus-Regelung im Hotel- und Gaststättenbereich werben.

17:06 Uhr | OVG bestätigt 2G-Kontrollpflicht für Einzelhandel

Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hat einen Eilantrag gegen die 2G-Kontrollpflicht im Einzelhandel abgelehnt (AZ. 3 B 454/21). Ein Textileinzelhandelsunternehmen mit mehreren Filialen in Sachsen hatte sich vor allem an der damit verbundenen Kontrollpflicht privater Akteure gestört, die am Einlass Impfpässe und Ausweise kontrollieren müssen. Zwar sah auch der Senat in der 2-Regelung einen Eingriff in die durchs Grundgesetz geregelte Berufsausübungsfreiheit. Aber dieser Eingriff sei angemessen und gestützt durch das Infektionsschutzgesetz, hieß es.

16:11 Uhr | Erstes beschleunigtes Verfahren nach Demo in Bautzen

Nach der Corona-Demonstration am Montag in Bautzen hat die Staatsanwaltschaft eine erste Anklage gegen einen Mann erhoben. Der 21 Jahre alte Beschuldigte soll Polizisten beleidigt und anschließend einem Beamten gegen die Brust getreten haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. Es handele sich um ein beschleunigtes Verfahren vor dem Amtsgericht Bautzen. Der Mann ist den Angaben zufolge polizeibekannt.

15:50 Ohr | Mehr als 265.000 ältere Sachsen ungeimpft

Mehr als 265.000 Sachsen über 60 Jahre sind nicht gegen Corona geimpft. Das sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) MDR SACHSEN. Sie betonte, gerade diese Altersgruppe sei besonders gefährdet und rief die Menschen auf: "Lassen Sie sich impfen!"

Für die Ungeimpften bleibt es eine gefährliche Infektion. Und deswegen bin ich ein bisschen traurig, nach wie vor in Sachsen, dass wir einen Impfstatus von 60 Prozent bei den zweifach Geimpften haben und dass wir auch Nachholebedarf beim Boostern haben.

Petra Köpping sächsische Sozialministerin (SPD)

15:01 Uhr | Wöller für Lockerungen der Versammlungsauflagen

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat im Gespräch mit MDR SACHSEN Lockerungen der Versammlungsauflagen befürwortet. Gleichzeitig nannte er die Bedingung dafür:

Bei weiter zurückgehenden Zahlen der Infektionslage sollten wir schnell reagieren und entsprechende Lockerungen einleiten.

Roland Wöller sächsischer Innenminister (CDU)

Wann und in welchem Umfang die kommen, darüber werde das Kabinett kurzfristig entscheiden, sagte Wöller. Morgen berät das Kabinett über die nächste Corona-Notverordnung, die nach dem 14. Januar gelten soll. Die "Leipziger Volkszeitung" hatte zuerst darüber berichtet, dass Wöller bei der jüngsten Kabinettsberatung vorgeschlagen haben soll, künftig bis zu 1.000 Versammlungsteilnehmende zuzulassen. Dazu sagte der Innenminister auf MDR-Nachfrage nichts.

14:43 Uhr | Viertelmillion Euro für Zukunftsprogramm Kino

Sachsen bezahlt auch in diesem Jahr das Zukunftsprogramm Kino des Bundes mit. Für 2022 stehen 250.000 Euro zur Verfügung, um Investitionen zu unterstützen, teilte die Staatskanzlei mit. Damit sollen Filmtheater auch außerhalb von Ballungsgebieten als Kulturorte gestärkt werden. Anträge können den Angaben nach ab morgen bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.

Wiedereröffnung der Kinos
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14:00 Uhr | 112 Todesfälle seit gestern in Sachsen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat in Sachsen wieder die 300er Schwelle überschritten. Das Robert Koch-Institut gab sie am Morgen mit 315 an. Gestern lag der Wert noch bei 287,9.

  • Die höchsten Inzidenzen haben die Landkreise Meißen (419,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (410,7).
  • Die niedrigsten Werte meldeten der Kreis Görlitz (247) und Mittelsachsen (255,7).

Der Freistaat meldete zudem viele Corona-Tote. Von den 443 bundesweit gestorbenen Patienten kamen 112 aus Sachsen. Das sind rund 25 Prozent. Sachsen hat aber nur einen Bevölkerungsanteil in Deutschland von rund 5 Prozent.

13:14 Uhr | Blutspendedienste beklagen Zurückhaltung bei Blutspenden

Beim Haema Blut- und Plasmaspendedienst und beim DRK in Sachsen haben sich die Blutprodukt-Bestände spürbar verringert. Derzeit sei in den zwölf Blutspendezentren des Dienstes in Sachsen zudem ein Rückgang an Spenden zu verzeichnen, teilte das Unternehmen mit. Wie eine Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost sagte, ist die Versorgungssituation mit Blutpräparaten derzeit auf niedrigem Niveau stabil. Unsicher sei jedoch, wie sich die Situation weiter entwickle: Sollte es, wie von Experten befürchtet, zu einer weiten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kommen, könnte es neue Engpässe geben.

