Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 15.11.: Ministerpräsident Kretschmer gegen Lockdown für Ungeimpfte

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Lockdown für Ungeimpfte in Österreich
Lockdown für Ungeimpfte in Österreich Bildrechte: Reuters

Meldungen des folgenden Tages

20:53 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir unseren Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und gute Nacht. Morgen sind wir an gleicher Stelle wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

20:16 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer gegen Lockdown für Ungeimpfte

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich gegen einen Lockdown für Ungeimpfte ausgesprochen. Im "ARD Extra" am Montagabend sagte Kretschmer, Druck und Zwang seien "nicht mein Weg". Es sei eine freiwillige Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen. Diese dürfe aber jetzt nicht zum Zwang für andere Personengruppen, wie beispielsweise Kinder, führen. Die besonders gefährdete Gruppe der Ungeimpften müsse sich jetzt zurücknehmen.

Michael Kretschmer
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Ob die Pandemiebekämpfung gelingt, entscheidet, welche Lebensqualität wir bis Ostern haben werden.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

Kretschmer forderte darüber hinaus eine bundesweite 2G-Regelung. "Es bleibt uns nichts anderes übrig", so Kretschmer. Man müsse am Donnerstag bei den geplanten Bund-Länder-Gesprächen ein gemeinsames, starkes Signal senden. Die Pandemiebekämpfung sei allerdings eine Aufgabe, die alle angehe, nicht nur den Staat. Es gehe jetzt darum, Kontakte zu vermeiden, 2G-Regeln einzuhalten und Veranstaltungen zu beschränken, so der Ministerpräsident.

19:52 Uhr | Sachsen will bis zu 10.000 Impfdosen täglich verabreichen

Angesichts einer drastischen Zunahme von Corona-Neuinfektionen soll das Tempo beim Impfen in Sachsen deutlich zunehmen. Der Freistaat bekomme 170.000 zusätzliche Dosen und werde das Personal in den mobilen Impfteams verstärken, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping. Die bisherige Kapazität von 3.000 Impfdosen pro Tag solle ab sofort verdoppelt und ab Dezember auf 9.000 bis 10.000 Dosen erhöht werden.

Damit steige die wöchentliche Menge bei den mobilen Teams von derzeit 18.000 auf 54.000 Dosen. Allerdings muss das Kabinett am Dienstag noch zuzustimmen. Laut Köpping kostet das zusätzlich 110 Millionen Euro, wovon der Bund die Hälfte trägt. Auch Hausärzte sollen für Impfungen eine bessere Vergütung erhalten.

19:22 Uhr | Studie aus Chemnitz geht Umfragen zur Impfquote auf den Grund

Eine Umfrage weckte den Verdacht, dass das Robert Koch-Institut die Zahl der Geimpften in Deutschland unterschätzt. Eine neue Studie unter Beteiligung der TU Chemnitz zeigt aber: Ungeimpfte geben ihren Impfstatus häufig falsch an.

Werden sie direkt nach ihrem Impfstatus befragt, neigen viele Ungeimpfte dazu, eine falsche Antwort zu geben. Weil es sozial erwünscht ist, sagen sie dann, sie seien mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft, obwohl das nicht zutrifft. Die Veröffentlichung der Studie der TU Chemnitz und der Universität Konstanz steht noch aus.

17:51 Uhr | Sächsisches Kabinett will am Dienstag über neue Schutzverordnung beraten

Die sächsische Regierung will am Dienstagmittag über die nächsten Schritte in der Corona-Pandemie beraten. Im Kern geht es um die neue Schutzverordnung, die nach dem 25. November in Kraft treten soll.

Da der Freistaat am Montag die Belastungsgrenze bei der Belegung von Krankenhausbetten erreichte, gelten vermutlich schon ab diesem Freitag ohnehin neue Einschränkungen. Dann gilt die sogenannte Überlastungsstufe der Corona-Schutzverordnung. Sie sieht stärkere Kontaktbeschränkungen und 2G-Regeln in weiteren Bereichen vor.

17:32 Uhr | Stadt Bautzen fordert verbindliche Weihnachtsmarkt-Regeln

Die Stadt Bautzen hat die Landesregierung und den Bund aufgefordert, verbindliche Regelungen zur Durchführbarkeit von Weihnachtsmärkten zu erlassen. Trotz der gültigen Corona-Schutzverordnung kämen aus Dresden seitens des Ministerpräsidenten Signale, die eine Absage aller Weihnachtsmärkte fordern, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung . Die Entscheidung aber könne und dürfe nicht auf die Kommunen abgewälzt werden.

