Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 29.11.: Großer Meldeverzug bei Gesundheitsämtern in Sachsen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Kathrin Albrecht telefoniert im Arbeitsraum der Kontaktnachverfolger mit Bürgern, die wegen der Corona-Schutzmaßnahmen in häuslicher Quarantäne bleiben müssen.
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22:00 Uhr | Ticker-Ende

Wir beenden den Corona-Ticker an dieser Stelle. Morgen früh sind wir mit aktuellen Informationen wieder für Sie da.

21:30 Uhr | Gesundheitsämter überlastet - Fallzahlen wohl viel höher

Die Gesundheitsämter in Sachsen kommen bei der Erfassung von Corona-Infizierten nicht mehr nach. Das räumte die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regina Krause-Döring, am Montagabend bei einer Video-Konferenz des sächsischen Ministerpräsidenten ein. Durch die hohen Fallzahlen in Sachsen seien alle Gesundheitsämter völlig überlastet und kämen mit den Meldungen an das Robert Koch-Institut nicht nach, so Krause-Döring. "Die Fallzahlen liegen wohl durchaus höher als gemeldet." Inzwischen seien in Leipzig zwölf Teams unterwegs, um die Corona-Kontrollen durchzuführen. Die aufgedeckten Verstöße liegen demnach bei drei Prozent.

Krause-Döring erklärte zugleich, dass durch die 2G- und 3G-Maßnahmen "Bewegung ins Impfverhalten" komme. Vor allem seien in den vergangenen Tagen sehr viele Erstimpfungen registriert worden. Sie kündigte an, dass die Stadt Leipzig sich am Aufbau kommunaler Impfstellen beteiligen werde. Impfen werde dann aber nur mit Terminvergabe möglich sein.

Einen ausführlichen Bericht zu der Corona-Diskussion lesen Sie hier:

20:40 Uhr | Weitere Einschränkungen für die Jüngsten

Um pandemiebedingte längere Schließzeiten zu verhindern, wechseln sächsische Kitas ab sofort in den eingeschränkten Regelbetrieb. Für viele Kinder das Schlimmste: nicht mehr mit ihren Freunden spielen zu können.

20:32 Uhr | Viel Disziplin an Dresdner Musikhochschule

Aufgrund der Corona-Pandemie sehen sich viele Musizierende zu einer beruflichen Neuausrichtung gezwungen. Was bedeutet das konkret für den Alltag von Studierenden an der Carl Maria von Weber Musikhochschule in Dresden?

19:20 Uhr | Prognose: Mitte Dezember fehlen bis zu 300 ITS-Betten

Sachsens Krankenhauskoordinator Michael Albrecht rechnet mit weiter steigenden Patientenzahlen auf Sachsens Intensivstationen. Die Prognose für den 13. Dezember lasse eine Zahl von knapp 800 erwarten, so der Mediziner. Dann würden 250 bis 300 Intensivbetten fehlen.

Albrecht verwies darauf, dass die Hauptfrage sei, woher man hochqualifiziertes Pflegepersonal bekomme. Es sei auf Intensivstationen nicht möglich, Schwerstkranke von "helfenden Händen" ohne entsprechende Ausbildung versorgen zu lassen. Der Krankenhauskoordinator erklärte, dass derzeit etwa zehn bis zwölf Intensivpatienten pro Tag in andere Bundesländer verlegt werden können. Das seien weniger als neue dazukommen. Da sich die vierte Welle der Pandemie jedoch westwärts ausbreite, würden auch dort die Intensivbetten in absehbarer Zeit ausgelastet sein.

19:10 Uhr | Erster Omikron-Fall in Leipzig

Die neue Corona-Variante Omikron ist erstmals in Sachsen aufgetaucht. Wie die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regina Krause-Döring, am Montagabend in einer Online-Konferenz zur pandemischen Lage in Sachsen mitteilte, ist ein 39 Jahre alter Mann betroffen, der weder im Ausland war noch Kontakt zu jemanden hatte, der aus dem Ausland zurückgekehrt ist.

18:30 Uhr | Proteste in mehreren Städten - Polizei im Großeinsatz

In mehreren sächsischen Städten gibt es zur Stunde Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. So haben sich unter anderem in Freiberg, Bautzen und Neustadt zum Teil Hunderte Menschen versammelt. Sie verstoßen damit gegen die aktuell geltende Corona-Notverordnung, die nur stationäre Versammlungen bis zehn Personen erlaubt. Die Polizei ist in mehreren Gemeinden vor Ort und fordert die Teilnehmenden auf, sich zu entfernen.

