Bauarbeiten Dresdner Augustusbrücke nach Sanierung wieder eröffnet

Fünf Jahre Bauzeit, archäologische Überraschungsfunde und Hochwasserschäden - die Sanierung der Augustusbrücke in Dresden war ein Mammutprojekt. Seit Freitag sind die Arbeiten soweit abgeschlossen, sodass die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. In Zukunft allerdings nur noch für Straßenbahnen, Fußgänger und Radfahrer.

Augustusbrücke Dresden
Die sanierte Brücke wir in Zukunft für Autos gesperrt bleiben. Bildrechte: MDR/Christof Stumtpner

Nach fünf Jahren Sanierungsarbeiten ist die Augustusbrücke über die Elbe in Dresden am Freitag wieder freigegeben worden. Wie die Stadt mitteilte, liegen die Gesamtkosten nach derzeitigem Stand bei rund 26 Millionen Euro. Ab Montag sollen dann die Straßenbahnlinien 4, 8 und 9 wieder über die Augustusbrücke fahren. Mit ihrer Freigabe sei die Augustusbrücke autofrei und bleibe neben dem ÖPNV und Rettungsfahrzeugen, Fußgängern und Radfahrenden vorbehalten, hieß es.

Spagat zwischen Denkmalpflege und Moderne

Holger Kalbe, Projektleiter aus dem Straßen- und Tiefbauamt der Stadt sagte, die Besonderheit habe im denkmalpflegerischen Anspruch bestanden. "Möglichst viel von der originalen Bausubstanz sollte erhalten werden. Gleichzeitig mussten die heutigen Vorschriften und Möglichkeiten Berücksichtigung finden, um die Brücke fit für die nächsten 100 Jahre zu machen", so Kalbe.

Baustelle Augustusbrücke in Dresden
Die Bauarbeiten hielten einige Überraschungen parat. (Archivbild) Bildrechte: imago/Sven Ellger

Probleme beim Bau

Die Bauarbeiten hatten sich durch den Fund von Resten der Vorgängerbrücke aus dem 13. Jahrhundert verzögert. Auch der Sandstein war stärker angegriffen als vermutet. Etwa ein Viertel davon musste ausgetauscht werden, hieß es vom Bauamt. Dazu kamen ein um Monate verspäteter Start durch ein verzögertes Planverfahren, aufwendige Schutzmaßnahmen für die ansässigen Mehlschwalben sowie pandemiebedingte Lieferengpässe bei Material oder Personalausfall.

An der Finanzierung beteiligt sich der Freistaat mit 17,6 Millionen Euro aus dem Fonds zur Hochwasserschadensbeseitigung - das Bauwerk war 2013 teils schwer beschädigt worden.

MDR (bj)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten Studio Dresden | 28. Januar 2022 | 11:30 Uhr

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