Ursprünglich sollte der Wenzelsmarkt in Bautzen bereits am 26. November eröffnet werden. Aufgrund der aktuellen Lage habe man sich entschlossen, den Start auf den 3. Dezember zu verschieben. "Wichtig ist der Stadt dabei, die Händler, die bereits durch die Pandemie schwer gebeutelt sind, nicht unnötig zu belasten. Ein Aufbau unter den derzeitigen Bedingungen und aufgrund der Aussagen des Ministerpräsidenten ist aber derzeit unzumutbar", so die Stadtverwaltung.

17:03 Uhr | Städte im Erzgebirge wollen an Weihnachtsmärkten festhalten

Trotz stark gestiegener Infektionszahlen halten viele Städte im Erzgebirge an ihren Weihnachtsmärkten fest. So hätten Annaberg-Buchholz, Marienberg, Freiberg, Olbernhau, Schneeberg und Schwarzenberg entschieden, ihre Weihnachtsmärkte durchzuführen, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Dabei wurde auf die aktuelle Corona-Verordnung verwiesen, nach der Weihnachtsmärkte zulässig sind. Dennoch hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer angemahnt, die Märkte angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens abzusagen.

16:41 Uhr | Besucherstopp im Leipziger Diakonissenkrankenhaus

Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig hat aufgrund stark steigender Coronazahlen einen Besucherstopp verhängt. Dieser trete von Dienstag an bis auf Weiteres in Kraft und hebe bislang geltende Besucherregeln auf, wie das Krankenhaus am Montag mitteilte.

Ziel sei es, das Infektionsrisiko für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren. Das Leipziger Krankenhaus kündigte verschärfte Zutrittskontrollen an. In Ausnahmefällen sollen kurze Besuche jedoch weiterhin erlaubt sein.

16:02 Uhr | Lockdown für Ungeimpfte?

SPD und Grüne planen angesichts hoher Infektionszahlen schärfere Maßnahmen bis hin zu einem möglichen Lockdown für Ungeimpfte. SPD-Bundestagsfraktionsvize Dirk Wiese sagte im ZDF, die Länder müssten Möglichkeiten und Instrumente erhalten, dem "hohen Infektionsgeschehen auch zu begegnen". In dieser Woche soll dazu das Infektionsschutzgesetz beschlossen werden und nächste Woche dann die pandemische Notlage enden. Im Kern soll die Verantwortung für Maßnahmen künftig vor allem bei den Ländern liegen.

14:23 Uhr | Kassenärztliche Vereinigung bittet um Geduld bei Booster-Impfung

Sachsen will angesichts einer drastischen Zunahme von Corona-Neuinfektionen das Tempo beim Impfen schnell erhöhen. Unter anderem hatte die Kassenärztliche Vereinigung an die Arztpraxen appelliert, auch am Buß- und Bettag zu impfen. Gleichzeitig bat Vorstandschef Klaus Heckemann um Geduld bei den so genannten Booster-Impfungen. Er bat die Menschen "vielleicht noch ein, zwei Wochen zu warten, damit erst mal die Älteren, die es am dringendsten brauchen, diese Impfung bekommen." Innerhalb von zwei Wochen jeden über 18-Jährigen boostern sei ein "illusionäres Ziel", so Heckemann.

14:02 Uhr | Sächsische Landeskirche will keine 2G-Regel

Sachsens evangelische Landeskirche erwägt keine Einführung der 2G-Regel für Gottesdienste. Diese kirchlichen Veranstaltungen müssten "um jeden Preis offen gehalten werden", sagte der sächsische Landesbischof Tobias Bilz am Montag. Nur weil einer oder eine nicht geimpft ist, dürfe er oder sie vom Gottesdienst nicht ausgeschlossen werden.

"Im Zweifelsfall ist es wichtig, dass wir andere Regeln treffen", sagte er. Vor allem das Testen dürfe nicht vernachlässigt werden.

13:34 Uhr | Erzgebirgsgemeinden verzichten auf traditionelles Pyramidenanschieben

In Zschorlau, Albernau und Burkhardtsgrün wird es in diesem Jahr kein traditionelles Pyramidenanschieben geben. Grund sind die steigenden Corona-Zahlen und die damit verbundenen Auflagen für die Durchführung solcher Zusammenkünfte. Zschorlaus Bürgermeister Wolfgang Leonhardt sagte MDR SACHSEN, es schmerze zunehmend, "dass wir die gewohnten Traditionen nicht durchführen können. Aber ich denke, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Verständnis für diese Maßnahme hat." Er hoffe, dass viele Menschen mit ihren Familien die große Pyramide dennoch bestaunen. Sie werde sich in jedem Fall in der Adventszeit wie gewohnt drehen.