17:50 Uhr | Mehr als 2.600 Covid-Patienten in Sachsens Kliniken

Am Montag werden in sächsischen Kliniken 2.646 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt (Stand: 29.11.2021, 11:30 Uhr). Wie aus den Daten des sächsischen Sozialministeriums hervorgeht, müssen 567 von ihnen auf Intensivstationen behandelt werden. Laut Divi-Intensivregister sind 286 Intensivpatienten so schwer erkrankt, dass sie auf invasive Beatmung angewiesen sind. (Stand: 29.11.2021, 17:05 Uhr). Die Sieben-Tage-Hospitalisierung gibt das Sozialministerium mit 6,48 an.

17:28 Uhr | Jugendmediziner gegen flächendeckende Impfung von Kindern

Der auf Infektionskrankheiten spezialisierte Kinder- und Jugendmediziner Reinhard Berner aus Dresden sieht keine dringende Notwendigkeit für eine schnelle Impfempfehlung für gesunde Fünf- bis Zwölfjährige. Kinder mit Vorerkrankungen und besonderem Risiko für Ansteckung und schweren Verlauf, in besonderen Lebensumständen oder bei gefährdeten Familienmitgliedern sollten den zugelassenen Impfstoff bekommen, meinte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Dresdner Uniklinikums

Eine flächendeckende Impfempfehlung hält Berner für verfrüht und die auch angesichts der sehr geringen Gefahr eines schweren Verlaufs bei gesunden Kindern nicht für dringend. Im Unterschied zu Erwachsenen gebe es "bisher noch keine ausreichende Erfahrung mit dem Impfstoff" begründete er seine Zurückhaltung.

17:07 Uhr | Plakat-Appelle von Dresdner Kulturstätten

Bekannte Dresdner Kulturinstitutionen zeigen in der Corona-Pandemie Flagge auf Plakaten und Bannern. Eine Woche nach Schließung der Kultureinrichtungen werben sie ab heute für die Schutzimpfung gegen das Corona-Virus. Ihre Botschaft: "Impfen schützt auch die Kultur". Die Aktion wird u.a. von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Dresdner Philharmonie, Semperoper und dem Staatsschauspiel unterstützt:

16:58 Uhr | 1.620 Dosen in Kirchen verimpft

Die evangelische und katholische Kirche in Sachsen haben ihre erste gemeinsam Corona-Impfaktion als gelungen bewertet. Insgesamt seien in sechs Kirchen und Einrichtungen 1.620 Dosen verabreicht worden, teilten die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das Bistum Dresden-Meißen mit. Darunter waren demnach 158 Erstimpfungen, 76 Zweitimpfungen und 1.386 Booster-Impfungen.

16:42 Uhr | Wieder mehr ausländische Studienanfänger an Hochschulen

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse ausländischer Studierender an einem Studium in Sachsen wieder gestiegen, hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergeben. Allerdings bleibt die Immatrikulation ausländischer Studentinnen und Studenten aufgrund der coronabedingten Reisebeschränkungen kompliziert.

  • An der TU Dresden haben zum Wintersemester 1.300 ausländische Studierende ihr Studium begonnen - 400 mehr als vor einem Jahr.
  • An der Uni Leipzig ist die Zahl der ausländischen Studienanfänger leicht zurückgegangen, viele hätten Einreiseprobleme. Im Wintersemester waren es aber 500 junge Bewerber mehr als 2020.
  • Die TU Bergakademie Freiberg hat wegen der Reisebeschränkungen und Problemen bei der Visa-Erteilung für Studierende akute Verzögerungen bei der Einschreibung. Viele Anfänger aus dem Ausland könnten erst später starten.

16:17 Uhr | Online-Befragung zu Familien in der Krise

Wie geht es Familien in Sachsen seit Beginn der Corona-Pandemie? Was belastet am meisten und wie gehen sie mit Konflikten um? All das will die Evangelische Hochschule Dresden für ein anonymes Forschungsprojekt wissen. Den Fragebogen können Eltern hier und Kinder (ab zehn Jahre) hier seit heute online ausfüllen.

Es darf nicht immer nur über Familien gesprochen werden, sondern Familien müssen selbst zu Wort kommen. (...) Je mehr Familien an der Befragung teilnehmen, desto besser sind die möglichen Erkenntnisgewinne und Empfehlungen für die Politik.

Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig Projektleiterin vom Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der Ev. Hochschule Dresden

16:01 Uhr | Verfassungsschutz: Corona-Leugner haben "rote Linien" überschritten

Sachsens Sicherheitsbehörden sind über die zunehmende Radikalisierung von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen besorgt. Auch unter dem Einfluss von Rechtsextremisten, sogenannten Reichsbürgern und Antisemiten seien die Anti-Corona-Proteste immer aggressiver geworden, sagte der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian. Spätestens mit Gewalt gegen Polizeibeamte, Journalisten und Verbalattacken gegen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) seien eindeutig "rote Linien" überschritten worden.

14:48 Uhr | Gemischte Zwischenbilanz zu 2G-Regeln beim Einkauf

Der Handelsverband Sachsen hat nach den ersten Tagen der 2G-Regelung im Einzelhandel eine gemischte Zwischenbilanz gezogen. Die Kunden hätten überwiegend vernünftig reagiert, sagte Hauptgeschäftsführer René Glaser. Manchmal gebe es jedoch auch erheblichen Streit an der Ladentür. Leider werde auch die zunehmende Frustration der Bevölkerung wahrgenommen.

14:05 Uhr | Paritätischer Verband: Reißleine in Kitas ziehen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen hat sich wegen steigender Corona-Infektionszahlen für den sofortigen Umstieg auf eine Notbetreuung in Kitas ausgesprochen. Krankheitsbedingte Ausfälle und Beschäftigte in Quarantäne reduzierten den Personalbestand spürbar. Viele Einrichtungen arbeiteten verkürzt. Die Mitarbeitenden seien an ihrer Belastungsgrenze.

Unter den aktuellen Gegebenheiten wird eine gesicherte Betreuung schon in Kürze nicht mehr möglich sein.

Friderun Hornschild Bildungsreferentin des Paritätischen Sachsen

Der sofortige Umstieg auf Notbetreuung sei zwar pädagogisch fatal, aber der einzige Ausweg, um demnächst eine Grundversorgung zu ermöglichen. Auch seien die Infektionsschutzkonzepte der Kitas der Situation anzupassen. Dazu gehörten aus Sicht des Verbandes mindestens anlassbezogen auch Tests bei Kindern oder drei Tests wöchentlich analog dem Verfahren in Schulen.

13:25 Uhr | Dresdner Ordnungsamt verstärkt Corona-Kontrollen

Ab sofort will das Dresdner Ordnungsamt mit zehn Kontrollteams die Einhaltung der Corona-Regeln überprüfen. Geprüft werden nicht nur Gastronomie und Einzelhandel, sondern auch die Einhaltung der Quarantänevorgaben. Außerdem wollen die Teams in Bus und Bahn unterwegs sein. Das Robert-Koch-Institut meldet für Dresden heute eine Inzidenz von 965.

12:40 Uhr | Verbraucherzentrale berät per Video

Die Verbraucherzentrale in Sachsen bietet ab sofort auch Beratungen mittels Video-Chat an. Dafür kann über die Internetseite ein Termin gewählt werden. Per Mail folgt dann die Terminbestätigung an den Ratsuchenden sowie der Link zur Videoberatung. Voraussetzung für ein gelingendes Gespräch ist ein Computer mit funktionierendem Mikrofon, Lautsprecher und eine Webcam.

12:21 Uhr | Impftourismus nach Bayern

Die Booster-Misere in Sachsen lässt im Vogtland den Impftourismus nach Bayern blühen. Es werde keine Statistik geführt, aber es sei zu beobachten, dass immer mehr Menschen zum Impfen über die Landesgrenze kämen, sagte die Sprecherin des Landkreises Hof, Stefanie Schulze. "Wir schicken niemanden weg, denn es kommt auf jeden Geimpften an."

12:02 Uhr | Forschung zu Virenmenge und Krankheitsverlauf

Die Menge viraler RNA von Sars-CoV-2 lässt Rückschlüsse darauf zu, welche Patienten der Krankheit erliegen und welche überleben. Das hat ein kanadisches Forschungsteam bei Untersuchungen von 279 Patienten herausgefunden. Ob solche Tests praktisch umgesetzt werden können, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

11:36 Uhr | 3G beim Blutspenden

Ab heute gilt bei Blutspendeterminen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die 3G-Regel. Zutritt zu den Spendezentren erhält nur, wer geimpft, genesen oder negativ getestet wurde.

