Politisches Motiv vermutet Brandanschlag auf Haus von Islamkritiker in Dresden

In Dresden hat der Rohbau eines Einfamilienhauses gebrannt. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen schwerer Brandstiftung und vermutet einen politischen Hintergrund. Der Eigentümer wurde schon früher bedroht.

Blinkendes Blaulicht an einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.
Der Brand in Dresden wurde durch einen sogenannten Molotowcocktail verursacht Bildrechte: imago images / Deutzmann

Unbekannte haben in Dresden einen Brandsatz auf ein noch im Bau befindliches Einfamilienhaus geworfen. Ein politisches Motiv könne nicht ausgeschlossen werden, teilte des Landeskriminalamt mit. Ein Sprecher der Behörde sagte MDR SACHSEN, der Eigentümer des Hauses sei bereits in der Vergangenheit Opfer islamistisch geprägter Bedrohung geworden. Es handele sich um einen Politikwissenschaftler, der sich kritisch zum Islam geäußert habe. Jetzt bitten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung.

Der sogenannte Molotowcocktail flog am vergangenen Samstag gegen 3:30 Uhr auf den Balkon in der ersten Etage des Rohbaus in der Brückenstraße. Daraufhin sei ein Feuer ausgebrochen. Der dadurch entstandene Sachschaden kann noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum übernommen.

Quelle: MDR/kb/dpa

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