Blutbank im Uniklinikum Halle. Ca. 300 Blutkonserven mit roten Blutkörperchen lagern hier bei 4 Grad Celsius.
Bildrechte: Karsten Möbius/MDR WISSEN

Blut- und Plasmaspenden können nicht lange gelagert werden und würden deshalb kontinuierlich dringend benötigt, hieß es. "Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blut und aus Plasma hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, ist es wichtig, dass weiterhin gespendet wird", sagte eine Haema-Unternehmenssprecherin. Ein umfassendes Hygienekonzept trage dazu bei, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus bestehe.

13:04 Uhr | Erzgebirge hofft auf Ski-Betrieb

Der Tourismusverband Erzgebirge hofft, dass mit der neuen sächsischen Corona-Verordnung doch noch Wintertourismus in Sachsen möglich wird. Vorstandsvorsitzender Frank Vogel sagte dem MDR, man sei mit der Staatsregierung im Gespräch. Es sei etwas in Bewegung und man spüre, dass sehr gewissenhaft abgewogen werde. Er hoffe, dass die Abwägung mehr in Richtung für die Öffnung der Skilifte gehe. Es sei schwer, wenn man sehe, dass in Tschechien, Bayern und Thüringen Ski-Betrieb möglich sei.

12:57 Uhr | AfD in Sachsen berät über Umgang mit "Freien Sachsen"

Der Vorstand der sächsischen AfD berät heute über den Umgang mit der als rechtsextrem eingestuften Partei "Freie Sachsen". Wie MDR SACHSEN aus AfD-Kreisen erfuhr, gibt es Bestrebungen, sich offiziell von den "Freien Sachsen" zu distanzieren. Der Landesverband will offenbar einen sogenannten Unvereinbarkeitsbeschluss empfehlen. Dieser könnte kommenden Montag vom Bundesvorstand gefasst werden.

Der Verfassungsschutz beobachtet die "Freien Sachsen" als rechtsextremistische Bestrebung. Die Partei macht unter anderem durch die Mobilisierung von Protesten gegen die Corona-Schutz-Maßnahmen von sich reden.

11:04 Uhr | Sachsen bei Booster-Impfungen Schlusslicht

Sachsen ist bei den Auffrischungsimpfungen Schlusslicht. Das geht aus den Daten der Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach lag die Auffrischungsquote gestern bei 32,1 Prozent. Das entspricht gut 1,3 Millionen verabreichten Spritzen. Spitzenreiter im Bundesvergleich war gestern das Saarland mit einer Auffrischungsquote von 48,5 Prozent. Aus dem sächsischen Sozialministerium hieß es dazu: "Die gewisse Zurückhaltung beim Impfen, die in Sachsen zu beobachten ist, ist natürlich auch bei der Booster-Impfung spürbar."

10:54 Uhr | Personallage bei Verkehrsunternehmen entspannt sich leicht

Mit der Entspannung der Corona-Lage in Sachsen verbessert sich auch die Personalsituation bei den Verkehrsunternehmen wieder. Zwar ist die Ausfallquote nach wie vor eher hoch, aber nicht mehr so hoch wie Ende November und Anfang Dezember, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Teilweise bestehen trotzdem noch Einschränkungen beim Angebot - so im Dresdner und Chemnitzer Stadtverkehr. Bei der Mitteldeutschen Regiobahn gibt es noch Einschränkungen auf den Regionalbahn-Linien Zwickau - Dresden und Leipzig - Döbeln.

Fahrgäste steigen aus einer Niederflurstraßenbahn.
Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer

Die Leipziger Verkehrsbetriebe, die Vogtlandbahn und der Trilex von Dresden nach Zittau und Görlitz fahren den Angaben zufolge wieder ohne Einschränkungen.

10:26 Uhr | Sachsen will mit Zeitungsanzeigen fürs Impfen werben

Der Freistaat Sachsen bereitet eine Kampagne zur Impfwerbung vor. Das sächsische Sozialministerium teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, man wolle Menschen erreichen, die noch gar nicht geimpft oder noch nicht geboostert sind. Bei den geplanten Zeitungsanzeigen gehe es vor allem darum, die staatlichen und kommunalen Impftermine und Impforte bekanntzumachen, die mittlerweile zahlreich neben den Arztpraxen die Corona-Schutzimpfung anbieten. Man werde das vor allem über Zeitungsanzeigen machen.

Mit dem intensiven Bekanntmachen der lokalen Impfmöglichkeiten wollen wir eine Impfoffensive auslösen, also eine stärkere Dynamik in den Impfprozess bringen, damit die Zahlen zunehmen und immer mehr Menschen geschützt sind. Freie Impfkapazitäten gibt es.