Mit dem Pyramidenanschieben wird in vielen Erzgebirgsgemeinden die Adventszeit eingeläutet. Die Vorweihnachtszeit wird in der Region üblicherweise sehr gesellig bei sogenannten Hutzenabenden mit Musikdarbietungen in Mundart begangenen, viele Frauen treffen sich an den langen Winterabenden zum gemeinsamen Klöppeln.

12:36 Uhr | Überlastungsstufe droht: 1.391 Corona-Patienten auf Normalstationen

Insgesamt 1.391 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung müssen in Sachsen auf Normalstationen in den Kliniken behandelt werden. Das geht aus den aktuellen Zahlen des sächsischen Gesundheitsministeriums hervor (Stand: 15.11.2021, 11:30 Uhr). Bleibt die Zahl in den kommenden beiden Tagen über 1.300, gelten ab Freitag die Regeln der sogenannten Überlastungsstufe. Das bedeutet mehr Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und 2G-Regeln für weitere Bereiche

11:01 Uhr | Museen geschlossen - Mitarbeitende helfen im Gesundheitsamt

Das Landratsamt Bautzen schließt weitere Ämter und öffentliche Einrichtungen, da deren Beschäftigte an das Gesundheitsamt abgeordnet werden. So sind ab sofort das Museum der Westlausitz in Kamenz und das Sorbische Museum Bautzen geschlossen. Die Sachgebiete Denkmalschutz, Integrierte ländliche Entwicklung und Kreisvermessung sind ebenfalls bis auf weiteres zu. Auch im Bereich des Jugendamtes kommt es zu Leistungseinschränkungen. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Bearbeitung sämtlicher Anliegen aufgrund der aktuellen Situation länger dauert.

10:31 Uhr | Nach Messerstecherei Corona-Infektion festgestellt

Bei einer Party in Leipzig-Leutzsch ist am Wochenende ein Streit unter zwei Personen eskaliert. Dabei stach ein 36-jähriger Deutscher mit einem spitzen Gegenstand auf einen 16 Jahre alten Jugendlichen ein und verletzte ihn lebensbedrohlich. Beide kamen ins Krankenhaus, wo bei dem mutmaßlichen Messerstecher eine Covid-Infektion festgestellt wurde. Alle Gäste der Party in der Nacht zum Sonnabend im Bahnhofsgebäude am Ritterschlösschen sind nun aufgerufen, sich testen zu lassen. Der Tatverdächtige wurde bereits in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

08:44 Uhr | Köpping lehnt generelle 1G-Regel ab

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat Forderungen nach der Einführung einer generellen 1G-Regel eine Absage erteilt. Die Schnelltests seien hierfür nicht zuverlässig genug, dies hätten PCR-Nachtests in Arztpraxen immer wieder ergeben. Die SPD-Politikerin glaubt zudem, dass Menschen bei einer allgemeinen Testpflicht 1G ihre Impfbereitschaft verlieren könnten. Das würde aber dazu führen, dass "wir die Pandemie nie bewältigen". Bei 1G-Regel dürften nur noch Gesteste beispielsweise in Restaurants oder zu Veranstaltungen - unabhängig von ihrem Impfstatus.

Köpping plädiert aber dafür, dass sich auch Geimpfte regelmäßig freiwillig testen, um eine von ihnen möglicherweise ausgehende Ansteckungsgefahr frühzeitig zu erkennen.

08:24 Uhr | Köpping verteidigt Schließung der Impfzentren

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat bei MDR SACHSEN - Das Sachsenradio die Schließung der Impfzentren in Sachsen zum 30. September verteidigt. Man habe die Entscheidung des Bundes umgesetzt. Unter anderem verwies die SPD-Politikerin auf Kostengründe. Ab Juli seien in Sachsen die Impfzentren nur noch zwischen 15 bis 20 Prozent ausgelastet gewesen. An manchen Tagen sei kein Impfling mehr gekommen. Sachsen habe aber weiterhin 30 mobile Impfteams finanziert, die nach anfänglicher Flaute inzwischen wieder 4.000 Impfungen am Tag verabreichten. Köpping verwies auf die nach ihren Angaben inzwischen 1.700 Arztpraxen, die Corona-Impfungen anböten. Impfstationen und Impfteams seien als zusätzliche Angebote zu verstehen. Die Ministerin kündigte an, nachzusteuern zu wollen, ohne dies konkret zu erläutern. Man habe inzwischen zusätzlichen Impfstoff nach Sachsen geholt, damit dieser nirgends ausgehe, so Köpping.

Einige Bundesländer, so etwa Berlin, haben Impfzentren offen gehalten. In Sachsen ist die Nachfrage nach Booster-Impfungen erwartungsgemäß massiv angestiegen. Auch Erstimpflinge sind verstärkt auf der Suche nach Impfangeboten und stehen teilweise stundenlang Schlange.