Um zu verhindern, dass durch die neue 3G-Regelung vor den Blutspendezentren Menschen ansammeln, weist das DRK darauf hin, dass die Corona-Schnelltests nicht unmittelbar vor oder in den Spendenlokalen durchgeführt werden können. Ein negativer Test müsse also an anderer Stelle erfolgen. Da Corona nicht über Blut oder Blutpräparate übertragen werden kann, wird das gespendete Blut auch nicht auf den Krankheitserreger getestet. Die neuen Regeln dienen ausschließlich dem Schutz der Spendenden und des Personals in den Blutspendezentren.

10:44 Uhr | Schlange stehen für die Impfung

In Leipzig-Plagwitz hat sich am Montagvormittag eine lange Schlange vor einer Impfstelle gebildet. Rund 100 Menschen warteten darauf, sich impfen zu lassen. Sachsen wirbt wegen des dramatischen Infektionsgeschehens für Auffrischungsimpfungen. Der sogenannte Booster soll den Schutz vor schweren Symptomen im Falle einer Corona-Infektion erhöhen.

10:02 Uhr | DRK bereitet neue Impfstellen vor

Das Deutsche Rote Kreuz bereitet in Sachsen über 40 Impfstellen vor. Nach Angaben eines Sprechers sind sie teilweise schon in Betrieb. Es werde unterschiedliche Lösungen geben: in manchen Landkreisen drei Teams, in anderen mehr, dann aber nicht jeden Tag geöffnet. Zudem seien die Teams an täglich wechselnden Orten im Einsatz. Laut DRK soll das aus dem Frühjahr bekannte Internetportal zum Buchen der Termine wieder eingerichtet werden.

09:52 Uhr | Gegner von Corona-Maßnahmen protestieren in Plauen

Mehrere hundert Menschen haben in Plauen an einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" teilgenommen. Rund 900 Menschen zogen am Sonntagabend aus Protest gegen die Kontakteinschränkungen durch die Innenstadt, sagte ein Polizeisprecher. Bei einer Personenkontrolle wurde demnach ein Polizeibeamter leicht verletzt, an einer anderen Stelle hätten neun Menschen versucht, eine Absperrung zu durchbrechen.

Nach den Angaben vom Montag ermittelt die Polizei wegen Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie in 33 Fällen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Notverordnung.

Eine Menschenansammlung läuft im Schneetreiben durch Plauen.
Hunderte zogen am Sonntag bei einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" durch Plauen. Bildrechte: B&S

09:16 Uhr | Ärzte beschweren sich über Impfstoffengpässe

Ärzteverbände in Sachsen haben den Bund scharf für Lieferengpässe bei den Corona-Impfstoffen kritisiert. Die stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Hausärzteverbandes, Susann Hennesthal, sagte, von Leipzig bis ins Erzgebirge bekämen Mediziner deutlich weniger Impfstoff als sie geordert hätten. Das sei offensichtlich ein Versagen des Bundes.

08:45 Uhr | Theater Chemnitz rechnen mit längerer Pause

Die Theater Chemnitz bereiten sich auf eine längere Zeit ohne Vorstellungen vor. Zwar gehe der sächsische Teillockdown derzeit nur bis zum 12. Dezember, Intendant Christoph Dittrich sagte MDR SACHSEN, dass er nicht glaube, dass danach die Welt plötzlich wieder in Ordnung sei.

Dr. Christoph Dittrich
Intendant Christoph Dittrich Bildrechte: Theater Chemnitz

Man versuche im Augenblick vor allen Dingen sinnvoll zu handeln. "Es gibt bestimmte Produktionen, die sind gewissermaßen auf der Ziellinie. Die probieren wir natürlich auch zu Ende. Wir werden uns dann Mühe geben, uns unserem Publikum über die Advents- und Weihnachtszeit eben zumindest auf eine digitale Art und Weise zu nähern", so Dittrich.

07:38 Uhr | Millionen für den ÖPNV

Das Land Sachsen unterstützt den öffentlichen Nahverkehr in der Corona-Pandemie mit weiteren 21,5 Millionen Euro. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages hat das Geld jetzt freigegeben. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben die Verkehrsunternehmen und Verbünde für dieses Jahr rund 110 Millionen Euro Verluste gemeldet.

Bisher seien rund 60 Millionen Euro zur Unterstützung geflossen. Mit dem zusätzlichen Geld könnten nun mehr als 90 Prozent der Verluste ausgeglichen werden. Die Auszahlung soll Anfang 2022 erfolgen.

