Ermittlungsarbeit Anzeige nach Brand im Nationalpark Sächsische Schweiz

Über ein vermutlich illegales Feuer in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz am Wochenende ärgert sich die Parkverwaltung. Denn das Feuer eskalierte, 140 Feuerwehrleute mussten anrücken und auf schwierigem Gelände löschen. Jetzt reagiert die Verwaltung mit einer Anzeige und deutlichen Worten.

Die Verwaltung des Nationalparkes Sächsische Schweiz wird nach dem Waldbrand am zurückliegenden Wochenende am Winterberg Anzeige stellen. Das sagte der Sprecher der Verwaltung, Hanspeter Mayr, auf Nachfrage von MDR SACHSEN. "Wir hoffen, dass die Polizei den oder die Täter ermittelt und dass wir ein deutliches Exempel statuieren können, dass das Feuern im Nationalpark nicht geht", appellierte Mayr an die Vernunft aller Parkbesucher.

Wir können das nicht nachvollziehen, warum es sein muss, dass Leute immer wieder ins Gebiet gehen und sich über Verbote hinwegsetzen, die ja zum Schutz der Tiere und Vegetation da sind und nicht, weil wir die spaßig finden.

Hanspeter Mayr Sprecher Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz

140 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Löscharbeiten hatten seit dem Sonnabendnachmittag länger als 24 Stunden gedauert, weil der Brand auf 50 mal 30 Metern Fläche in schwierigem Gelände gelöscht werden musste. Feuerwehrleute hätten gegen Absturzgefahr kämpfen müssen. Sie hatten 400 Meter Schlauch durch schwierigstes Gelände zu verlegen, sagte Mayr. 15.000 Liter Löschwasser seien notwendig gewesen, um den Brand zu löschen. Die Nationalparkverwaltung ärgerte sich einerseits darüber, dass ignorante Besucher die Regeln brachen, um sich "einen Spaß zu machen" und dann Kostenaufwand und Zeit von 140 Feuerwehrleuten am Wochenende in Anspruch nahmen.

Verluste für Urwald und Natur

Der Schaden für die Natur sei nicht bezifferbar. "Die Kiefern, Birkenwälder und Heideflächen, die da stehen, das ist ja der Urwald der Sächsischen Schweiz", erklärte Nationalpark-Sprecher Mayr. Wenn dort jemand Feuer mache und das eskaliere, seien der Urwald auf viele Jahre verloren und Insekten und Kleintiere vernichtet.

Zweiter Brand nach illegalem Lagerfeuer

Der Brand durch eine illegale Feuerstelle war der zweite in diesem Jahr. "Wir dachten schon, wir hätten die Saison überstanden. Aber am letzten Tag der Saison ist dann dieses Lagerfeuer gemacht worden und die Feuerwehr musste ausrücken", ärgerte sich Hanspeter Mayr im Gespräch mit MDR SACHSEN.

Quelle: MDR/kk/pb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 01. November 2021 | 11:30 Uhr

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