08:00 Uhr | Grimma schafft neue Impfstelle

In Grimma wird ab Donnerstag in der Auenpassage gegen Corona geimpft. Der Ort sei gut erreichbar und verfüge über ausreichend Parkplätze, sagte Oberbürgermeister Matthias Berger der "Leipziger Volkszeitung". Die Stadt reagiere damit auf den Ansturm am 4. und 5. November. Damals war die Impfstelle am Stadthaus geradezu überrannt worden. Die Impfwilligen, darunter viele ältere Menschen, mussten lange Zeit im Regen anstehen.

07:55 Uhr | Zeitung: Leipziger Weihnachtsmarkt für weitere zehn Jahre an Käthe Wohlfahrt vergeben

Die Käthe Wohlfahrt KG wird auch in Zukunft den Leipziger Weihnachtsmarkt betreiben. Die Stadt hat dem mittelfränkischen Familienunternehmen aus Rothenburg ob der Tauber den Zuschlag für die nächsten zehn Jahre erteilt, wie die "Leipziger Volkszeitung" schreibt. In diesem Jahr soll der Budenzauber am 23. November starten - wegen Corona allerdings ohne Glühweinausschank.

Das Unternehmen Käthe Wohlfahrt ist als Händler von Weihnachtsdeko und -figuren international bekannt, hat sich nach Zahlungsenpässen und einem Insolvenzantrag in diesem Frühjahr in Eigenverwaltung saniert. Das Unternehmen war den Angaben zufolge wegen der Pandemie in Schieflage geraten.

07:01 Uhr | Köpping nicht mehr generell gegen Impflicht in der Pflege

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping lehnt eine Impfpflicht für Beschäftigte in der Pflege nicht mehr kategorisch ab. Die SPD-Politikerin sagte der "Leipziger Volkszeitung", sie mache sich große Sorgen wegen des ungeimpften Pflegepersonals. Es gebe Heime mit vielen Toten - und das Personal lasse sich trotzdem nicht immunisieren. Es sei unverständlich, dass man die alten Menschen einer solchen Gefahr aussetze. Dem Bericht zufolge waren in der vergangenen Woche in 108 Pflegeeinrichtungen Corona-Infektionen festgestellt worden.

Heute ist in Sachsen ein Spitzentreffen geplant, um bei den Impfungen mehr Tempo zu machen. Daran nehmen neben der Ministerin auch Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, von Ärzteverbänden sowie des Apothekerverbandes teil.

06:00 Uhr | Bund schickt Millionen Masken und Tests nach Sachsen

Sachsen bekommt wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage kurzfristig 4,5 Millionen FFP2-Masken und eine Million Schnelltests kostenlos von der Bundesregierung. Die Masken aus den Beständen des Bundes stammten aus deutscher Produktion und würden für die besonders von der Pandemie betroffenen Regionen im Freistaat zur Verfügung gestellt, erklärte das Bundesgesundheitsministerium. Unabhängig davon liefere der Bund zur Zeit erneut kostenlos Schutzmasken an alle Pflegeheime in Deutschland. Zuerst hatte die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet.

05:32 Uhr | Kretschmer erwartet Corona-Welle bis Ostern

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer erwartet ein Andauern der vierten Corona-Welle bis Ostern und eine Rekordzahl an Toten. "Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters: Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen", sagte Kretschmer am Sonntag. Ein Lockdown in der Weihnachtszeit sei noch zu verhindern, aber die Zeit dafür laufe davon. Kretschmer prognostizierte dabei auch mehr Todesopfer durch das Virus. Als weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie forderte der CDU-Politiker, Kontakte zu reduzieren und größere Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte abzusagen.

Michael Kretschmer
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Bildrechte: dpa

Für Sachsen drohte Kretschmer Gastronomen, die sich nicht an die geltende 2G-Regel halten, mit Entzug ihrer Konzession. "Ein Gastronom, der sich nicht an Gesetze halten will oder kann, erfüllt nicht die Voraussetzungen für eine Konzession. Der muss seinen Laden zusperren."

05:07 Uhr | Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz fordert 1G-Regel

Für eine landesweite 1G-Regel gegen die Corona-Pandemie hat sich der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz, Rolf Schmidt (Freie Wähler), ausgesprochen. Demnach würden nur noch Getestete Zutritt etwa zu Innengastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen haben - egal ob geimpft oder ungeimpft, sagte Schmidt am Wochenende der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung der Landesregierung für 2G in weiten Teilen des öffentlichen Lebens sei der falsche Weg. Sie spiele Geimpfte und Ungeimpfte gegeneinander aus und führe dazu, dass weniger getestet werde. Zumal auch geimpfte Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren und dieses weitergeben könnten.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 15. November 2021 | 19:00 Uhr

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