06:54 Uhr | Corona-Bußgelder in Leipzig

Wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung hat die Stadt Leipzig bislang Bußgelder von gut einer dreiviertel Million Euro verhängt. Wie der Leiter des Ordnungsamtes, Helmut Loris, mitteilte, sind es genau 757.430 Euro. Dahinter stünden 8.477 Bußgeldverfahren. Sie seien im Zeitraum von April 2020 bis jetzt eingeleitet worden.

Ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt patrouilliert in der Fußgängerzone an Passanten vorbei, die Mund-Nase-Bedeckung tragen.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes blicken derzeit genauer auf die Einhaltung der Hygieneregeln. Bildrechte: dpa

06:48 Uhr | Covid-Patienten verlegt

Bei der bisher größten Verlegungsaktion sind am Wochenende deutschlandweit rund 50 schwer an Covid-Erkrankte in andere Bundesländer gebracht worden. Mehr als die Hälfte der Intensivpatienten kam aus überlasteten Kliniken in Bayern, 14 wurden aus Sachsen verlegt, sechs aus Thüringen.

Allein in Sachsen liegen 570 Covid-Patienten auf Intensivstationen. Die Betten sind zu über 95 Prozent ausgelastet. Aus dem Freistaat wurden 14 Menschen in Kliniken nach Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern verlegt.

06:14 Uhr | Inzidenz in Sachsen auf 1.285 gestiegen

In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts von 1.205 auf fast 1.285 gestiegen. Mehr als 6.100 Menschen wurden positiv getestet. Es gab vier weitere Todesfälle.

Bundesweit meldeten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden rund 29.360 Corona-Neuinfektionen. Das sind fast 1.300 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz für Deutschland beträgt 452,4.

05:49 Uhr | Dresdner Impfzentrum öffnet am Mittwoch

Das Impfzentrum in der Dresdner Messe soll am 1. Dezember wieder öffnen. Das haben der Freistaat und das Deutsche Rote Kreuz mitgeteilt. Dann können dort montags bis sonnabends von 10 Uhr bis 18 Uhr bis zu 1.000 Menschen täglich gegen den Coronavirus geimpft werden. Das Angebot einer Erst-, Zweit- und Boosterimpfung besteht sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Der Beginn der Terminvergabe und der Link zum Buchungssystem werden noch bekannt gegeben.

Lars Werthmann, Logistiker Deutsches Rotes Kreuz, entfernt vor der Messe Dresden ein Transparent mit der Aufschrift "Impfzentrum Sachsen".
Ab dem 1. Dezember soll das Impfzentrum in der Dresdner Messe wieder in Betrieb gehen. Bildrechte: dpa

05:42 Uhr | Aue-Bad Schlema schließt Rathäuser

Wegen des dramatischen Corona-Infektionsgeschehens im Erzgebirge bleiben ab heute die Rathäuser in Aue und Bad Schlema weitgehend geschlossen. Das gelte für unbestimmte Zeit, teilten die Verwaltung mit. Der Publikumsverkehr werde auch zum Schutz des Personals eingestellt.

Alle Ämter sind zu den sonst üblichen Servicezeiten telefonisch und elektronisch erreichbar. Präsenztermine werden nur für dringende und unaufschiebbare Angelegenheiten vergeben, hieß es. Der Zutritt sei dabei nur mit einem 3G-Nachweis möglich. Im Erzgebirgskreis liegt der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner über 2.000.

Blick auf das Rathaus der Kreisstadt Aue
Das Rathaus in Aue bleibt bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Bildrechte: dpa

05:13 Uhr | Schausteller fordern Finanzhilfen

Die Schausteller verlangen wegen vielerorts abgesagterWeihnachtsmärkte massive staatliche Hilfen. Verbandspräsident Albert Ritter sagte, viele bangten um ihre Existenz. Deshalb müsse eine hundertprozentige Entschädigung kommen, mindestens aber eine November- und Dezemberhilfe wie 2020. Damals wurden vergleichbare Umsätze aus dem Corona-Vorjahr 2019 gezahlt.

Der Bund hatte angekündigt, die Betreiber der Weihnachtsmärkte mit Zuschüssen zum Eigenkapital zu unterstützen. Zudem kann verderbliche Saisonware abgeschrieben werden. Die Erstattung betrieblicher Fixkosten wurde bis Ende März verlängert.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 29. November 2021 | 19:00 Uhr

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