Corona-Fälle Klinikkoordinator warnt vor Überlastung sächsischer Intensivstationen

Mediziner und Pflegekräfte in Sachsen nähern sich nach dem starken Anstieg der Corona-Fallzahlen ihrem Belastungs-Limit. Das drückt sich nicht nur in Zahlen aus, sondern auch in Schicksalen. Der sächsische Krankenhauskoordinator schlägt nun Alarm.

Krankenpfleger arbeiten in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer auf einer Intensivstation
Krankenhauskoordinator Michael Albrecht warnt vor der Überlastung der Intensivstationen. Bildrechte: dpa

Der medizinische Vorstand im Uniklinikum Dresden und Krankenhauskoordinator, Michael Albrecht, geht von einer baldigen Überlastung der Intensivstationen im Freistaat aus. Bereits jetzt müssten einige Krankenhäuser wegen ausgelasteter Kapazitäten neue Patienten in andere Einrichtungen verlegen.

Albrecht: In zwei Wochen Überlastungsstufe erreicht

Albrecht rechnet damit, dass in zwei Wochen alle Intensivbetten in Sachsen mit Covid-19-Patienten belegt sein werden, wie er gegenüber MDR SACHSEN sagte. "Dann haben wir die Überlastungsstufe erreicht und dann knirscht es gewaltig", so der Krankenhauskoordinator. Bereits jetzt hätten die Kliniken auf ihren Intensivstationen mit den Zahlen an Covid-19-Patienten schwer zu kämpfen.

Keine Kapazitäten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Krankenhäuser im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatten bereits am Dienstag Alarm geschlagen. Wie das Landratsamt mitteilte, gibt es dort für Corona-Patienten keine freien Intensivbetten mehr. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge waren am Dienstag 27 an Covid-19 erkrankte Menschen intensivmedizinisch betreut worden. 91 Infizierte waren auf Normalstationen untergebracht.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 03. November 2021 | 19:00 Uhr

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