Sächsisches Sozialministerium

Stapel Zeitungen
Bildrechte: IMAGO / Rüdiger Wölk

08:00 Uhr | Hoteliers und Gastwirte verlangen Öffnungsperspektiven

Hoteliers und Gastwirte fordern eine Öffnungsperspektive. Die Lage in der Branche sei verheerend, teilten die Dehoga und der Landestourismusverband teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Verbot touristischer Übernachtungen und die Sperrstunde in den Gaststätten um 20 Uhr seien existenzbedrohend. Die nächste Corona-Verordnung, die ab 15. Januar gelten soll, müsse deshalb eine Perspektive aufzeigen. Am Mittag wollen sich die Verbände zu Detailfragen äußern. Am 12. Februar beginnen die sächsischen Winterferien.

07:20 Uhr | Sternsinger bleiben coronakonform vor den Häusern

Nach einem Jahr Pause sind heute auch in Leipzig wieder die Sternsinger unterwegs. Für die Katholische Propsteigemeinde St. Trinitatis bringen die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder den Segen - so zum Beispiel ans Evangelische Schulzentrum, ins Rathaus und in verschiedene Haushalte. Alles erfolge coronakonform, sate Propst Gregor Giele. "Im Normalfall bringen die Sternsinger den Segen in die Häuser, sagen noch etwas auf und schreiben dann den Segen an die Tür. Jetzt bleiben sie wegen Corona draußen und sind auch nur in kleinen Gruppen unterwegs."

Der Brauch des Sternsingens ist seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar. 2022 steht die Aktion unter dem Motto "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit". Dabei werden Spenden für Kinderhilfsprojekte im Südsudan, Ghana und Ägypten gesammelt.

Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. 3 min
Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

06:48 Uhr | Kretschmer gegen generelle Quarantäne-Verkürzung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor einer generellen Verringerung der Corona-Quarantäne gewarnt. Der CDU-Politiker sagte den Funke-Medien, Omikron sei extrem gefährlich, gerade für ungeimpfte Personen. Daher gebe es keinen Grund für eine generelle Verkürzung der Isolationszeiten. Man müsse sich von medizinischen Notwendigkeiten leiten lassen, um die Pandemie zu überstehen, so Kretschmer.

Michael Kretschmer
Bildrechte: dpa

Die Gesundheitsminister der Länder hatten gestern empfohlen, die Isolation nach einer Corona-Infektion bei geimpften Beschäftigten in Schlüsselbereichen bereits nach fünf Tagen zu beenden.  Es wird befürchtet, dass es sonst zu Personalengpässen in wichtigen Teilen der Infrastruktur kommen könnte.

06:37 Uhr | Online-Terminvergabe für Impfungen in Chemnitz

Ab sofort können für die Corona-Impfungen der gemeinsamen Impfstelle im Klinikum Chemnitz Termine online gebucht werden. Die Stadtverwaltung teilte mit, das gelte sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ab fünf Jahren. Impfungen ohne Termin seien zwar weiterhin möglich, würden aber aufgrund der möglichen Wartezeiten nicht empfohlen.

Impfung eines Kindes in den Oberarm
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

05:57 Uhr | Kommen verkürzte Quarantänezeiten?

Kürzere Isolations- und Quarantänezeiten, und die Schulen bleiben geöffnet: Vor den Beratungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer zeichnen sich Grundlinien ab, wie Deutschland auf die weitere Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus reagieren wird. Gestern fassten die Gesundheitsministerkonferenz und die Kultusministerkonferenz entsprechende Beschlüsse.

Die Gesundheitsminister und -ministerinnen der Länder empfehlen unter bestimmten Voraussetzungen eine verkürzte Isolation für Corona-Infizierte. Geimpfte, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur wie etwa in Krankenhäusern, bei der Polizei oder der Wasserversorgung arbeiten, sollen mit einem negativen PCR-Test die Isolation "zum Zweck der Arbeitsaufnahme" schon nach fünf Tagen verlassen können, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach einer Videoschalte. Für symptomfreie geimpfte enge Kontaktpersonen soll demnach die Dauer der Quarantäne auf sieben Tage reduziert werden.

05:41 Uhr | Impfen ohne Termin in Meißen

Am Montag, 7. Januar, können sich Interessierte ab 16 Jahren im Senioren-Park "carpe diem" Meißen impfen lassen. Die öffentliche Aktion ohne Termin findet auf dem Gelände Dresdner Straße 34 im Restaurant in der Zeit von 10 bis 15 Uhr statt. Nach Angaben der Organisatoren wird der Impfstoff Moderna verimpft.

05:07 Uhr | Hilfe-Aufruf für Dresdner Seniorenheime

Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann hat die Bürger der Stadt erneut dazu aufgerufen, die Pflege- und Seniorenheime zu unterstützen. Wer helfen könne und wolle, sollte sich per Mail an die Pflegekoordination der Stadt Dresden wenden (Mail: pflegekoordination@dresden.de). Laut Kaufmann sei die Versorgung in den Pflegeeinrichtungen noch gesichert.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 06. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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